978-3-86676-528-3
Wolfgang Schulte (Hrsg.)
Die Deutsche Volkspolizei der DDR – Beiträge eines Seminars an der Deutschen … Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e. V., Band 22 …
215 Seiten 24,90 €

Inhalt


978-3-86676-469-9
Manfred Reuter
Die Historie des „Bund Deutscher Kriminalbeamter e.V.“ (BDK) 1967 bis 2015 Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e. V. Band 21 Der …
108 Seiten 16,80 €

Inhalt


978-3-86676-459-0
Michael Stricker
Der 1. Mai 1987 – Demaskierung eines Mythos Zu Beginn der 1980er-Jahre entstand in Berlin (West) eine Hochburg der Hausbesetzerszene. …
268 Seiten 39,90 €

Inhalt


978-3-86676-417-0
Peter Bröhl
Vom Nordkap bis zum Asowschen Meer: Deutsche Wasserschutzpolizei im Zweiten … Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e. V., Band 19 Die …
662 Seiten 39,90 €

Inhalt


978-3-86676-375-3
Michael Stricker
Grohnde Dokumentation der Polizeieinsätze anlässlich der Demonstration gegen das Kernkraftwerk …
271 Seiten 39,90 €

Inhalt


978-3-86676-361-6
Günter P. W. Heemann
Die Wasserschutzpolizei Niedersachsen Aufbau, Entwicklung und Auflösung einer … Seiten (Format DIN-A4) Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für …
614 Seiten 54,90 €

Inhalt


978-3-86676-358-6
Manfred Reuter
Die Gleichschaltung der preußischen und deutschen Polizeigewerkschaften im … Diese Studie befasst sich mit dem komplexen Prozess der politisch-weltanschaulichen …
97 Seiten 16,80 €

Inhalt


978-3-86676-295-4
Nadine Laue
Formierung der Ortspolizei Bremerhaven (1945 bis 1947) Die Durchsetzung einer kommunalen … Im Mai 1945 übernahmen die Amerikaner von den britischen Besatzungskräften die Enklave …
128 Seiten 19,80 €

Inhalt


Wolfgang Schulte (Hrsg.)

Die Deutsche Volkspolizei der DDR – Beiträge eines Seminars an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster

ISBN 978-3-86676-528-3
Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e. V., Band 22
215 Seiten
24,90 €

Inhalt

Inhalt: 


Grußwort 
Hans-Jürgen Lange 
Grußwort der Deutschen Hochschule der Polizei 

Einleitung 
Wolfgang Schulte 
Die Deutsche Volkspolizei der DDR – Beiträge eines Seminars an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster 

Beiträge 
Thomas Lindenberger 
Öffentliche Sicherheit, Ordnung und normale Abläufe – Überlegungen zum zeitweiligen Gelingen kommunistischer Herrschaft in der DDR 

Volker Höffer 
Die DDR Volkspolizei und die Stasi – Im Spannungsfeld von Kooperation und Überwachung 

Bettina Blum 
Die Geschichte der Frauen in der deutschen Polizei im 20. Jahrhundert 

Daniel Niemetz 
Vom Arbeiteraufstand zur Herbstrevolution – Entstehungsgeschichte der DDR-Bereitschaftspolizei und der „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“ im Herbst 1989 

Franziska Kuschel 
„Hüter der Ordnung und Sicherheit“ – Die Verwaltung der Volkspolizei im Ministerium des Innern der DDR 

Hannes Lerke 
Die Rolle des Abschnittsbevollmächtigten in der Deutschen Volkspolizei – Eine Untersuchung am Beispiel des Bezirks Rostock für die 1980er Jahre



Manfred Reuter

Die Historie des „Bund Deutscher Kriminalbeamter e.V.“ (BDK) 1967 bis 2015

ISBN 978-3-86676-469-9
Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e. V.
Band 21


Der „Bund Deutscher Kriminalbeamter e.V.“ (BDK) ist neben der „Gewerkschaft der Polizei“ (GdP) und der „Deutschen Polizeigewerkschaft“ (DPolG) eine der drei großen und politisch relevanten Polizeigewerkschaften in Deutschland.

Während sozialwissenschaftliche Forschung über die deutschen Polizeigewerkschaften zumindest in Ansätzen vorhanden ist, bleibt der BDK dabei weitestgehend unbeachtet. Mit dieser Studie soll diese Forschungslücke geschlossen werden.

Dazu wird die historische Entwicklung des Verbandes von 1967 bis 2015 chronologisch nachgezeichnet. über die Jahre zeigen sich dabei folgende Entwicklungsphasen: Vorgeschichte, Gründung, Aufbau, Ausbau, Entwicklung, Stagnation/Krise, Aufschwung, Festigung, Vereinigung, Generationswechsel, Europäisierung und Modernisierung.

Diese verbandlichen Entwicklungsphasen werden erstens derjenigen des gesamten Polizeigewerkschaftssystems in der Bundesrepublik gegenüber gestellt.

Zweitens zeigt die Einordnung des BDK anhand eines Konfliktlinien-Modells für die Entstehung und Ausdifferenzierung des deutschen Polizeigewerkschafts-Systems folgendes Ergebnis: Der Verband ist eine Polizeigewerkschaft für die Sparte der Kriminalpolizei. Er vertritt den Gedanken einer Einheitsgewerkschaft und ist am Berufsverbandsprinzip orientiert. Er tritt für eine staatlich-nationale Polizei mit Kripo, BKA und Bundespolizei sowie eine staatlich-föderale Schutzpolizei ein. Der BDK organisiert alle Dienstgrade und alle Beschäftigten der Kriminalpolizei. National ist er als Einheitsverband organisiert und gehört keinem Dach- oder Spitzenverband an. International ist er in die CESP eingebunden. Er pflegt grundsätzlich ein distanziert-kooperatives Verhältnis zu den jeweiligen Regierungen.
108 Seiten
16,80 €

Inhalt

Inhalt:

1 Einleitung
Problemstellung und Erkenntnisinteresse
Sozialwissenschaftlicher Forschungsstand
Literatur
Gliederung

2 Chronik des BDK
2.1 Vorgeschichte
2.2 Gründungsphase
2.3 Aufbauphase
2.4 Ausbauphase
2.5 Entwicklungsphase
2.6 Stagnations-/Krisenphase
2.7 Aufschwungphase
2.8 Festigungsphase
2.9 Vereinigungsphase
2.10 Generationswechsel
2.11 Europäisierungsphase
2.12 Modernisierungsphase

3 Vorsitzende des BDK

4 Schlussbetrachtungen

Zusammenfassung
Sozialwissenschaftliches Fazit
Offene Fragen



Michael Stricker

Der 1. Mai 1987 – Demaskierung eines Mythos

ISBN 978-3-86676-459-0
Zu Beginn der 1980er-Jahre entstand in Berlin (West) eine Hochburg der Hausbesetzerszene. Hierbei war der Bezirk Kreuzberg besonders herausragend. In ihm hatte sich seit Jahren eine starke, politisch linksorientierte Szene entwickelt, die im bewussten Widerspruch zu den etablierten Parteien stand. Dazu gehörte auch eine neue gewaltbereite Personengruppe, die sich selbst als Autonome bezeichnete.

Die Bevölkerung von Kreuzberg war von einer hohen Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichem Niedergang geprägt. Deren Wohnumfeld bestand oftmals großflächig aus einer überalterten und entsprechend nicht saniertem Gebäudesubstanz. Daraus resultierte, dass in Kreuzberg meist ärmere Bevölkerungsgruppen wohnten, zu denen neben den gering verdienenden Arbeitern auch Studenten und Ausländer zählten. Die linke Politszenerie entwickelte darin ein Eigenleben und eine Art Parallelgesellschaft, worin und woraus sie ihr Unterstützerpotential zog. Dies wirkte sich als Magnet für Gleichgesinnte aus der ganzen Bundesrepublik Deutschland aus. Da es in Berlin (West) aufgrund des bestehenden Vier-Mächte-Status keine Wehrpflicht gab, zogen Personen gerade deshalb in diese Stadt und vor allem nach Kreuzberg.

Das Jahr 1987 war für Berlin (West) von drei großen Ereignissen politisch, gesellschaftlich, aber auch polizeilich geprägt. Es handelte sich dabei um die anstehende Volkszählung, den Staatsbesuch des US- Präsenten Ronald Reagan und um das 750-jährige Stadtjubiläum. Alle drei Ereignisse waren für die linke Szene absolute `Reizthemen´, gegen die man nicht nur massiv protestieren, sondern, besonders von Seiten der Autonomen, auch durchaus gewaltsam vorgehen wollte. Hierzu wurde deshalb in sehr großem Maße in der öffentlichkeit eine durchweg konträre Stimmung erzeugt, die auch ganz bewusst mit gewaltsamen Aktionen begleitet werden sollte.

Am Vorabend des 1. Mai 1987 wurde durch die Polizei im sogenannten Volkszählungsboykottbüro im Mehringhof eine von der Staatsanwaltschaft Berlin angeordnete Durchsuchung vorgenommen. Das Ziel war es, dass eine sehr große Anzahl an Boykottaufrufschriften beschlagnahmt werden sollten. Diese Durchsuchung verlief erfolgreich. Beinahe zeitgleich wurde durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin (West) im ICC Berlin am Abend des 30. April 1987 die 750-Jahr-Feier festlich eröffnet. All das rief jetzt die linke Politszene auf den Plan.

Am nächsten Tag, dem 1. Mai 1987, sollte am Lausitzer Platz in Kreuzberg ein geplantes Straßenfest stattfinden, das von der Alternativen Liste und der Sozialistischen Einheitspartei Westberlin organisiert worden war. Hierbei wurde die Durchsuchung in der vorherigen Nacht heftig diskutiert. Innerhalb des Festes befanden sich aber auch Angehörige der autonomen Szene. Für sie war der nächtliche Einsatz von Polizei und Staatsanwaltschaft ein willkommener, zusätzlicher Anlass für gewaltsame Aktionen.

Erst langsam und eher verhalten begannen die Ausschreitungen in Kreuzberg rund um das Straßenfest. Dann aber explodierte die Stimmung und es begann ein Straßenkampf mit der Polizei, der ein völlig ungeahntes Ausmaß an Gewalt und Zerstörung mit sich zog. Der `Urknall´ der Gewalt am 1. Mai wurde hier geboren und verbreitete seitdem im flackernden Licht des Feuers eine völlig sinnlose Gewalt! Der Polizeieinsatz anlässlich der Ausschreitungen am 1. Mai 1987 findet nur in den Onlinearchiven von manchen Zeitungen, in linker Szeneliteratur und in wenigen Büchern eine Erwähnung. Eine detaillierte Darstellung der Geschehnisse fehlte bisher. Dieses Buch stellt sich dieser Aufgabe und zeigt in sieben Kapiteln, wie es zu diesem Polizeieinsatz kam, einen zeitlichen Ablauf der Ereignisse bis einschließlich des US-Staatsbesuches am 12. Juni 1987 und welche Erfahrungen die Polizei daraus entnahm. Ergänzt wird die Dokumentation mit der Struktur der beteiligten Einsatzkräfte der Polizei Berlin sowie deren Ausrüstung und Fahrzeuge. Durch eine große Anzahl von Karten, Skizzen, schwarzweiß- und farbigen Abbildungen wird der Polizeieinsatz in seinen Einzelheiten beleuchtet und illustriert.

Der Autor Michael Stricker ist seit dem 1. September 1988 Polizeivollzugsbeamter des Landes Berlin.
268 Seiten
39,90 €

Inhalt

Inhalt:

Vorgeschichte

1. Einsatzkräfte und Einsatzmittel

2. Einsatzvortag: Donnerstag, 30. April – Freitag, 01. Mai 1987

3. Einsatzverlauf: Freitag, 01. Mai 1987

4. Einsatzverlauf: Samstag, 02. Mai 1987

5. Einsatznachbereitung

6. Einsatzfolgezeit bis zum am 12. Juni 1987

7. Demaskierung eines Mythos .



Peter Bröhl

Vom Nordkap bis zum Asowschen Meer: Deutsche Wasserschutzpolizei im Zweiten Weltkrieg Organisation, Personal, Aufgaben, Kampfeinsätze, Kriegsverbrechen

ISBN 978-3-86676-417-0
Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e. V., Band 19

Die Wasserschutzpolizei des Deutschen Reiches wurde bereits wenige Tage nach Beginn des deutschen überfalls auf Polen nach dort entsandt. Mit Fortgang des Krieges fanden sich deutsche Wasserschutzpolizisten in nahezu allen von den deutschen Truppen besetzten Ländern wieder.

Neben „klassischen“, also schifffahrtsbezogenen Aufgaben, wurde die Wasserschutzpolizei allerdings auch – und im Bereich von Weißrussland und der Ukraine überwiegend – zur Bekämpfung von „Partisanen“ eingesetzt. Dass solche Einsätze nicht nur durch Polizeibataillone oder Kräfte der SS und des SD, sondern auch durch die Wasserschutzpolizei durchgeführt wurden, ist daher insbesondere bei dem SW.-Kommando „Dnjepr“ durch Beurteilungsaussagen für den Komman­deur des Kommandos, durch den Inhalt von Ordensvorschlägen für ehemalige Angehörige des Kommandos, durch Berichte in der damaligen Fachzeitschrift „Die Deutsche Polizei“ und durch Erkenntnisse hinsichtlich des Massakers in dem weißrussischen Dorf Wulka, sicher belegt.

Zweifelsfrei belegt sind darüber hinaus die Erschießung von 23 Dorf­bewoh­nern und eines Partisanenangehörigen in dem serbischen Dorf Velico-Gradiste durch Angehörige der SW.-Flottille „Serbien“ sowie die Erschießung von zehn niederländischen Bürgern in dem kleinen Ort Doniaga durch Angehörige des SW.-Kommandos „IJsselmeer“.

Damit muss festgestellt werden, dass auch die Wasserschutzpolizei während des 2. Weltkriegs Kriegsverbrechen begang­en hat. Auch die damalige Wasserschutzpolizei war, ebenso wie andere Sparten der Polizei, durch das NS-Regime zur Durchführung staatlich gewollter Verbrechen instrumentalisiert worden. Sie war damit ebenfalls eine Stütze des verbrecherischen Systems.

Mit der vorliegenden Arbeit wurde dieses Thema – soweit bisher bekannt – erstmals im deutschsprachigen Raum aufgearbeitet.
662 Seiten
39,90 €

Inhalt

Inhalt:

Vorwort

Vorbemerkungen

Teil 1 Die deutschen Wasserschutzpolizei- Kommandos im „auswärtigen Einsatz“: Organisation, Personal, Aufgaben und Kampfeinsätze

1.1 Die einzelnen SW.-Kommandos, Personalbeschaffung und Personalverluste
1.2 österreich: SW.-Kommando „Donau“
1.3 Polen: SW.-Kommando „Weichsel“
1.4 Niederlande: SW.-Kommandos „Niederlande“ und „IJsselmeer“
1.5 Baltikum: SW.-Kommando „Ostland“
1.6 Italien: SW.-Kommandos „West-Adria“ und „Ost- Adria“
1.7 Jugoslawien: SW.-Flottille „Serbien“
1.8 Weißrussland, Ukraine und die südliche Sowjetunion
1.9 Ungarn: SW.-Flottille „Ungarn“
1.10 Dänemark: SW.-Kommando „Dänemark“
1.11 Norwegen: SW.-Kommando „Norwegen“
1.12 Kriegseinsätze von Wasserschutzpolizei-Offizieren bei der Kriegsmarine
1.13 „…an den Brennpunkten des Geschehens“: Die Marine-Küstenpolizei (M.K.P.)

Teil 2 Kriegsverbrechen der Wasserschutzpolizei-Kommandos im „auswärtigen Einsatz“
2.1 „Partisanenbekämpfung“ und „Bandenkampf“ durch die deutsche Besatzungsmacht: Eine Einführung am Beispiel Weißrussland
2.2 Weißrussland: „Judenverfolgung“ und „Judenvernichtung“ : Eine kurze Erläuterung
2.3 Erschießung von Zivilisten als „Sühnemaßnahmen“

Teil 3 Zwei tragische Schicksale
3.1 Verurteilung durch die DDR-Justiz
3.2 NS-Justiz: Todesurteil wegen „Zersetzung der Wehrkraft



Michael Stricker

Grohnde

ISBN 978-3-86676-375-3
Dokumentation der Polizeieinsätze anlässlich der Demonstration gegen das Kernkraftwerk Grohnde am 19.03.1977 und der Räumung des besetzten Kühlturmgeländes am 23.08.1977

Die 1970er-Jahre waren in der Bundesrepublik Deutschland sehr geprägt von der Frage der friedlichen Nutzung der Kernenergie. Insbesondere nach der ölkrise vom Herbst 1973 wurden in gleich mehreren Bundesländern Projekte zur Errichtung von Kernkraftwerken begonnen. Dies geschah aus dem Grunde, weil die politische Führung in Bund und Ländern nach Alternativen suchte, die in der Frage der Energiegewinnung kostengünstiger und importunabhängiger waren.
Bis Mitte der 1970er-Jahre waren Zweifel oder gar Widerstände gegen den Bau von Kernkraftwerken in Teilen der Bevölkerung eher verhalten. Erst mit der Planung eines solchen Kraftwerkes bei der Ortschaft Whyl am Oberrhein im Jahr 1975 kam es zum öffentlichen Protest und es begann sich ein Widerstand in diesem zuerst noch regionalem Bereich zu organisieren. Dies führte zur Gründung von Bürgerinitiativen, die sich innerhalb von kurzer Zeit auch überregional und sogar bundesweit bildeten. Die Protestformen waren vielfältig, aber konnten als friedlich eingestuft werden. Eine drastische änderung in der Form und Umfang der Proteste begann im Herbst 1976 in Schleswig-Holstein. Dort bei der kleinen Gemeinde Brokdorf an der Unterelbe nordwestlich von Hamburg wurde mit der Errichtung eines weiteren Kernkraftwerkes begonnen. Die Demonstrationen nahmen nicht nur in der Anzahl der Teilnehmer zu, sondern es traten jetzt auch vermehrt gewaltorientierte Gruppierungen auf.
Am 19. März 1977 griffen unter ohrenbetäubenden Lärm annähernd 2.000 gewalttätige Personen in Niedersachsen an der Weser südlich von Hameln den doppelten Stahlgitterzaun des Bauplatzes vom ebenfalls neuen Kernkraftwerk Grohnde an. Zuvor waren mehrere polizeiliche Absperrungen in der Umgebung gewaltsam durchbrochen worden. Ein Vielzahl von Einsatzhundertschaften, insbesondere der Niedersächsischen Polizei und des Bundesgrenzschutz, waren zur Sicherung des Bauplatzgeländes eingesetzt. Als es schließlich zum Durchbruch des doppelten Stahlgitterzaunes kam, sollte das Gebiet rund um das Kernkraftwerk geräumt werden. Die Gewalttäter griffen organisiert und mit äußerster Brutalität an. Die Räumkette der Polizei begann zu wanken und der ganze Einsatz stand auf der Kippe. In dem Moment gingen die Polizeireiterstaffeln aus Hannover und Braunschweig zur Attacke über…
Die Demonstration vom 19. März 1977 und die Räumung des Kühlturmgeländes am 23. August 1977 finden heutzutage nur in Onlinearchiven mancher Zeitungen und in wenigen Büchern eine Erwähnung. Eine detaillierte Darstellung der Geschehnisse fehlte bisher. Dieses Buch stellt sich dieser Aufgabe und zeigt in 9 Kapiteln wie es zu diesen Polizeieinsätzen gekommen war, einen genauen Ablauf der Ereignisse und welche Erfahrungen die Polizei daraus entnahm. Ergänzt wird diese Dokumentation mit Gliederungen und Struktur der beteiligten Einsatzkräfte von Polizei und Bundesgrenzschutz sowie deren Ausrüstungen und Fahrzeuge. Durch eine große Anzahl von Karten, Skizzen, Schwarzweiß- und farbigen Abbildungen werden die Polizeieinsätze in all ihren Einzelheiten beleuchtet und illustriert.
271 Seiten
39,90 €

Inhalt

Inhalt:

Vorwort

1. Einsatzvorbereitung

2. Einsatzkräfte, Einsatzkonzeption und Einsatzmittel

2.1 Einsatzkräfte:
2.1.1 Polizei Niedersachsen
2.1.2 Polizei Nordrhein-Westfalen
2.1.3 Polizei Schleswig-Holstein
2.1.4 Polizei Freie Hansestadt Bremen
2.1.5 Bundesgrenzschutz
2.2 Einsatzkonzeption
2.2.1 Einsatzgrundsätze
2.2.2 Außenschutz des Objektes
2.2.3 Innenschutz des Objektes
2.2.4 Störerlage
2.3 Einsatzkräftegliederung
2.3.1 Unterkünfte der Einsatzkräfte
2.3.2 Verpflegung der Einsatzkräfte
2.4 Einsatzmittel
2.4.1 Wasserwerfer
2.4.2 Gruppenkraftwagen
2.4.3 Halbgruppenwagen
2.4.4 Lastkraftwagen und mit Spezialausfü̈hrungen
2.4.5 Geschützte Sonderwagen
2.4.6 Hubschrauber
2.4.7 Einsatzhelme
2.4.8 Gasschutzbrille und Atemschutzmaske
2.4.9 Schutzschilde
2.4.10 Schlagstöcke
2.4.11 Schusswaffen

3. Einsatzvortag: Freitag, der 18.03.1977

4. Einsatzverlauf: Samstag, der 19.03.1977

4.1 1. Phase: Ankunft der Versammlungsteilnehmer und erster Störer
4.2 Sicherung des KKW-Objektes und Tageseinsatzstärke der Polizei
4.3 Die Versammlung in Kirchohsen und die zwei Demonstrationszüge
4.4 Der Durchbruch der Störer von zwei Seiten in Richtung des KKW
4.5 2. Phase: Der erste Angriff der Störer am Nordzaun
4.6 Der Hauptangriff am Nordost- und Ostzaun
4.7 Der Schicksalskampf der 1. Wawe-Hu
4.8 3. Phase: Die Räumung des Ostfeldes
4.9 Die Attacke der Polizeireiter
4.10 „Polizeikette Halt“

5. Einsatzfolgetag: Sonntag, der 20.03.1977

6. Einsatznachbereitung

6.1 Polizei und Bundesgrenzschutz
6.1.1 Polizei Niedersachsen
6.1.2 Polizei Freie Hansestadt Bremen
6.1.3 Bundesgrenzschutz
6.2 Störer und Demonstranten
6.3 Pressespiegel

7. Zwischenspiel

8. Die Besetzung des Kühlturmgeländes

8.1 Die Errichtung des Hüttendorfes
8.2 Die Räumung des Hüttendorfes

9. Die Grohnde-Prozesse

Nachwort



Günter P. W. Heemann

Die Wasserschutzpolizei Niedersachsen Aufbau, Entwicklung und Auflösung einer Polizeiorganisation in Niedersachsen 1945 bis 2012

ISBN 978-3-86676-361-6
Seiten (Format DIN-A4)

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e. V., Band 17

Die Darstellung umfasst die Entwicklung der Wasserschutzpolizei im ab 1947 neu gegründeten Bundesland Niedersachsen vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis 2012. Inhaltlich gliedert sie sich in sechs Kapitel von der Neugliederung der Wasserschutzpolizei (WSP) in der britischen Besatzungszone nach den Grundsätzen der Besatzungsmacht bis zur weitgehenden Auflösung der fachlich und organisatorisch selbstständigen WSP Niedersachsen. Die Kapitel sind einheitlich in die (wirtschaftliche, gesellschaftliche, soziale, rechtliche) polizeiliche Lage auf den von der niedersächsischen Wasserschutzpolizei betreuten Wasserstraßen und Gewässern sowie in ihren Häfen und daraus sachlich und fachlich abzuleitenden Unterkapiteln Aufgaben, Organisation, Personal, Einstellung, Ausbildung, Verwaltung, Ausrüstung sowie nationale und internationale Zusammenarbeit untergliedert.
614 Seiten
54,90 €

Inhalt

Inhalt:

I. Kapitel: Wiederaufbau der Wasserschutzpolizei nach dem Zweiten Weltkrieg

II. Kapitel: Die Wasserschutzpolizei im neu gebildeten Bundesland Niedersachsen 1947 bis 1953

III. Kapitel: Die Wasserschutzpolizei als Polizeibehörde des Landes Niedersachsen 1951 bis 1973

IV. Kapitel: Die Wasserschutzpolizei als Teil eines Verwaltungsbezirks/ einer Bezirksregierung 1973 bis 2004

V. Kapitel: Die Wasserschutzpolizei als Teil einer Polizeidirektion 2004 bis 2012

VI. Kapitel: Schlussfolgerungen für die Entwicklung der niedersächsischen Wasserschutzpolizei

Anhang



Manfred Reuter

Die Gleichschaltung der preußischen und deutschen Polizeigewerkschaften im Nationalsozialismus

ISBN 978-3-86676-358-6
Diese Studie befasst sich mit dem komplexen Prozess der politisch-weltanschaulichen Selbst- und Fremdgleichschaltung der preußischen und deutschen Polizeigewerkschaften im Nationalsozialismus. Inhaltlich gliedert sie sich wie folgt: Im zweiten Kapitel wird die Ausgangssituation der Polizeigewerkschaften vor dem Beginn der Machtergreifung im Juli 1932, also kurz vor dem Preußenschlag, vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt existiert noch ein freies und vielfältiges Gewerkschaftswesen in der Polizei. Allerdings trifft der Preußenschlag die Gewerkschaften nicht vollkommen unvorbereitet. Seit etwa 1920 existieren bereits mehr oder weniger starke Einflussnahmen bzw. solche Versuche, um die Polizeigewerkschaften im nationalsozialistischen Sinne auszurichten. Mit dieser Vorgeschichte befasst sich dann der Rückblick im dritten Kapitel. Hier werden exemplarisch drei Polizeigewerkschaften näher untersucht: Der „Verband Preußischer Polizeibeamten e.V.“ (sog. Schrader-Verband), die „Vereinigung der Polizeioffiziere Preußens e.V.“ (sog. Dillenburger-Verband) und der „Verband der Schutzpolizeibeamten Preußens e.V.“ (sog. Josupeit-Verband). Im vierten Kapitel schließt sich die Beschreibung der eigentlichen Gleichschaltung, also vom Ende des freien Verbändewesens und der folgenden Vereinheitlichung im „Kameradschaftsbund Deutscher Polizeibeamten e.V.“ und im „Reichsbund der Deutschen Beamten e.V.“ ab Juli 1932, an. Diese Phase der Gleichschaltung findet 1937 ihren Abschluss. Das gleichgeschaltete Verbandsleben selbst endet dann 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation des Reiches. Das fünfte Kapitel gibt einen kurzen Ausblick auf die Entwicklung nach Ende des „tausendjährigen Reiches“ in der neu gegründeten Bundesrepublik bis zur „Reorganisation“ der Polizeigewerkschaften um 1955. Das sechste und letzte Kapitel fasst die wesentlichen politologischen Erkenntnisse dieser Studie zusammen. Sie schließt mit einem Abkürzungs-/Quellen- und Literaturverzeichnis
97 Seiten
16,80 €

Inhalt

Inhalt:

1 Einleitung

2 Vor der Gleichschaltung: Die Ausgangssituation im Juli 1932

3 Rückblick: Die Vorgeschichte 1918 - 1932

3.1 Der „Verband Preußischer Polizeibeamten e.V.“
3.2 Die „Vereinigung der Polizeioffiziere Preußens e.V.“
3.3 Der „Verband der Schutzpolizeibeamten Preußens e.V.“

4 Die Gleichschaltung in Preußen und im Reich 1932 - 1945 … 41
4.1 Der „Kameradschaftsbund Deutscher Polizeibeamten e.V.“ (KdP)
4.2 Der „Reichsbund der Deutschen Beamten e.V.“ (RDB)

5 Ausblick: Vom Ende des Nationalsozialismus bis zur Reorganisation 1945 - 1955

6 Zusammenfassung

Abkürzungsverzeichnis

Quellen-/Literaturverzeichnis



Nadine Laue

Formierung der Ortspolizei Bremerhaven (1945 bis 1947) Die Durchsetzung einer kommunalen Struktur im Bundesland Bremen

ISBN 978-3-86676-295-4
Im Mai 1945 übernahmen die Amerikaner von den britischen Besatzungskräften die Enklave Bremen und damit auch die Verantwortung in Wesermünde und Bremerhaven. Ihre Aufgabe war neben der Verwaltung der Enklave unter anderem der Aufbau einer funktionsfähigen Verwaltung. Der Neuaufbau, auch der Polizei, orientierte sich an der Politik der vier D: Demokratisierung, Dezentralisierung, Demilitarisierung und Denazifizierung. Die Masterarbeit setzt sich mit der Umsetzung dieser Politik in der Bremerhavener Polizei in der Zeit von 1945 bis 1947 auseinander. Sie zeigt unter anderem auf, warum die Ortspolizeibehörde Bremerhaven heute die einzige noch existierende kommunale Polizei Deutschlands ist.
128 Seiten
19,80 €

Inhalt

Inhalt:

1. Einleitung

2. Forschungsstand und theoretischer Ansatz

3. Aufbau und Grenzen der Arbeit

4. Abschnitt A: Die Entwicklung an der Unterweser
4.1. Die Entstehung der Städte Bremerhaven und Wesermünde bis 1933
4.2. Polizei in Bremerhaven und Wesermünde bis 1933
4.3. Stadtentwicklung von 1933 bis 1945
4.4. Polizei während der NS-Zeit
4.5. NS-Terror in den Unterweserstädten
4.6. Judenverfolgung
4.7. Kriegsende in Wesermünde und Bremerhaven

5. Abschnitt B: Besetztes Land
5.1. Alliierte Verhandlungen/Besatzungspolitik
5.2. Amerikanische Besatzungszone
5.3. Enklave Bremen
5.4. Amerikaner in Bremerhaven/Wesermünde

6. Abschnitt C: Polizeiaufbau in Wesermünde/Bremerhaven
6.1. Dezentralisierung
6.1.1. Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde
6.1.2. Organisation der Polizei in Wesermünde
6.1.3. Verwaltungspolizei in Wesermünde
6.1.4. Polizei in Bremerhaven
6.2. Entmilitarisierung
6.2.1. Bewaffnung der Polizei
6.2.2. Uniform
6.2.3. Verhalten
6.3. Entnazifizierung
6.3.1. Entnazifizierung in der US-Zone
6.3.2. Entnazifizierung in Wesermünde
6.3.3. Entnazifizierung in der Polizei Wesermünde
6.3.4. Aufhebung der NS-Gesetzgebung
6.4. Demokratisierung
6.4.1. Demokratisierung in der US-Zone
6.4.1. Zuständigkeiten und Aufgaben der Polizei
6.4.2. Gewaltenteilung
6.4.4. Einstellungen und Personalbestand
6.4.5. Ausbildung
6.4.6. Weibliche Polizei
6.5. Verkehrssicherheitsarbeit in Wesermünde
6.6. überfall- und Verkehrsunfallkommando
6.7. Berichtwesen
6.7.1. Berichte an die Militärregierung im Detachment G1C2
6.7.2. Berichte an den Oberbürgermeister in Wesermünde
6.7.3. Tägliche Lagemeldungen/Kriminalitätsberichte

7. Abschnitt D: Kommunale Verwaltung
7.1. Gründung des Bundeslandes Bremen
7.1.1. Eigenständigkeit Wesermündes/Bremerhavens
7.1.2. Ortspolizeibehörde Bremerhaven
7.1.3. Stadtbremisches überseehafengebiet
7.2. Die Entwicklung der Ortspolizeibehörde Bremerhaven
7.2.1. Organisationsstrukturen
7.2.2. Zusammenarbeit mit der MP
7.2.3. Aufgaben und Zuständigkeiten
7.2.4. örtliche Zuständigkeit
7.2.5. Präventionsarbeit
7.2.6. Selbstverständnis
7.2.7. Corporate Design

8. Fazit

9. Abkürzungsverzeichnis
10. Literatur-/ Quellenverzeichnis