Jessica Peters

Frauenhass 2.0: Ursachen, Manifestationen und die Rolle der Incel-Bewegung als Katalysator für radikale Einstellungen und Gewalt gegenüber Frauen

ISBN 978-3-86676-978-6
Frauenhass, antifeministische Ideologien und digitale Radikalisierung sind längst keine Randphänomene mehr. In sozialen Netzwerken, Foren und Online-Communities entstehen Räume, in denen sich Frustration, Feindbilder und Gewaltfantasien gegenseitig verstärken – oft mit realen gesellschaftlichen Folgen.

Diese Untersuchung beschäftigt sich mit den Mechanismen moderner Misogynie und der Frage, wie digitale Räume zur Verbreitung und Normalisierung antifeministischer Narrative beitragen. Im Fokus steht dabei die Incel-Bewegung als Beispiel für eine Onlinekultur, in der soziale Isolation, ideologische Radikalisierung und Gewaltpotenzial eng miteinander verwoben sind. Die Verbindung soziologischer, kriminologischer und sicherheitspolitischer Perspektiven zeigt, warum misogyn motivierte Gewalt noch immer unterschätzt wird. Gleichzeitig analysiert die Arbeit historische Kontinuitäten patriarchaler Machtordnungen, digitale Radikalisierungsprozesse und Defizite in der sicherheitsbehördlichen Erfassung antifeministisch motivierter Straftaten. Empirische Fallanalysen verdeutlichen zudem, wie individuelle Kränkung in kollektive Feindbilder und reale Gewalt übersetzt werden. Hierdurch werden die Herausforderungen aufgezeigt, die sich daraus für demokratische Gesellschaften, Sicherheitsbehörden und den öffentlichen Diskurs ergeben.

Ein fundierter Beitrag zur aktuellen Debatte über Antifeminismus, digitale Radikalisierung und die sicherheitspolitische Relevanz moderner Misogynie.
180 Seiten
32,90 €

Inhalt

Inhalt:



1 Einleitung



2 Soziologische Perspektiven auf Gesellschaft und Geschlecht


2.1 Historische und kulturelle Entwicklung von Geschlechterrollen

2.2 Sozialisation und Geschlechterstereotype

2.3 Feminismus und Antifeminismus im gesellschaftlichen Kontext und die Interaktion mit gruppenbezogener Feindlichkeit



3 Frauenhass als gesellschaftliches Phänomen

3.1 Ursachen und Formen von Frauenhass auf verschiedenen Ebenen sowie behördliche Erfassungspraktiken

3.2 Manifestationen von Antifeminismus: Vom Alltagssexismus zur Radikalisierung – relevante Theorien und Erklärungsansätze

3.3 Die Rolle sozialer Medien bei der Verbreitung von Frauenhass und Übergang zu extremistischer Gewalt



4 Die Incel-Bewegung als Form des radikalen Frauenhasses

4.1 Ursprung, Entwicklung und zentrale Narrative der Incel-Ideologie

4.2 Typologien innerhalb der Bewegung und digitale Kommunikationsräume

4.3 Die deutsche Incel-Szene

4.4 Radikalisierungsprozesse und Gewaltpotenzial der Incel-Community

4.5 Kriminologische Perspektiven

4.6 Fallbeispiele: Von der Online-Radikalisierung zu realen Taten

4.6.1 Elliot Rodger, 2014, USA

4.6.2 Alek Minassian, 2018, Kanada

4.6.3 Jake Davison, 2021, England/ Großbritannien

4.6.4 Stephan Balliet, 2019, Deutschland

4.6.5 Weitere Taten und Täter anhand der erarbeiteten Fallstruktur

4.7 Analyse wiederkehrender Muster und vergleichende Bewertung



5 Einordnung und Diskussion der sicherheitspolitischen Relevanz des Phänomens in Deutschland

5.1 Unsichtbare Gefahr? Die polizeiliche Erkennung Incel-bezogener Straftaten in Deutschland

5.2 Herausforderungen bei der Identifizierung und strafrechtlichen Verfolgung antifeministischer Hasskriminalität im digitalen Raum

5.3 Reflexion und praxisorientierte Ansätze



6 Fazit und Ausblick



Literaturverzeichnis



Martin H. W. Möllers

Reformen zur Sicherheitslage und ihr Scheitern

ISBN 978-3-86676-881-9
Reihe Öffentliche Sicherheit – Band 9

Die Sicherheitslage wird nicht nur durch Terroranschläge bedroht, wie wir sie besonders erschreckend seit dem 11. September 2001 (9/11) in den USA, aber auch schon früher in Deutschland erfahren mussten. Man denke nur an den „Deutschen Herbst“ im September und Oktober 1977, der in der Bundesrepublik Deutschland durch die Terrorwelle der linksextremen Roten Armee Fraktion (RAF) geprägt war. Andere europäische Staaten hatten sich mit ähnlich gesinnten Terrorgruppen in ihrem Land auseinanderzusetzen. Aber die Sicherheitslage wird auch durch Schwächung wichtiger demokratischer und rechtsstaatlicher Institutionen bedroht, etwa wenn das Bundesverfassungsgericht total überlastet ist und dadurch die Krönung des Rechtsstaats auf der Strecke bleibt, oder wenn Sicherheitsbehörden bei Kriminalitätsphänomenen glauben, ohne neue Maßnahmen zur Verbrechensbekämpfung nicht auskommen zu können.
Die öffentliche Sicherheit gefährdenden Ereignisse lösen von den Medien getriebene politische Diskussionen in der deutschen Gesellschaft aus. In deren Folge entwickeln sich in der Politik Reformvorschläge zur „Verbesserung“ der Sicherheitsarchitektur. Diese landen oftmals vor das Bundesverfassungsgericht. Manchmal scheitern sie aber auch schon im Vorfeld, weil sie in den Medien einen enormen Widerhall finden und widerstreitende Akteure die Reformen bereits zerreden. Solche Reformvorschläge seit Ende der 1990er Jahre greift der Band anhand konkreter Ereignisse auf.

Der Band behandelt folgende Ereignisse:
• Januar 1998: Die „Benda-Kommission“ präsentierte ihren Bericht zur Entlastung des BVerfG.
• Ende 2001: Veröffentlichung der ersten PISA-Ergebnisse mit schlechtem Abschneiden Deutschlands.
• Oktober 2002: Einem Kindesentführer wurde Schmerzzufügung durch die Polizei angedroht.
• März 2003: Das BVerfG wies die Anträge zum Parteiverbot der NPD zurück.
173 Seiten
32,90 €

Inhalt

Inhalt:



Reformvorschläge zur Sicherheitslage in Deutschland seit Ende der 1990er Jahre – eine Einführung



Die Reformvorschläge der Benda-Kommission zur Entlastung des Bundesverfassungsgerichts von 1998 und ihre Wirkungen



PISA und Polizei – Zur Lesekompetenz im Hochschulstudium als Schlüsselqualifikation für den Polizeiberuf



Die Abwägung der Menschenwürde beim Folterverbot, beim Lauschangriff und Abhörurteil, bei der Luftsicherheit und der Einführung des neuen Gefahrenbegriffs ,drohende Gefahr‘



Keine Freiheit den Feinden der Freiheit – Instrumente wehrhafter Demokratie in der Praxis



Martin H. W. Möllers/ Robert Chr. van Ooyen

Polizeiwissenschaft und Akademisierung der Polizei

ISBN 978-3-86676-791-1
Reihe Öffentliche Sicherheit – Band 1

Braucht Polizei Forschung und Akademisierung?
Was ist überhaupt Polizeiwissenschaft?
Warum stoßen Akademisierung und Forschung gerade bei Polizeien auf Hindernisse?
Wieso sind ausgerechnet das Verfassen einer Diplom- oder Bachelorarbeit und die Lesekompetenz Schlüsselqualifikationen für eine zeitgemäße Ausübung des Polizeiberufs?

Diesen Fragen wird in den folgenden Kapiteln nachgegangen:
• Polizeiwissenschaft und CEPOLExpertenkommission
• Polizeiwissenschaft in Deutschland
• Einführung der Diplomarbeit an der Hochschule der Bundespolizei
• Lesekompetenz im Studium als Schlüsselqualifikation
• Resolution Polizei und Forschung
• Wissenschaftsrat und Akkreditierung der DHPOL
127 Seiten
24,90 €

Inhalt

Inhalt:



Einleitung und Einführung



Robert Chr. van Ooyen

Anmerkung zur Definition ,Polizeiwissenschaft‘ der CEPOL-Expertenkommission



Martin H. W. Möllers

,Polizeiwissenschaften‘ als eigenständige Disziplin – historische Entwicklung und Bedeutung

1 Einleitung zur Thematik

2 Geschichtliche Entwicklung der Polizei und der Polizeiwissenschaften

2.3 Kein Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg

2.4 Polizeiwissenschaften in der Bundesrepublik Deutschland

3 Polizeiwissenschaften als eigenständige wissenschaftliche Disziplin

4 Ausblick

Literatur



Robert Chr. van Ooyen

Polizeiwissenschaft in Deutschland – und ein deutscher Polizeiwissenschaftler



2. Polizeiwissenschaften in der Polizeihochschul-(Aus-)Bildung



Martin H. W. Möllers

Braucht die polizeiliche Praxis eine Bachelor- oder Diplomarbeit? – Das Beispiel Einführung der Diplomarbeit an der Hochschule der Bundespolizei

1 Einleitung

2 Gehirnaufbau I: Erweiterung des technischen Wissens

3 Gehirnaufbau II: Erweiterung des vorhandenen Sachwissens

4 Die Einführung der Diplomarbeit am Fachbereich Bundespolizei der HS Bund

Literatur



Martin H. W. Möllers

PISA und Polizei – Zur Lesekompetenz im Fachhochschulstudium als Schlüsselqualifikation für den Polizeiberuf

1 Das ,Programme for International Student Assessment‘

2 Die Lesekompetenz als Grundlage des Polizeiberufs,

insbesondere auf Führungsebene

3 Förderung und Entwicklung der Lesekompetenz als didaktisches Konzept für das Fachhochschulstudium

4 Die politischen Rahmenbedingungen der Fachhochschulen für Polizei in Bezug auf die Zulassung einer Stärkung

der Lesekompetenz

5 Zusammenfassung



3. Dokumentation



Arbeitskreis Empirische Polizeiforschung

Resolution: Polizei und Forschung

Polizei braucht Forschung

Die akademische Ausbildung der Polizei braucht Forschung:



Wissenschaftsrat

Stellungnahme zur Akkreditierung der Deutschen Hochschule der Polizei, Münster (Auszug)



Arthur Hartmann und Niclas-Frederic Weisser (Eds.)

Illicit Financial Flows in the Digital Age An Edited Volume on Money Laundering and Terrorist Financing Involving Crypto-Assets in Europe, Germany, Türkiye and the Western Balkans

ISBN 978-3-86676-977-9
Money laundering and the financing of terrorism constitute among the most serious threats to modern constitutional states – an increasingly salient concern in light of the use of crypto-assets. The tension between technological innovation, economic competitiveness, and the mitigation of risks in accordance with the rule of law is a defining feature of the current reform debate in Germany and across Europe. In this context, both law enforcement authorities and supervisory bodies are confronted with novel, cross-border challenges.

This edited volume was developed within the framework of the EU-funded Jean Monnet Centre of Excellence Crime Investigations and Criminal Justice (CCICJ) and provides an analysis of selected legal, institutional, regulatory and practical challenges associated with combating money laundering and terrorist financing through the use of crypto-assets. Particular emphasis is placed on the European perspective. By incorporating the Western Balkans and Turkey, the volume further broadens its scope to include regions in which processes of European integration, dynamics of transformation, and security policy challenges are especially closely interconnected.
322 Seiten
39,90 €

Inhalt

Table of Contents:



1 List of Contributors



2 Overview of the Chapters



3 Introduction



4 Blockchain technology: Emerging opportunities in the world of money laundering and terrorist financing



5 Money Laundering and Terrorist Financing Involving Crypto-Assets: Open-Source Intelligence (OSINT) as an Instrument of Investigation in Germany – The G.E.K.O. Research Project



6 Data protection law and the admissibility of web browser cookies and blockchain data in OSINT-based anti-money laundering with crypto assets



7 The seizure and emergency sale of Bitcoin to secure confiscation in criminal proceedings



8 Suspicion in the Age of Automation: A German Perspective on the Reporting Obligation under Article 69 AMLR



9 Digital Evidence in Organized Cybercrime: An LLMSupported Approach in Light of Criminal Law and the European Legal Framework



10 Money Laundering Through Crypto-Assets in Türkiye and the Influence of the EU AML Regime



11 Electronic Promissory Notes and Cheques under Turkish Law: Reflections on a Blockchain-Based Solution Inspired by the German eWpG and Its Potential Implications for Anti-Money Laundering



12 Cryptocurrencies and money laundering in the Western Balkans: Challenges in criminal prosecution and asset recovery



Andrea Fischbach, Linnea Tönjes & Lucia Birkholz (Hrsg.)

Evidenzbasierte Polizeiarbeit Evidenzbasiertes Management in der Polizei

ISBN 978-3-86676-847-5
Schriftenreihe Psychologie in der Polizeiwissenschaft, Band 7

Mit dem Thema „Neue Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis: Evidenzbasierte Polizeiarbeit – Evidenzbasiertes Management in der Polizei“ rückt der vorliegende Band ein Aufgabenfeld in den Mittelpunkt, das für die Weiterentwicklung der Polizei von besonderer Bedeutung ist. Evidenzbasierte Polizeiarbeit und evidenzbasiertes Management setzen voraus, wissenschaftliche Erkenntnisse, systematisch reflektierte Praxiserfahrungen und organisationale Entscheidungen enger aufeinander zu beziehen. Gerade in einer Polizei im Wandel stellt sich die Frage, wie belastbares Wissen gewonnen, eingeordnet und für professionelles Handeln nutzbar gemacht werden kann.

Ziel der Tagung und dieses Bandes war es, aktuelle Forschungsarbeiten mit klarem Praxisbezug vorzustellen, Erfahrungen aus der Praxis zu teilen und darüber in einen wechselseitigen Austausch zu kommen. Dabei wurde bewusst ein breites Themenspektrum eingeladen, um unterschiedliche Perspektiven auf gegenwärtige Herausforderungen der Polizeiarbeit und des Managements in der Polizei sichtbar zu machen. Zugleich sollte Raum dafür geschaffen werden, zukünftige Forschungsfragen und praktische Entwicklungsbedarfe herauszuarbeiten. Die Beitr.ge dieses Bandes spiegeln diese thematische Breite wider. Sie reichen von strukturellen und professionellen Herausforderungen, etwa mit Blick auf Karriereverläufe, Studienabbrüche oder systemische Überlastung, über Ansätze der Führungskräfteentwicklung bis hin zu Fragen gesundheitsförderlicher Führung, psychischer Belastungen und deeskalativer Kommunikation.
135 Seiten
24,90 €

Inhalt

Inhalt:



Vorwort zur Schriftenreihe

Vorwort zum vorliegenden Band



STRUKTURELLE UND PROFESSIONELLE HERAUSFORDERUNGEN



Kapitel 1

Karriereverläufe von Frauen und Männern in der Polizei: Evidenz, Führung und Konsequenzen für evidenzbasiertes Management

Andrea Fischbach



Kapitel 2

Steigende Studienabbruchzahlen von PVD-Studierenden in NRW: Einflussfaktoren und Motive – Einblicke in ein Forschungsprojekt

Sandra Schietzoldt



Kapitel 3

Systemische Überlastung in der Polizei – Konzept, Kontext und Relevanz

Claudia Puglisi



FÜHRUNGSKRÄFTEENTWICKLUNG



Kapitel 4

Führungskräfteentwicklung in der Direktion Kriminalitätsbekämpfung: Ein Weg zu klaren Rollen und Verantwortungsübernahme – Ein dreistufiger Change-Prozess

Ulrike Herbold



Kapitel 5

Evaluation des Pilotprojekts Supervision für Potenzielle Führungskräfte der Landespolizeidirektion Berlin

Umut Aydin, Susanne Fehling & Christine Gerlach



Kapitel 6

Coaching von Führungskräften in der Polizei NRW – Persönliche Erfahrungen

Dagmar Breuker



Kapitel 7

Coaching für Führungskräfte bei der Polizei: Chancen und Grenzen generativer KI

Joachim Albrecht, Benedikt Dahmen & Alexandra Schaal



GESUNDHEIT UND PSYCHISCHE BELASTUNG



Kapitel 8

Gesund führen wollen – können – dürfen: Bedingungen gesundheitsförderlicher Führung in der Polizei

Linnea Tönjes, Andrea Fischbach & Philipp W. Lichtenthaler



Kapitel 9

Konfrontation mit menschlichem Leid als Herausforderung für den Gesundheitsschutz in der KiPo-Fallbearbeitung

Nicolai J. Kleineidam & Andrea Fischbach



Kapitel 10

Aggressivität als Hinweis. Verdeckte Depressionen bei Männern?

Edeltraud Seeger



DEESKALATIVE KOMMUNIKATION



Kapitel 11

Umgang mit Personen in psychischen Ausnahmesituationen

Bernd Körber



Kapitel 12

KODIAK – ein psychologisches Modell der kommunikativen Deeskalation in alltäglichen Konfliktsituationen

Clemens Lorei





Aktuelle Neuerscheinungen




Schriftenreihen