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Frauen die töten Eine empirische Untersuchung zur Phänomenologie weiblicher Tötungsdelinquenz in Hamburg: Polizeilich ermittelter Täterinnen im Zeitraum von 1990-2005

Esther Hornung

Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3-86676-446-0
Preis: 39,80 EUR
496 Seiten

Die Geschichte der Thematik „die Frau als „Mörderin“ reicht weit zurück. Seit Menschen-gedenken sind Tötungsdelikte durch Frauen bekannt. Bereits in der griechischen Mythologie werden Frauen beschrieben, die aus Rache, Habgier, Eifersucht oder Machtverlangen sich unliebsamer Nebenbuhlerinnen oder Nebenbuhlern entledigten sowie Tötungsdelikte zum Nachteil des eigenen Kindes begingen. Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch einer umfassenden Betrachtung der weiblichen Tötungskriminalität in Hamburg. Neben Intimiziden, Infantiziden oder Neonatiziden wurden auch Tötungsdelikte zum Nachteil eines anderen nahen Verwandten, einer bekannten oder unbekannten anderen Frau sowie die Tötung eines Mannes, ohne das es sich hierbei um eine intime Partnerschaft handelt, näher beleuchtet.

Inhalt: I. EINLEITUNG 1. ZUM STAND DER EMPIRISCHEN FORSCHUNG VON FRAUEN ALS TäTERINNEN VON TöTUNGSDELIKTEN 2. FORSCHUNGSLEITENDE FRAGEN II. ANNAHME UND ERKLäRUNGSANSäTZE ZUR FRAUENKRIMINALITäT: KRIMINOLOGISCHE THEORIEN–FRAGMENTE 1. BIOLOGISCH-ANTHROPOLOGISCHE ERKLäRUNGSANSäTZE 2. NEUERE BIOLOGISCHE ERKLäRUNGSANSäTZE 3. ROLLENTHEORIE 4. FEMINISTISCHE ANSäTZE 5. PSYCHOANALYTISCHER ANSATZ 6. THEORIE DER DIFFERENTIELLEN ASSOZIATION 7. MEHR-FAKTOREN-ANSäTZE 8. ZUSAMMENFASSENDE EINSCHäTZUNG DER ERKLäRUNGSANSäTZE ZUR FRAUENKRIMINALITäT III. HELLFELDDATEN INTERNATIONAL ZUR ALLG. FRAUENKRIMINALITäT UND ZUR TöTUNGSKRIMINALITäT 1. USA 2. AUSTRALIEN 3. SCHWEIZ 4. RUSSLAND 5. WELT 6. ZUSAMMENFASSUNG IV. HELLFELDDATEN NATIONAL UND REGIONAL ZUR ALLG. FRAUEN–KRIMINALITäT UND ZUR TöTUNGS–KRIMINALITäT 1. DIE AMTLICHEN STATISTIKEN 2. ENTWICKLUNG DER POLIZEILICH REGISTRIERTEN FRAUENKRIMINALITäT UND DER WEIBLICHEN TöTUNGSKRIMINALITäT AUF BUNDESEBENE, 1984-2013 3. ENTWICKLUNG DER FRAUENKRIMINALITäT UND WEIBLICHEN TöTUNGSKRIMINALITäT IN HAMBURG, 1984-2013 V. DETAILS DER PHäNOMENOLOGIE DER REGISTRIERTEN VORSäTZLICHEN TöTUNGSKRIMINALITäT HERANWACHSENDER UND ERWACHSENER TäTERINNEN IN HAMBURG IM ZEITRAUM VON 1990-2005 1. GEGENSTAND DER DATENERHEBUNG 2. DATENMATERIAL UND VORGEHENSWEISE 3. BESCHREIBUNG DES ERFASSTEN DATENMATERIALS VI. SCHLUSSFOLGERUNG ZUR VORSäTZLICHEN TöTUNGSKRIMINALITäT VON FRAUEN UND AUSBLICK






Alltagserleben in einer Zwangsgemeinschaft: Frauen in Haft

Sandra Schmidt

Erscheinungsjahr: 2021
ISBN: 978-3-86676-734-8
Preis: 38,90 EUR
597 Seiten

Schriftenreihe Polizei & Wissenschaft

Eine explorative Untersuchung zu subkulturellen Erscheinungsformen im Kontext ihrer Entstehungsbedingungen im Frauenstrafvollzug am Beispiel der Justizvollzugsanstalt für Frauen in Vechta/NI.

Inhalt:

Einleitung und Problemaufriss

1 Kapitel – Theoretischer Bezugsrahmen
1.1 Begriffsbestimmungen und Grundlagen
1.2 Forschungsstand zur Gefangenenkultur
1.3 Fragestellungen der Studie in der JVAfF

2 Kapitel – Methodologische Positionierung und methodische Zugänge
2.1 Auswahl der JVAfF als Erhebungsanstalt
2.2 Gefangenenpopulation der JVAfF zum Zeitpunkt der Studie
2.3 Interviewstudie

3 Kapitel – Untersuchungsergebnisse und Interpretation
3.1 Vorbemerkungen
3.2 Erste Relevanzsetzungen der Gesprächspartnerinnen
3.3 Situation (Teil I) – Die persönliche Situation der inhaftierten Frauen
3.4 Situation (Teil II) – Das Zusammenleben der inhaftierten Frauen
3.5 Schmerzen der Haft (Teil I) – Die ersten Tage in Gefangenschaft
3.6 Schmerzen der Haft (Teil II) – Prisonierungsprozess
3.7 Folge bzw. Reaktion – Das Unterleben im Frauengefängnis

4 Kapitel – Zusammenfassung der Kernbefunde und Handlungsempfehlungen
4.1 Zentrale Ergebnisse der Untersuchung
4.2 Gefängnisinsassinnenkultur-Mosaik
4.3 Methodendiskussion und Limitierungen der Studie
4.4 Kriminalpolitische Überlegungen und Schlussfolgerungen

Fazit






Patiententötung Hintergründe, Motive und Konsequenzen für die Patientensicherheit

Carina J.M. Englert & Dietmar Heubrock

Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-86676-482-8
Preis: 18,90 EUR
48 Seiten

Dieses Manual setzt sich damit auseinander, welche Motive und/oder welche Umstände hoch qualifiziertes Pflegepersonal dazu veranlassen, ihnen anvertraute Patienten durch eigenes rationales Handeln entweder gezielt zu töten, oder deren Tod durch bewusste aktive Handlungen willentlich und wissentlich in Kauf zu nehmen. Es wird dargestellt, welche Dynamik diesem Handeln zugrunde liegt und welche Faktoren dazu geeignet sind, ein solches Handeln auszulösen. Dabei wird analysiert, welchen Einfluss die individuellen Charaktereigenschaften der handelnden Personen haben und welche Rolle dabei Umstände, wie die Situation am Arbeitsplatz, aber auch die persönliche Lebenssituation, spielen.

Die Verfasser, eine in der Intensivpflege erfahrene Gesundheits- und Krankenpflegerin und Psychologin, und ein national und international ausgewiesener Kriminalpsychologe, haben sich mit der Dynamik und den verschiedenen Facetten von Patiententötungen eingehend auseinandergesetzt. Ihre Ergebnisse und Erkenntnisse konnten sie in Fortbildungen für Klinikleitungen und –personal sowie auch durch fallbezogenen Beratungen bei Verdachtsfällen einbringen. Das vorliegende Manual soll nunmehr auch die polizeiliche Ermittlungs- und Präventionsarbeit unterstützen – sei es durch Hinweise auf für Patiententötungen charakteristische Motiv- und Lebenslagen der Täter oder durch die Zusammenarbeit in Präventionsteams zur Verbesserung der Patientensicherheit in Kliniken.

Inhalt Einleitung I Begriffsbestimmungen – Sterben, Sterbehilfe und Töten in der Klinik II Tatmotive 1. überforderung 2. Mitleid 3. Habgier 4. Geltungssucht III Täterprofile IV Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit 5. Mitarbeiterbezogene Massnahmen 5.1 Fort- und Weiterbildung 5.2 Debriefing 5.3 Curricular änderungen in der Pflegeausbildung 6. Organisatorische Massnahmen im Klinikbetrieb 6.1 Qualifizierte Leichenschau 6.2 Kontrolle des Medikamentenverbrauchs 7. Technische Massnahmen V Fallbeispiel Literatur Glossar






Menschenhandel – Frauen als Täterinnen Eine qualitative Analyse von Strafverfahrensakten

Ruth Sapelza

Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-86676-526-9
Preis: 26,90 EUR
299 Seiten

Studien sprechen von einer überdurchschnittlichen weiblichen Tatbeteiligung am kriminellen Unternehmen Menschenhandel im Vergleich zur weiblichen Partizipation am kriminellen Gesamtgeschehen. Die Tatsache, dass dem Thema in Deutschland in gesellschaftlicher, medialer, politischer sowie wissenschaftlicher Hinsicht kaum Aufmerksamkeit zuteilwird, war Hauptmotivation für die Erstellung dieser soziologisch-kriminologischen Arbeit. Es wird die Frau als Täterin, Mittäterin oder Beihilfe leistende Täterin bei Straftaten im Zusammenhang mit Menschenhandel sowie der justizielle Umgang mit ihr untersucht. In die explorative, komparative Auswertung fließen die Daten von 93 in den Jahren 2009-2013 in Nordrhein-Westfalen abgeschlossenen, Menschenhandel (§§ 232, 233, 233a StGB a. F.) betreffenden Strafverfahrensakten ein. Es werden tiefere Einblicke in die Struktur und Funktionsweise der kriminellen Netzwerke erlangt: die Erkenntnisse beziehen sich auf geschlechtsspezifische Unterschiede oder Gemeinsamkeiten in den Zugangsmechanismen und Gelegenheitsstrukturen sowie der Tatbegehung. Bei Betrachtung der staatsanwaltschaftlichen und richterlichen Entscheidungen werden rollen- und geschlechtsspezifische sowie klischeehafte, moralische Bewertungen von Täter/-innen und deren Opfern ersichtlich.

Inhalt:


Vorwort  

1 Einleitung  

2 Begrifflichkeiten und rechtliche Regelungen 
2.1 Begrifflichkeiten 
2.1.1 Menschenhandel 
2.1.2 Menschenhandel und Prostitution 
2.1.3 Menschenhandel und Organisierte Kriminalität 
2.2 Internationale und nationale Rechtsakte 
2.2.1 Zusatzprotokoll der Vereinten Nationen vom 15. November 2000 
2.2.2 Rahmenbeschluss 2002/629/JI vom 19. Juli 2002 
2.2.3 37. Strafrechtsänderungsgesetz vom 11. Februar 2005 
2.2.4 Richtlinie 2011/36/EU vom 15. April 2011 
2.3 Zusammenfassung 

3 Statistische Befunde und empirische Erkenntnisse 
3.1 Menschenhandel im Spiegel von polizeilicher und justizieller Statistik 
3.1.1 Polizeiliche Kriminalstatistik 
3.1.2 Zweiter Periodischer Sicherheitsbericht 
3.1.3 Bundeslagebild Menschenhandel 
3.1.4 Strafverfolgungsstatistik
3.1.5 Strafvollzugsstatistik 
3.2 Ausgewählte Studien Deutschland 
3.2.1 Herz & Minthe (2006) 
3.2.2 Kallinger (2007) 
3.2.3 Helfferich, Kavemann & Rabe (2010) 
3.2.4 BMAS & KOK e. V. (2011) 
3.3 Ausgewählte Studien International
3.3.1 Denisova (Ukraine, 2001) Menschenhandel 
3.3.2 Zhang et al. (China/ USA, 2007) Menschenschmuggel 
3.3.3 Siegel & de Blank (Niederlande, 2010) Menschenhandel 
3.3.4 Beare (Kanada, 2010) Organisierte Kriminalität 
3.3.5 Van San (Curaçao / Niederlande, 2011) Drogenhandel 
3.3.6 Bailey (Barbados / Niederlande, 2013) Drogenhandel 
3.3.7 Dino (Italien, 2013) Mafia 
3.3.8 Kleemans et al. (Niederlande, 2014) Transnationale Organisierte Kriminalität 
3.3.9 Siegel (Niederlande, 2014) Transnationale Organisierte Kriminalität 
3.4 Zusammenfassung 

4 Eigene empirische Untersuchung 
4.1 Datenerhebung 
4.1.1 Das Strafverfahren und die Verfahrensakten 
4.1.2 Feldzugang, Sampling und Erhebung 
4.1.3 Forschungsinteresse und Zielsetzung der Untersuchung 
4.2 Datenauswertung 
4.3 Darstellung der Ergebnisse
4.3.1 Merkmale der Tatverdächtigen und der verfolgten Straftaten 
4.3.2 Staatsanwaltschaftliche Entscheidungen 
4.3.3 Richterliche Entscheidungen 
4.4 Zusammenfassung 

5 Theoretische Einordnung der Befunde 
5.1 Strukturelle Bedingungen, Handlungen und Zugangsmechanismen 
5.1.1 Intersektionalität sozialer Strukturkategorien 
5.1.2 Ökonomische Marginalisierung und Viktimisierung 
5.1.3 Gelegenheitsstruktur, Vermittlung und soziale Einbettung 
5.1.4 Entscheidungsprozesse und Motive 
5.2 Rollen- und geschlechterstereotype richterliche Bewertung 
5.3 Zusammenfassung 

6 Fazit und Empfehlungen, kritische Betrachtung, Ausblick 
6.1 Fazit und Empfehlungen 
6.2 Kritische Betrachtung der Untersuchung 
6.3 Ausblick 

Anhang






Neonatizid eine Einzelfallrekonstruktion zum Phänomen der Neugeborenentötung

Sandra Hahn & Lisa Maldener

Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3-86676-466-8
Preis: 22,90 EUR
159 Seiten

Immer mehr Taten von Neugeborenentötungen (Neonatizid) gelangen medial in den Blickpunkt, sodass der Eindruck entstehen kann, dass diese Delikte einen Anstieg verzeichnen. Dies kann statistisch allerdings nicht belegt werden. Auffällig ist jedoch die Besonderheit, dass bei dem Phänomen des Neonatizides fast ausschließlich Frauen als Täter festgestellt werden. Doch was muss passieren, dass eine Mutter in der Lage ist und keinen anderen Ausweg sieht, als ihr eigenes ›Fleisch und Blut‹ unmittelbar nach der Geburt zu töten?
Um diese Frage zu beantworten wurde von den Autorinnen innerhalb einer qualitativen Arbeit ein Einzelfall rekonstruiert. Die Kindsmutter hat ihr Neugeborenes unmittelbar nach der Geburt im Schnee ausgesetzt, was den Tod des unbekleideten Säuglings zur Folge hatte. Anschließende Gutachten und Vernehmungen, wie z.B. die der Eltern der Kindsmutter sowie ihres Freundes, welche die Schwangerschaft nicht bemerkt haben wollen, wurden hierfür analysiert.
Daraus resultierende Ergebnisse können sowohl im Kontext (kriminal)polizeilicher Ermittlungsarbeit herangezogen werden als auch zur Erkenntnisgewinnung in Bezug auf Fragen von sozialwissenschaftlicher Relevanz beitragen. Mittels der Analyse unterschiedlicher Vernehmungen und Gutachten kann das Tathandeln in Bezug auf die Abgrenzung einer negierten oder nicht bemerkten Schwangerschaft herausgestellt werden, was nicht nur für die polizeilichen Ermittlungen von Interesse ist. Auch können diese Aspekte im Vorhinein einer derartigen Tat von Nutzen sein, wenn die negierte Schwangerschaft als Risikofaktor in der Gesellschaft bekannt und wahrgenommen wird.

Inhalt VORWORT EINFüHRUNG – ZUM ANLIEGEN DER STUDIE 1. PHäNOMENOLOGIE 1.1 Eine Begriffsdiskussion 1.2 Erscheinungsformen des Neonatizids 1.2.1 Zur aktiven Form der Tatbegehung 1.2.2 Zur passiven Form der Tatbegehung 1.2.3 Die Abgrenzung zur Aussetzung eines Säuglings 1.2.4 Die Angaben der Kindsmutter und die objektiven Daten der rechtsmedizinischen Gutachten – ein Vergleich 1.2.5 Zur Auffindesituation der Neugeborenen 2. ZUR MOTIV- UND URSACHENFORSCHUNG: NEGIERTE SCHWANGERSCHAFT 2.1 Entstehung und Verlauf einer negierten Schwangerschaft 2.2 Zur Differenzierung zwischen Verdrängung und Verheimlichung 3. DIE GELTENDE RECHTSLAGE IN DEUTSCHLAND 3.1 Zum strafrechtlichen Beginn des ›Menschseins‹ – eine Abgrenzung zu den Vorschriften des Schwangerschaftsabbruchs gemäß §§ 218 ff. StGB 3.2 Zur Abschaffung des Sondertatbestands der Kindstötung gem. § 217 StGB 3.3 Gegenwärtige Rechtslage und Strafmaß 3.4 Rechtsmedizinische Erkenntnisse und Vorgehen bei Verdacht auf Neonatizid 3.4.1 Feststellung des Neugeborenseins 3.4.2 Feststellung der Reife und der Lebensfähigkeit des Säuglings 3.4.3 Feststellung des Gelebthabens des Neugeborenen 3.4.4 Feststellung der Todesursache des Kindes 4. HANDLUNGSALTERNATIVEN – EINE WIRKSAME OPTION ODER DIE ERöFFNUNG EINER GESETZESWIDRIGEN HANDLUNG? 4.1 Die anonyme Geburt 4.2 Die vertrauliche Geburt 4.3 Babyklappen 4.3 Rechtliche Bewertung der Handlungsalternativen Babyklappen und anonymen Geburten 4.4 Bilanzierung vorliegender Erkenntnisse im Kontext von Handlungsalternativen 5. ZUM DELIKT DES NEONATIZIDS IN DER PRAXIS – EINE EINZELFALLSTUDIE 6. DATENSCHUTZ 7. FORSCHUNGSDESIGN – ZUR LOGIK DER METHODISCHEN VORGEHENSWEISE 8. ANALYSE DES AUSDRUCKSMATERIALS 8.1 Ereignisschilderung 8.2 Analyse der objektiven Daten 8.3 Analyse des transkribierten Notrufs 8.4 Analyse der Vernehmung des Kindsvaters sowie Freund der Kindsmutter 8.5 Analyse der Vernehmung des Vaters der Kindsmutter 8.6 Analyse der Vernehmung der Mutter der Kindsmutter 8.7 Analyse des Gutachtens der Kindsmutter 8.8 Informationen zum Obduktionsbericht des toten Säuglings 9. REKONSTRUKTIONSLOGISCHE GESAMTINTERPRETATION – ZUSAMMENFASSUNG DER EMPIRISCHEN ERGEBNISSE 10. FAZIT QUELLENVERZEICHNIS






Policing Diversity Über den Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt innerhalb und außerhalb der Polizei

Benjamin Schmidt & Thomas Feltes (Hrsg.)

Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 978-3-86676-426-2
Preis: 24,90 EUR
284 Seiten

Die Begriffe Diversity und Diversitymanagement zählen zu den Schlagworten einer modernen Gesellschafts- und Personalpolitik. Diversität bezieht sich innerhalb dieses Sammelbandes auf Debatten rund um den Umgang mit Kategorien wie Geschlecht, Migration, Alter, Personen mit psychischen Störungen, Fan- und Ultragruppen. Der Band fokussiert dabei nicht nur den polizeilichen beziehungsweise staatlichen Umgang mit Teilgruppen der Gesellschaft, sondern stellt unter anderem auch auf den innerorganisationellen Umgang mit Vielfalt ab. Neben einem grundlegenden Beitrag zur Bestimmung der Polizeiwissenschaft auf Basis der Begrifflichkeit des Polizierens, setzen sich die Autoren in ihren Beiträgen unter anderem mit der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Polizei sowie dem Umgang strafrechtlicher Kontrollinstanzen mit abweichendem Verhalten von Mädchen und Frauen auseinander. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit den Themen „Ethnic Profiling“, aus dem Blickfeld der Forschung und den Schwierigkeiten rund um die kommunale Integrationspolitik in Zeiten zunehmender Einwanderung. Die Auswirkungen einer alternden Gesellschaft auf die Polizei und das Polizieren, als auch der erforderliche spezielle Umgang mit Kindern in polizeilichen Vernehmungen, werden im vorliegenden Band ebenso thematisiert, wie der polizeiliche Umgang mit psychisch auffälligen Personen. Zudem wird ein analytischer Vergleich zwischen Fan- und Ultragruppen sowie Hooligans im Fußball unternommen.

Inhalt: Vorwort Jo Reichertz und Thomas Feltes Polizieren und Polizeiwissenschaft Die Herstellung und Gewährleistung innerer Sicherheit Umgang mit geschlechtsspezifischen Aspekten Debora Gillessen Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Polizei Pilotierung eines Gendertrainings mit Polizeinachwuchskräften Ruth Sapelza Frauenbonus? Frauenmalus? Der Gender-Gap und der Umgang strafrechtlicher Kontrollinstanzen mit abweichendem Verhalten von Mädchen und Frauen Umgang mit Migration und ethnischen Minderheiten Benjamin Schmidt „Ethnic Profiling“ in Deutschland – Eine (vermeintliche) polizeiliche Praxis im Blickfeld der Forschung More Research is needed! Karl Kipping Kommunale Integrationspolitik Neue interkulturelle Semantik oder strategische Orientierung Umgang mit altersspezifischen Aspekten Kevin Komolka Auswirkungen demographischer Bevölkerungsentwicklung auf die Arbeit der Polizei Lena Jordan Strukturierte Anhörung von Kindergartenkindern im polizeilichen Kontext Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zur Evaluation der Anwendbarkeit einer kindgerechten Version der Karten zur strukturierten Vernehmung Umgang mit psychisch auffälligen Personen Martin Thüne Zum polizeilichen Umgang mit psychisch gestörten Personen Umgang mit Fan- und Ultrakultur Kirsten Höpfner Der Weg des Andersseins Eine komparative Analyse zwischen Hooligans, Ultras und Fans






Männer als Opfer von häuslicher Gewalt Die Problematik fehlender Hilfe und Sensibilisierung in der Gesellschaft

Lotte Fuhrmann

Erscheinungsjahr: 2019
ISBN: 978-3-86676-580-1
Preis: 9,80 EUR
54 Seiten

Laut dem Bundeslagebild des BKA sind ungefähr 18% aller Opfer von Beziehungstaten männlich. Dunkelfeldstudien aus Deutschland und im Ausland ergaben einen weitaus höheren, wenn auch unterschiedlich groß ausfallenden männlichen Opferanteil. Diese Gewalt gegen Männer wird von Frauen häufig in psychischer Form angewendet. Dabei ist die Form des häuslichen Terrors sehr verbreitet. In der Arbeit wird vor allem der gesellschaftliche Umgang mit dieser Opfergruppe herausgearbeitet und wie dieser entstanden ist. Außerdem wird die aktuelle Hilfssituation für betroffene Männer aufgezeigt und auf Lücken in der Präventionsarbeit
hingewiesen.

Inhalt:

1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Aufbau
1.2 Methode

2. Die historische und gesellschaftliche Einordnung häuslicher Gewalt
2.1 Der historische Kontext zur Paargewalt
2.2 Wahrnehmung der Paargewalt mit der Frauenbewegung
2.3 Die gesellschaftliche Stellung der Frau

3. Das Phänomen Paargewalt mit männlichen Opfern
3.1 Gewaltformen in Paarbeziehungen
3.1.1 Situative Paargewalt und häuslicher Terror
3.1.2 Beiderseitige Paargewalt
3.1.3 Weibliche Gewalt
3.2 Hellfelddaten – Lagebilder der Polizeien
3.2.1 Lagebild zur häuslicher Gewalt in Hessen (2017)
3.2.2 Bundeslagebild – Partnerschaftsgewalt
3.3 Erkenntnisse aus Dunkelfeldstudien

4. Der gesellschaftliche Umgang mit männlichen Opfern häuslicher Gewalt
4.1 Das Schweigen der Männer
4.2 (Fehlende) Prävention und Hilfsangebote
4.3 Der heutige Mythos: häusliche Gewalt ist Männergewalt

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis






Generation Z: Hat die Kriminalpolizei ein Nachwuchsproblem? Eine empirische Untersuchung im ZKD Hannover

Frank-Holger Acker

Erscheinungsjahr: 2021
ISBN: 978-3-86676-686-0
Preis: 24,90 EUR
185 Seiten

Schriftenreihe Polizei & Wissenschaft

Die Polizei steht als Arbeitgeber bereits seit einigen Jahren in direkter Konkurrenz zur freien Wirtschaft. Die Tatsache, dass in den meisten Bundesländern das Abitur eine Zugangsvoraussetzung ist, verengt den Kreis möglicher Bewerberinnen und Bewerber weiter.

Gleichzeitig veränderten sich Selbstverständnis und Anspruch der Menschen, die neu in den Arbeitsmarkt eintreten. Gemäß dem Generationenkonzept sind junge Männer und Frauen heutzutage nicht nur als Digital Natives mit den technologischen Veränderungen der letzten Jahre aufgewachsen und sozialisiert, sondern haben auch andere Vorstellungen von Berufs- und Lebensplanung als ältere Generationen.

Innerhalb der Organisation konkurrieren verschiedene Verwendungsbereiche um den polizeilichen Nachwuchs. Wer in Niedersachsen den Beruf der Polizeibeamtin bzw. des Polizeibeamten ergreift, kann nach dem Studium ebenso in der Bereitschaftspolizei wie dem Einsatz- und Streifendienst oder der Kriminalpolizei Verwendung finden.

Die vorliegende Monografie dokumentiert einen mehr als sechsmonatigen Forschungsprozess. Mit Hilfe von quantitativen und qualitativen Methoden wurde untersucht, wie Studierende den Ermittlungsbereich wahrnehmen und ob die Kriminalpolizei unter Berücksichtigung der sich verändernden Umstände ein Nachwuchsproblem hat.

Inhalt:

1. Einleitung

2. Auftrag und Forschungseinstieg
2.1 Übersicht zum bisherigen Kenntnisstand
2.2 Forschungseinstieg in Feldphase I:
2.3 Forschungseinstieg in Feldphase I: Ergebnisse
2.4 Forschungseinstieg in Feldphase I: Ergebnisse SB-
2.5 Befragung Studierende PA und weitere Schritte

3. Feldphase II: Fragebogenerstellung
3.1 Verteilung der Generationen im ZKD Hannover Stand Juli 2020
3.2 Interviewleitfaden Kommissariatsebene und
3.3 Fragebogenerstellung Befragung Mitarbeiterebene ZKD
3.4 Fragebogenerstellung Befragung Studierende Polizeiakademie

4. Feldphase II: Ergebnisse Interviews K-Ebene
4.1 Themenblock I: Das Kommissariat ist attraktiv
4.2 Themenblock II: Die neue Generation ist anders
4.3 Themenblock III: Wechsel in den Ermittlungsdienst
4.4 Zusammenfassung Auswertung Interviews K-Leitungsebene

5. Feldphase II: Auswertung Mitarbeiterebene ZKD
5.1 Beschreibung der Daten
5.2 Auswertung Themenblock I
5.3 Auswertung Themenblock II
5.4 Auswertung Themenblock III
5.5 Zusammenfassung Auswertung Befragung Mitarbeiterebene ZKD

6. Feldphase II: Auswertung Befragung Studierende
6.1 Beschreibung der Daten
6.2 Auswertung Themenblock I
6.3 Auswertung Themenblock II
6.4 Auswertung Themenblock III
6.5 Zusammenfassung Auswertung Befragung Studierende

7. Resümee und Ausblick

Literatur
Abkürzungsverzeichnis






Schwere Gewalt gegen Kinder

Rita Steffes-enn & Jens Hoffmann (Hrsg.)

Erscheinungsjahr: 2010
ISBN: 978-3-86676-113-1
Preis: 14,80 EUR
133 Seiten

Risikoanalyse und Prävention

Schwere Gewalttaten gegen Kinder geschehen oft durch Eltern oder andere nahe stehende Personen. Der vorliegende Band versammelt Beiträge von Experten, die nicht alleine wissenschaftlich, sondern auch praxisnah tätig sind. So wird eine vielschichtige Sicht auf das Phänomen „Schwere Gewalt gegen Kinder“ ermöglicht und das neueste Fachwissen sowie Handlungsansätze für die Praxis vorgestellt.

Das Buch richtet sich an Fachleute unterschiedlichster Disziplinen, die mit der Risikoanalyse und der präventiven Arbeit befasst sind, um schwere Gewalttaten gegen Kinder zu verhindern. Es geht um das Erkennen, Einschätzen und Entschärfen von Risikosituationen.

Inhalt Risiko- und Schutzfaktoren bei Kindeswohlgefährdung/Kindesmisshandlung Günther Deegener Wenn Eltern ihre Kinder töten – Ein überblick über den gegenwärtigen Kenntnisstand Justine Glaz-Ocik & Jens Hoffmann Frauen als Täterinnen Nahlah Saimeh Familizid - Kinder als weitere Opfer bei Tötungsdelikten durch Intimpartner Jens Hoffmann & Justine Glaz-Ocik Neutralisierung und Täterschaft Rita Steffes-enn Interdisziplinäres Fallmanagement zur Frühesterkennung von Hochrisiko-Familien Wilfried Kratzsch






Die Polizei - Auf der Suche nach rationaler Sicherheit - Eine Organisationsanalyse der polizeilichen Präsenz in Großstädten

Tim Eichler

Erscheinungsjahr: 2018
ISBN: 978-3-86676-534-4
Preis: 24,90 EUR
250 Seiten

Schriften zur Empirischen Polizeiforschung

Die Studie stellt die Frage, ob Steuerungskonzepte für die Polizei passend sind, wie die Organisation mitunter eher kreativ damit umgeht und welche Effekte erzielt werden können. Auf der Grundlage von vergleichenden Fallstudien zu polizeilichen Präsenzkonzepten in fünf nordrhein-westfälischen Polizeibehörden arbeitet sie unter Nutzung des Konzepts des organisational-motiverten Handelns diverse Defekte der polizeilichen Verwaltungsmodernisierung heraus und hinterfragt, ob die Vorstellung der rationalen Steuerung nicht eher ein Mythos sei. Es wird dargestellt, wie die sozialkonstruktivistische Vorstellung von Sicherheit mit einer überkomplexen gesellschaftlichen Wertung und eine aus der polizeipraktisch gedeuteten und unterkomplexen Vorstellung von Sicherheitsproduktion konflikthaft aufeinanderprallen. Die Studie liefert einen wichtigen Beitrag für die verwaltungswissenschaftliche Analyse der Polizeiarbeit und deren Steuerung.

Inhalt 


1. Einleitung
1.1 Problemstellung 
1.2 Erkenntnisinteresse und Fragestellung 
1.3 Methode und Theoriebezug 
1.4 Aufbau der Arbeit 

2. Bezugspunkte polizeilicher Modernisierung 
2.1 New Public Management und die Kriminologie 
2.1.1 New Public Management 
2.1.2 Kriminologische Eingrenzung 
2.2 Politische Gesellschaftssteuerung 
2.2.1 Planung, Steuerung und Governance 
2.2.2 Gesellschaftsbegriffe 

3. Organisational-motiviertes Handeln 
3.1 Organisationen zwischen Handeln und Struktur 
3.2 Legitimität und lose Kopplung in Organisationen 
3.3 Die Individuen in Organisationen 
3.4 Organisational-motivierter Ansatz in der Polizei NRW 

4. Die empirische Untersuchung 
4.1 Fallauswahl und Feldzugang 
4.2 Natürliche qualitative Daten 
4.3 Interviews 
4.4 Auswertung und Kategoriebildung 

5. Behördenanalysen 
5.1 Neue Führung und Steuerung der Polizei NRW 
5.2 Krefeld: Kommunalpolitische Erwartungen und polizeiliches Handeln 
5.3 Duisburg: Rockerprobleme und realistische Ziele 
5.4 Essen: Beschwerden, ein neuer Ansatz und Ernüchterung 
5.5 Düsseldorf: Image und Diebstahl hinter der Uniform 
5.6 Dortmund: Ein Toter in München und das Sicherheitsgefühl 

6. Prozessorientierte Analyse des Handelns der Polizei 
6.1 Problemdefinition und Schwerpunktsetzung 
6.2 Ziele, intendierte Wirkungen und Messungen 
6.3 Das Handeln und die Darstellung 
6.4 Dimensionen einer defekten Verwaltungsmodernisierung 
6.4.1 Erste Dimension - Messung 
6.4.2 Zweite Dimension - Schwerpunkt 
6.4.3 Dritte Dimension - Strategie 
6.4.4 Vierte Dimension – Kooperation 

7. Schlussbetrachtung 
7.1 Defekte der polizeilichen Verwaltungsmodernisierung 
7.2 Theoretischer Blickwinkel 
7.3 Umgang mit den Erkenntnissen 

Literaturverzeichnis
Quellenverzeichnis