Arthur Hartmann, Trygve Ben Holland & Sarah Kunkel

Geldwäsche in Europa: Terrorismus und Organisierte Kriminalität

ISBN 978-3-86676-539-9
Die Strukturen Organisierter Kriminalität und Terroristischer Gruppierungen gleichen sich einander an, ebenso deren Vorgehensweisen und Methoden. Hierzu zählt auch, wie diese sich finanzieren, wie sie die Erträge ihrer Aktivitäten verwenden und zumindest teilweise in den regulären Geldkreislauf überführen mittels Geldwäsche. Der Westliche Balkan gilt als Hinterland der in der EU ansässigen und grenzüberschreitend agierenden kriminellen Vereinigungen. Vor diesem Hintergrund sind die Verbindungen der Mafia auf den Westlichen Balkan und hierbei insbesondere Albanien, Mazedonien, Montenegro und Kosovo von Bedeutung; hier treffen sie auch auf terroristische Akteure wie den IS und die ANA. Sie gehen zweckgebundene Kooperationen ein, um gemeinsam ihre jeweiligen Interessen zu verfolgen. Gegenstand vorliegenden Buches ist die Untersuchung dieser Gemengelage, um darzustellen, welche Auswirkungen dies auf die EU und ihre Mitgliedstaaten hat. In der Folge werden mögliche Lösungsansätze für die strategische und operative Ebene formuliert. Die Erkenntnisse beruhen auf einem vom Institut für Polizei- und Sicherheitsforschung (Hochschule für Öffentliche Verwaltung Bremen) durchgeführten Forschungsprojekt, finanziert aus dem ‚Innere Sicherheitsfonds’ der EU über das BKA.
242 Seiten
24,90 €

Inhalt

Inhalt



Vorbemerkung

Begründung der Themenwahl

Hergang der Untersuchung




I Darstellung der Ausgangssituation

I-1 Status Quo

I-1.1 Bevölkerung und Regionen

I-1.2 Religion

I-1.3 Wirtschaft

I-1.4 Strafverfolgung und Justiz

I-1.5 Rechtsverhältnis der Republik Albanien zur Europäischen Union und zu Deutschland

I-1.5.1 Europäische Union

I-1.5.2 Deutschland

I-1.5.3 Nachbarstaaten

I-1.6 Terrorismus und Terrorismusfinanzierung: Anwendbares Recht

I-1.7 Aufnahme der Volksmudschahedin (MEK)

I-1.8 Organisierte Kriminalität und Terrorismus

I-1.8.1 Nationalismus

I-1.8.2 Illegaler Handel

I-2 Mustersachverhalte

I-2.1 Illegaler Moschee-Bau

I-2.2 Radiosendungen

I-2.3 Rekrutierung und Ausbildung von Kämpfern für den IS

I-2.3.1 Rekrutierung

I-2.3.1 Ausbildung

I-2.4 Versuchter Anschlag auf ein internationales Fußballspiel

I-2.5 Sachverhalt Durres

I-2.6 Sachverhalt Verschleierung

I-2.7 Sachverhalt Xhema

I-2.8 Sachverhalt Lehrerin

I-2.9 Sachverhalt P.

I-2.10 Zusammenfassung und Kritik



II Finanzierung des Terrorismus und der Radikalisierung

II-1 Finanzierungswege und Geldwäsche

II-1.1 Institutionen und Struktur

II-1.2 Wirtschaftstatsächlichkeit

II-1.2.1 Informelle Wirtschaftsstruktur

II-1.2.2 Crowdfunding

II-1.2.3 Kasinos und Wettbüros

II-1.2.4 Edelmetallhandel

II-1.2.5 Akteure der Zivilgesellschaft

II-1.2.6 Strukturen Organisierter Kriminalität

II-1.2.7 Korruption

II-1.2.8 Due Diligence

II-1.2.9 Wechselstuben

II-1.2.10 Geldtransferdienstleister

II-1.2.11 Fingierte Rechnungen

II-1.2.12 Registergerichtliche Aspekte

II-1.2.13 Steuervermeidung und Offshore-Geschäfte

II-1.2.14 Parallele Bankensysteme

II-1.2.15 Verdeckte Gehaltszahlungen

II-1.2.16 Zur Rolle von Kanzleien und Beratungsbüros

II-1.2.16.1 Umtausch von Fremdwährung

II-1.2.16.2 Geldtransfer aus Monaco

II-1.2.16.3 Verbringung von Röh-Öl

II-1.2.16.4 „Geldwäsche“

II-2 Warenverkehrssicherheit

II-3 Konklusives Szenario



III Folgerungen und Handlungsempfehlungen

III-1 Stärkung staatlicher Institutionen

III-2 Ausweitung der taktischen Zusammenarbeit

III-3 Harmonisierung der Zusammenarbeit mit den USA

III-3.1 Staaten mit hohem Risiko

III-3.2 Gefährdungseinstufung von Gruppierungen

III-4 Kontrolle des Warenverkehrs

III-5 Authorisierte und nichtauthorisierte Moscheen

III-6 Profile von Tätern und Verdächtigen

III-7 Terrorismusfinanzierung und Terroristenfinanzierung

III-8 Terroristische Vereinigung der Organisierten Kriminalität

III-9 Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche

III-10 Geldtransfers in ausgewählte Jurisdiktionen

III-11 Steuervermeidung und Offshore-Geschäfte

III-12 Gemeinsame Referenznummer und Integriertes Datensystem

III-12.1 Gemeinsame Refernznummer

III-12.2 Strukturierte Prozessanalyse



Anhang I: Internationales Recht Republik Albanien

Anhang II: Nationales Recht Republik Albanien


Anhang III: Deutsches Recht


Anhang IV: EU-Sekundärrecht


Anhang V: Abbildungsverzeichnis


Quellenverzeichnis


Autorenverzeichnis



Frank-Holger Acker

Die Dokumentation polizeilicher Ermittlungsarbeit beim Phänomen Alterskriminalität: Eine kriminalistisch-sozialwissenschaftliche Aktenanalyse

ISBN 978-3-86676-541-2
Die Kriminalität durch ältere Menschen wurde in der Vergangenheit bisher nur wenig beachtet. Angesichts historisch einzigartiger demographischer Veränderungen, auf die Deutschland zusteuert, gewann das Phänomen Alterskriminalität in den letzten Jahren aber zaghafte Aufmerksamkeit in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Einzelne Hellfeld-Arbeiten, die in der Regel statistische Daten zusammenfassten, wurden durch erste Dunkelfelduntersuchungen in der älteren Bevölkerung ergänzt. Darüber hinaus wurden von Juristen Arbeiten zu alten Menschen vor Gericht und im Strafvollzug vorgelegt. Besondere Aufmerksamkeit verdient darüber hinaus die Arbeit von Isabel Keßler, die eine umfassende theoretische Aufarbeitung der Anwendbarkeit von Kriminalitätstheorien auf das Phänomen Alterskriminalität bietet. Erste gerontologische Annäherungen an das Thema folgten. Bis heute fehlte es aber an einer Arbeit, welche die polizeiliche Ermittlungsarbeit im Zusammenhang mit Alterskriminalität untersucht.

Der Autor war zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Arbeit selbst Polizeibeamter in Hannover und sammelte bis zum Abschluss des Projekts vielseitige polizeiliche Erfahrungen vom uniformierten Dienst, über geschlossene Einsätze, bis hin zum Kriminaldauerdienst sowie der kriminalpolizeilichen Arbeit.

Dieses Buch bietet einen kriminalistisch-sozialwissenschaftlichen Blick auf die polizeilichen Ermittlungen beim Phänomen Alterskriminalität im Vergleich zu anderen Altersgruppen und schließt damit eine bisher bestehende Lücke.
280 Seiten
29,90 €

Inhalt

Inhalt



1 Einleitung

1.1 Demographischer Wandel und demographisches Altern

1.2 Alterskriminalität: Begriffsklärungen

1.3 Bedeutung des Phänomens Alterskriminalität

1.4 Forschungsstand zur Alterskriminalität und Aufbau dieser Arbeit



2 Strafbemessungsgründe im Rahmen der Ermittlungsarbeit

2.1 (Polizeiliche) Ermittlungen im Strafverfahren

2.2 Strafbemessung im allgemeinen Strafrecht

2.3 Anwendung der gesetzlichen Rahmenbedingungen durch die Polizei

2.4 Bedeutung für die Erhebung: zu untersuchende Faktoren



3 Strafbemessungsgründe und Alter(n) in der Risikogesellschaft

3.1 Alter in der Risikogesellschaft

3.2 Einführung in die Alterstheorien

3.2.1 Defizitmodelle

3.2.2 Qualitative Verlaufsmodelle

3.2.3 Theorien des erfolgreichen Alterns

3.2.4 Weitere Alterstheorien und zusammenfassende Bedeutung für die Arbeit

3.3 Bourdieus Kapital-Theorie als Analyserahmen (des hohen Alters)

3.4 Kategorisierung der Strafbemessungsgründe nach Kapitalarten



4 Strafbemessungsgründe und Alterskriminalität

4.1 Altersspezifische Kriminalitätsbearbeitung: Jugendkriminalität

4.2 Positionierungen zu einem Altersstrafrecht in der Literatur

4.3 Kriminologische Ursachen der Alterskriminalität

4.3.1 Theorie der Schwäche

4.3.2 Labeling Approach

4.3.3 Mertons Anomietheorie

4.3.4 Die Allgemeine Kriminalitätstheorie

4.3.5 Der Life-Course-Ansatz

4.4 Polizeiliche Ermittlungen zur Strafbemessung bei älteren Straftätern



5 Datenauswahl: Methodik und Hypothesenbildung

5.1 Datenmaterial und Sampling: Hannoveraner Gerichtsakten

5.2 Hypothesenbildung als Grundlager einer heuristischen Analyse

5.3 Inhaltsanalyse: Kategorienbildung und Erläuterungen

5.4 Gütekriterien Analysebogen, Codierung und Pretest



6 Akten-Auswertungen

6.1 Beschreibung der Daten

6.2 Hinweise zur Codierung der Variablen

6.3 Auswertung 1: Darstellung einzelner Akten (Case Study)

6.3.1 Zur Gruppe „Allgemein ab 90 Jahre“

6.3.2 Zur Gruppe „60–79 Jahre Diebstahl“

6.3.3 Zur Gruppe „40–49 Jahre Diebstahl“

6.3.4 Zur Gruppe „15–17 Jahre Diebstahl“

6.3.5 Zur Gruppe „Allgemein 60–79 Jahre“

6.3.6 Zur Gruppe „Allgemein 40–49 Jahre“

6.3.7 Zur Gruppe „Allgemein 15–17 Jahre“

6.3.8 Zusammenfassung

6.4 Auswertung 2: Überprüfung Hypothesen

6.5 Auswertung 3: Konfigurationsfrequenzanalyse

6.5.1 Typen hinsichtlich des Ergebnisses des Strafverfahrens und der Kapitalart

6.5.2 Typen hinsichtlich des sozialen Kapitals und der Dienststelle

6.5.3 Typen hinsichtlich der Altersgruppen und Kapitale

6.5.4 Interpretation der Ergebnisse der KFA



7. Ergänzende Fallstudie in Form eines problemzentrierten Interviews

7.1 Methode des problemzentrierten Interviews und Wahl der Interviewten

7.2 Fragebogenerstellung

7.3 Auswertung 4: Ergebnisse des problemzentrierten Interviews



8. Resümee und Ausblick

8.1 Zusammenfassung der Ergebnisse der vier durchgeführten Analysen

8.1.1 Wenig Kenntnis bezüglich Strafbemessungsgründen

8.1.2 Formelle Regelungen wirken sich förderlich auf die Dokumentation aus

8.1.3 Umfang der Dokumentation abhängig vom Beamten

8.1.4 Ab 60-Jährige werden nicht als alt wahrgenommen

8.1.5 Körperliche Veränderungen und Defizitmodell

8.2 Resümee

8.3 Reflexion und weiterer Forschungsbedarf



Literaturverzeichnis



Yves Michaelis

Entwicklung eines Konzepts zum interkulturellen Umgang mit nichtdeutschsprachigen Ausländern zur Bewältigung ausgewählter polizeilicher Situationen

ISBN 978-3-86676-540-5
Für eine erfolgreiche polizeiliche Kommunikation und polizeiliche Handlungssicherheit in interkulturellen Kontexten ist eine angemessene sprachliche Verständigung von großer Bedeutung. Publikationen zu Gestik und Mimik verschiedener Kulturkreise gibt es bereits, ebenso wie Lehrbücher zu den sogenannten useful oder short phrases. Eine Kombination beider sprachlichen Kommunikationsweisen gibt es bisher nicht. Von daher füllt diese Arbeit eine Forschungslücke aus.
118 Seiten
19,80 €

Inhalt

Inhalt



VORWORT VON DORIS KLEIN



1. PROBLEMSTELLUNG




2. THEORETISCHE ASPEKTE ZUM INTERKULTURELLEN UMGANG


2.1 KULTURBEGRIFF

2.2 INTERKULTURELLE KOMPETENZ

2.2.1 Einordnung interkultureller Kompetenz

2.2.2 Das Modell nach Bolten

2.2.3 Interkulturelle Kompetenz als polizeiliches Thema

2.3 INTERKULTURELLE KOMMUNIKATION IM RAHMEN DER POLIZEIARBEIT

2.3.1 Das Sender-Empfänger-Modell

2.3.2 Die pragmatischen Axiome von Watzlawick

2.3.3 Problemfelder interkultureller Kommunikation

2.3.4 Die Kommunikationsebenen

2.3.5 Umgang mit Kommunikationsstörungen

2.3.6 Die Besonderheiten polizeilicher Kommunikation

2.4 ZUSAMMENFASSUNG



3. METHODIK

3.1 RAHMENBEDINGUNGEN FÜR EIN POLIZEILICHES KONZEPT

3.2 LEITFADENGESTÜTZTE INTERVIEWS

3.2.1 Zielstellung und Beschreibung der Methode

3.2.2. Auswahl der Experten

3.2.3 Ablauf und Inhalt der Interviews

3.2.4 Durchführung der Interviews

3.2.5 Auswertung der Interviews



4. KONZEPT ZUM INTERKULTURELLEN UMGANG MIT NICHTDEUTSCHSPRACHIGEN AUSLÄNDERN

4.1 VERBALES UND NONVERBALES GRUNDVERHALTEN

4.2 ANWENDUNG VON KOMMUNIKATIONSSTRATEGIEN

4.3 EINSATZ DER ENGLISCHEN SPRACHE

4.4 EINSATZ VON UNTERSTÜTZENDER GESTIK



5. DISKUSSION



6. FAZIT




LITERATUR




ANHANG


A 1. ABBILDUNGEN UND TEXTAUSSCHNITT

A 2. BEFRAGUNG

A 2.1 Interviewleitfaden

A 2.2 Anmerkungen zu den Transkriptionen

A 3. KATALOGE

A 3.1 Anmerkungen zu den Katalogen

A 3.2 Situationsorientierte Wendungen und Satzbausteine



Andreas Blume

Innentäterspionage in innovationsgetriebenen Großunternehmen

ISBN 978-3-86676-538-2
Analysen zu Sicherheitsfragen, Band 7

Innovative Unternehmen werden durch Spionage bedroht: Was innovative Unternehmen besser können, weckt Begehrlichkeiten bei anderen Akteuren – staatlichen wie privaten. Viele Unternehmen tendieren nach wie vor dazu, Anti-Spionageprogramme vor allen Dingen auf externe Angriffe auszurichten. Die Realität zeigt jedoch, dass statistisch gesehen in rund jedem zweiten Spionagefall ein Innentäter beteiligt ist. Dabei sind die Möglichkeiten, unbemerkt von innen heraus gegen ein Unternehmen zu agieren vielfältig und haben das Potenzial, ein systemisches Problem für das angegriffene Unternehmen zu werden. Mit diesem Buch soll phänomenologisches Licht ins Dunkelfeld der Innentäterspionage gebracht werden. Es wird dargestellt, wie Mitarbeiter zum Innentäterspion werden können. Auf Basis dieser Erkenntnisse, vielfältiger praktischer Erfahrungen des Autors wird aus Corporate-Security-Sicht ein ganzheitliches, integriertes Konzept zur präventiven und reaktiven Abwehr von Innentäterspionage in innovationsgetriebenen Großunternehmen entwickelt und vorgestellt. Da auf einzelne Bausteine des Schutzkonzeptes konkret eingegangen wird, richtet sich das Buch sowohl an das leitende Management von innovativen Unternehmen als auch an Security-Verantwortliche, die einen nachhaltigen Beitrag zur Unternehmenssicherung leisten möchten. Zudem ist das Buch ein Anstoß, das Thema Innentäterspionage in innovationsgetriebenen Großunternehmen auch wissenschaftlich aufzubereiten.
160 Seiten
29,90 €

Inhalt

Inhalt 


Vorwort 

Kurzfassung 

1 Einführung 
1.1 Der Gegenstand dieser Arbeit 
1.2 Struktur und Vorgehensweise 
1.3 Methodischer Bezugsrahmen 
1.3.1 Deliktsanalyse der Deutschen Hochschule für Polizei 
1.3.2 Der Betrugsdiamant 
1.3.3 Situative Kriminalprävention 
1.4 Relevanz 

2 Innentäterspionage – Phänomenologie 
2.1 Materiell-rechtliche Einordnung 
2.2 Innentäterspionage als Teil von Wirtschaftskriminalität 
2.3 Strukturdaten 
2.3.1 Hellfeld 
2.3.2 Dunkelfeld 
2.3.3 Deutsche Unternehmen 
2.3.4 Täter 
2.3.5 Schäden 
2.4 Innentäter versus Außentäter 
2.5 Erscheinungsformen 
2.5.1 Selbstnutzer 
2.5.2 Selbstanbieter
2.5.3 Tippgeber 
2.5.4 Quelle im Objekt – eingeschleust 
2.5.5 Quelle im Objekt – angeworben 
2.6 Ableitungen für ein Schutzkonzept 

3 Ätiologie – die Motivation zur Innentäterspionage 
3.1 Person 
3.1.1 Motive 
3.1.2 Persönlichkeit 
3.1.3 Rechtfertigungen 
3.2 Situation: Anreize und Gelegenheiten 
3.2.1 Informationszugänge 
 3.2.2 Abnehmer 
3.2.3 Informationstransfer 

4 Intervention – den Betrugsdiamanten durchbrechen 
4.1 Risikofaktoren schwächen 
4.2 Auftragsklärung 
4.3 Prävention 
4.3.1 Risikobeurteilung 
4.3.2 Informationsklassifizierung 
4.3.3 Personalauswahl 
4.3.4 Personalfreisetzung 
4.3.5 Geschäfts- und Kooperationspartner 
4.3.6 Security-Kultur 
4.3.7 Führungsverhalten 
4.3.8 Informationstechnik 
4.3.9 Physische Sicherheit 
4.4 Reaktion 
4.4.1 Unterstützung in persönlichen Notlagen 
4.4.2 Detektion kritischer Indikatoren 
4.4.3 Meldewege und interne Ermittlungen 
4.4.4 Sanktionen 
4.4.5 Regelmäßige Anpassung 

5 Fazit 

 6 Literatur



Peter Faesel

Herausforderungen, Erklärungen und Lösungsansätze für polizeiliches Handeln in einer kulturell pluralen Gesellschaft Eine empirische Untersuchung zu impliziten Einstellungsmustern von Migranten und Polizeibeamten

ISBN 978-3-86676-537-5
Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte treffen zunehmend auf Menschen, die kulturell noch nicht oder nicht nur in Deutschland verwurzelt sind. Beim Kontakt mit jeweils Fremden versuchen beide Seiten, Muster zu erkennen oder zu verallgemeinern. Dadurch kann Komplexität reduziert werden, es wird dabei aber auch immer gefragt, inwieweit das Fremde kompatibel mit dem eigenen Bezugsrahmen und damit dem eigenen Einstellungssystem ist. Diese Studie vergleicht implizite Einstellungen von Menschen mit Migrationshintergrund und einer deutschen Vergleichsgruppe, inklusive deutscher Polizistinnen und Polizisten, im Hinblick auf Wertedifferenzen. Neben der subkulturellen Vielfalt zeigen die Untersuchungsergebnisse, dass die neue Pluralität auch in der Polizei selbst angekommen ist.

Zusätzlich wurde die kulturvergleichende Polizeiforschung systematisiert und daraufhin untersucht, inwieweit die gängigen Kulturmodelle als Orientierung im „kulturellen Dschungel“ der polizeilichen Arbeit dienen können. Aus den Ergebnissen wurden Implikationen für die polizeiliche Praxis und die weitere Forschung abgeleitet. Diese zielen letztendlich auf die Entwicklung einer kultursensibleren Polizei.

Vielleicht ist es ohnehin an der Zeit, den Wortteil „Poli“ in Polizei umzudeuten, um die „Viel“falt der Organisation im Inneren und die Ausrichtung auf die gesellschaftliche Diversität im Äußeren hervorzuheben. Schafft man es, Gegensätze zu integrieren, dann lassen sich auch Menschen integrieren. Durch professionelleren Umgang mit Diversität in einem pluralen Deutschland kann gerade die Polizei einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Menschen in respektvollerer Weise miteinander umgehen.
334 Seiten
29,90 €

Inhalt

Inhalt: 


1 Einleitung 

2 Betrachtungsfelder und Begriffliches 

2.1 KULTUR 
2.1.1 KULTURMODELLE  
2.1.2 GLIEDERUNGSFORMEN VON KULTUREN  

2.2 EINSTELLUNGEN
2.2.1 DEFINITION „EINSTELLUNG“ 
2.2.2 IMPLIZITE UND EXPLIZITE EINSTELLUNGEN 
2.2.3 ENTSTEHUNG VON EINSTELLUNGEN  
2.2.4 FUNKTIONEN VON EINSTELLUNGEN  
2.2.5 EINSTELLUNGSSTRUKTUREN  
2.2.6 EINSTELLUNGSÄNDERUNGEN  
2.2.7 VORURTEILE UND STEREOTYPE ALS BESONDERE FORM DER EINSTELLUNG 
2.2.8 WAS HABEN EINSTELLUNGEN UND KULTUR MITEINANDER ZU TUN?  

2.3 KULTURELLE AKTEURE  
2.3.1 POLIZEI  
2.3.2 MIGRATION  
2.3.3 INTERKULTURALITÄT, MULTIKULTURALITÄT, TRANSKULTURALITÄT  

2.4 INTERAKTIONSFELDER  
2.4.1 KRIMINALITÄTSBEKÄMPFUNG  
2.4.2 GEFAHRENABWEHR 
2.4.3 PRÄSENZ/BÜRGERNÄHE  
2.4.4 VERKEHRSSICHERHEITSARBEIT 
2.4.5 EINSÄTZE AUS BESONDEREM ANLASS 

2.5 PROBLEMFELDER 
2.5.1 KOMMUNIKATIONSPROBLEME 
2.5.2 UNTERSCHIEDLICHES KULTURELLES VERSTÄNDNIS 
2.5.2.1 POLIZEI ALS MANAGER INTERKULTURELLER KONFLIKTE  
2.5.3 AUSLÄNDERKRIMINALITÄT 
2.5.4 FEINDLICHKEIT GEGENÜBER POLIZEI UND POLIZIERENDEN  
2.5.5 FREMDENFEINDLICHKEIT SEITENS DER POLIZIERENDEN  
2.5.6 DIE KOMPLEXITÄT DER PROBLEMFELDER AM BEISPIEL DER MHALLAMIYE 


3 Stand und Systematisierung der Forschung 

3.1 KOMMUNIKATIONSPROBLEME  

3.2 UNTERSCHIEDLICHES KULTURELLES VERSTÄNDNIS  
3.2.1 POLIZEI ALS MITTLER BEI INTERKULTURELLEN KONFLIKTEN  

3.3 VERMEINTLICHE AUSLÄNDERKRIMINALITÄT 
3.4 FEINDLICHKEIT GEGENÜBER POLIZEI UND POLIZIERENDEN  
3.5 FREMDENFEINDLICHKEIT SEITENS DER POLIZIERENDEN  
3.6 ENTWICKLUNGSANSÄTZE ZUR INTERKULTURELLEN KOMPETENZ 

3.7 POLIZEI- UND ORGANISATIONSKULTUR 
3.7.1 POLIZEI- UND POLIZISTENKULTUR 
3.7.2 FEHLERKULTUR
3.7.3 MIGRANTEN IN DER POLIZEI  
3.7.4 INTERNATIONALE EINFLÜSSE UND HERAUSFORDERUNGEN  


4 Theoretische Grundlagen zur empirischen Studie 

4.1 KULTURVERGLEICHENDE FORSCHUNG / KULTURERFASSUNGS-ANSÄTZE  
4.1.1 KULTURDIMENSIONEN 
4.1.2 WEITERE KULTURDIMENSIONEN UND KATEGORIEN  
4.1.3 KULTURSTANDARDS 
4.1.4 KULTUREMTHEORIE  
4.1.5 FAZIT: NUTZEN DER KULTURERFASSUNGSANSÄTZE 
4.1.6 VOR- UND NACHTEILE NATIONALKULTURELLER BETRACHTUNGEN  

4.2 FORSCHUNGSMETHODEN ZUR MESSUNG VON EINSTELLUNGEN  
4.2.1 QUALITATIVE UND QUANTITATIVE VERFAHREN 
4.2.2 EXPLIZITE UND IMPLIZITE TESTVERFAHREN  
4.2.3 IMPLIZITE ASSOZIATIONSTESTS (IAT) 

4.3 KELLY: PSYCHOLOGIE DER PERSÖNLICHEN KONSTRUKTE 
4.3.1 KELLYS THEORIE IM HISTORISCHEN UND WISSENSCHAFTLICHEN KONTEXT  
4.3.2 DIE PSYCHOLOGIE DER PERSÖNLICHEN KONSTRUKTE  
4.3.2.1 Die elf Korollarien der Psychologie der persönlichen Konstrukte  
4.3.3 STÄRKEN UND SCHWÄCHEN 

4.4 REPERTORY GRID-TECHNIK  


5 Empirische Untersuchung zu Einstellungen mit der REPERTORY GRID-TECHNIK 

5.1 METHODISCHES VORGEHEN 
5.1.1 SOFTWARE “NEXTEXPERTIZER“  
5.1.2 ENTWICKLUNG DES UNTERSUCHUNGSDESIGNS  
5.1.3 INTERVIEWS 
5.1.4 DURCHFÜHRUNG DER BEFRAGUNG  

5.2 ERGEBNISDARSTELLUNG UND INTERPRETATION  
5.2.1 VERGLEICH VON DEUTSCHEN NICHT-POLIZIERENDEN UND POLIZIERENDEN  
5.2.2 AUSWERTUNG DER EINZELNEN ELEMENTEKATEGORIEN  


6 Konsequenzen für die Praxis und die weitere Forschung 

6.1 KOMMUNIKATIONSPROBLEME  
6.2 UNTERSCHIEDLICHES KULTURELLES VERSTÄNDNIS  
6.3 AUSLÄNDERKRIMINALITÄT 
6.4 FEINDLICHKEIT GEGENÜBER POLIZIERENDEN 
6.5 FREMDENFEINDLICHKEIT SEITENS DER POLIZIERENDEN 
6.6 AUS- UND FORTBILDUNG 
6.7 BENCHMARKING 
6.8 DIVERSITÄT IN DER POLIZEI 
6.9 WEITERE IMPLIKATIONEN FÜR DIE ZUKÜNFTIGE POLIZEIARBEIT  
6.10 IMPLIKATIONEN FÜR DIE WEITERE POLIZEIFORSCHUNG 


7 Zusammenfassung und Fazit 


8 Literaturverzeichnis





Aktuelle Neuerscheinungen




Schriftenreihen