Schriftenreihen
Robert Chr. van Ooyen
Internationale Strafgerichtshöfe Politische Bedingungen und Formen internationaler Strafgerichtsbarkeit: von Nürnberg über die UN-Gerichte zum IStGH und Sondertribunal des Europarats 6., erweiterte Auflage
Lehrbücher
Stefanie Haumer und Martin Klein (Hrsg.)
Herausforderungen im Eingriffsrecht, Band 3
Lehrbücher
Karoline Roshdi (Hrsg.)
Bedrohungsmanagement – Netzwerke als Schlüssel für eine effektive Prävention
Schriftenreihen
Helen Behn
Suicide by Cop Eine vergleichende Fallanalyse auf Grundlage der Pilotstudie vor dem Hintergrund veränderter Gesellschaftsstrukturen
Schriftenreihen
Daniela Hunold und Astrid Jacobsen(Hrsg.)
Ordnung schaffen! Konzepte, Strukturen und Praktiken des Polizierens
Robert Chr. van Ooyen
Internationale Strafgerichtshöfe Politische Bedingungen und Formen internationaler Strafgerichtsbarkeit: von Nürnberg über die UN-Gerichte zum IStGH und Sondertribunal des Europarats 6., erweiterte Auflage
ISBN 978-3-86676-971-7
Die Errichtung internationaler Strafgerichtshöfe zählt zu den wichtigsten institutionellen Neuerungen in der internationalen Politik. Es haben sich bisher herausgebildet:
• das interalliierte Nürnberger Militärtribunal
• Ad-hoc-Gerichte der UN
• der ständige Internationale Strafgerichtshof
• internationalisierte Hybrid-Gerichte
Aktuell ist noch ein
• Sondertribunal des Europarats
geschaffen worden, das die Lücke bei der strafrechtlichen Verfolgung des Aggressionskriegs der russischen Regierung gegen die Ukraine schließt.
Aus rechtspolitologischer Sicht ergibt sich insgesamt die These, dass das den Gerichtshöfen innewohnende politische Moment nicht einfach ein Makel, sondern Voraussetzung einer internationalen Strafgerichtsbarkeit ist, die nicht bloß idealistisches Weltgericht, sondern effektiv sein will.
Inhalt
Inhalt:
Vorwort
I Auf dem Weg zu einer wirksamen internationalen Strafgerichtsbarkeit
1 Rückblick: Der interalliierte Gerichtshof in Nürnberg
2 Die Konvention zum Verbot des Völkermords
3 Die neue Entwicklung in den UN
4 Die UN-Gerichtshöfe für Jugoslawien und Ruanda
5 Politische Bedingungen der Funktionsfähigkeit
II Der Internationale Strafgerichtshof zwischen Normativität, Machtpolitik und Symbolik
1 Streit um den Strafgerichtshof
2 Politische Bedingungen internationaler Strafgerichtsbarkeit
3 Der Beschluss des Sicherheitsrats - ein fauler Kompromiss?
III Politische Bedingungen einer effektiven internationalen Strafgerichtsbarkeit
1 Interalliierte Gerichte
2 Ad-hoc-Tribunale der UN
3 Internationalisierte (,gemischte‘) Gerichte
4 IStGH, UN-Sicherheitsrat und die USA
5 Paradigmenwechsel von Völkerrecht und staatlicher Souveränität
6 Schlussfolgerung
IV Politische Bedingungen im Spiegel der Literatur
V Die Kampala-Revisionskonferenz: Internationaler Strafgerichtshof, UN-Sicherheitsrat und das Problem der Aggression
1 Das Verbrechen der Aggression im Römischen Statut
2 Die Kompromisse der Kampala-Konferenz
VI "Politische Justiz"?
Die Kritik afrikanischer Staaten am IStGH und die "Nichtanwendung" des deutschen Völkerstrafgesetzbuchs
1 Jede Justiz ist "politisch" - Formen politischer Justiz
2 "Idealismus" vs. "Realismus"
3 Die Kritik afrikanischer Staaten
4 Der IStGH ist genauso "politisch" wie "Nürnberg" oder "Ruanda“
5 "Die Nichtanwendung" des VStGB
6 Der Mythos von der dt. "Völkerrechtsfreundlichkeit"
7 Die "defensive" Strategie der Bundesanwaltschaft
8 Reform: "Entpolitisierung" der Justiz durch offene Politisierung
VII Erneute US-Sanktionen gegen den IStGH? (Völker-)Rechtspolitische Kontinuitäten von Bush II zu Trump
1 Sanktionen gegen den IStGH
2 Rückblick: Die USA und der IStGH
3 Innenpolitische Gründe
VIII Das Sondertribunal des Europarats für das Verbrechen der Aggression: Legitimität und Besonderheiten
1 Regionales Ad-hoc-Tribunal zwischen internationalem und Hybrid-Gericht
2 Kontroverse um die Legitimität
3 Rechtspolitische Lückenschließung
4 Dokumentation: Abkommen Europarat – Ukraine
5 Dokumentation: Statut des Sondertribunals
IX Exkurs: Das Politische und die Justiz - ideengeschichtlicher Blick auf Otto Kirchheimer
1 Die Besonderheit der "Politischen Justiz"
2 Rechtspolitologie? Der Mythos vom unpolitischen Recht und Richter in der Rechts- und Politikwissenschaft
3 Das Politische und die Justiz in der "Politischen Justiz"
Abkürzungsverzeichnis
ISBN 978-3-86676-972-4
Die im Fokus stehenden Themen sind vielfältig, ihnen gemein ist der Schwerpunkt im allgemeinen bzw. besonderen Gefahrenabwehrrecht. Sie reichen von einer vertieften Beschäftigung mit Grundsatzfragen wie dem Verhältnis von Gefahrenabwehr und Strafverfolgung über verschiedene rechtliche Herausforderungen in der Praxis. Diese ergeben sich aus dem Versammlungsrecht und dem Umgang mit Kraftfahrzeugen. Ein Schwerpunkt liegt im Umgang mit Daten; hier werden die automatisierte Datenanalyse, die biometrische Echtzeit-Fernidentifizierung, die Restverdacht-Datenspeicherung sowie Videoüberwachung thematisiert. Weitere Themen ergeben sich aus dem Waffenrecht, der polizeilichen Eigensicherung und dem Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Ergänzend wird die Bürgerbeteiligung in der Polizeiarbeit in den Niederlanden thematisiert und ein Blick aus Wales auf hybride Bedrohungen in Deutschland geworfen.
Inhalt
Inhalt:
Trennung von Gefahrenabwehr und Strafverfolgung
Michael Kniesel
Kontrollstellen im Versammlungsrecht
Stefanie Haumer
Das polizeiliche Abschleppen von Kraftfahrzeugen
Frank Braun
Präventive Sicherstellung und Verwertung eines Kraftfahrzeuges nach Verkehrsverstößen
Frank Hofmann
Die automatisierte Datenanalyse
Kristin Pfeffer
Die biometrische Echtzeit-Fernidentifizierung in öffentlich zugänglichen Räumen zur Gefahrenabwehr in Hessen
Elias Wirth
Ein Rest Verdacht bleibt.
Christoph Buchert und Bastian Irnich
Bodycam und Pre-Recording
Leandro Ragone
Zwischen Sicherheit und Privatsphäre
Aleyna Bozkurt
Eingriffsmaßnahmen im Waffenrecht
Christoph Keller
Weniger Freiheit und tatsächlich mehr Sicherheit?
Andreas Mehlich und Klas Weber
Eigensicherung als Argument
Martin Klein
Die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigungen bei Polizeieinsätzen
Emanuel John
Connecting: citizen participation in security networks in the Netherlands
Ronald van der Wal
Weaponising Belonging: Strategic Communication and the Battle for Youth Identities in Germany’s Hybrid Threat Landscape
Mike Edwards
Karoline Roshdi (Hrsg.)
Bedrohungsmanagement – Netzwerke als Schlüssel für eine effektive Prävention
ISBN 978-3-86676-964-9
Dieses Buch vermittelt die grundlegenden Konzepte und Anwendungsbereiche des Bedrohungsmanagements. Es beleuchtet unter anderem die Themen häusliche Gewalt und Femizide, Stalking, Radikalisierung und politisch motivierte Gewalt sowie Gewalt am Arbeitsplatz („Workplace Violence“). Darüber hinaus werden bestehende Strukturen des Bedrohungsmanagements dargestellt und ihre Entwicklungen im Sinne eines best practices der letzten Jahre analysiert.
Deutlich wird: Wirksames Bedrohungsmanagement kann nicht von einer einzelnen Profession geleistet werden. Vielmehr erfordert es die enge Zusammenarbeit in regionalen wie überregionalen Netzwerken. Nur so lassen sich bedrohliche Entwicklungen frühzeitig erkennen, fundiert einschätzen und gemeinsam entschärfen.
Inhalt
Inhalt:
Vorwort
Hans Rudolf von Rohr
Einleitung
Karoline Roshdi
Grundlagen Bedrohungsmanagement: Erkennen – Einschätzen – Entschärfen
Karoline Roshdi & Naomi Anders
Der Wandel der Zeit bei der Fachstelle Kantonales Bedrohungsmanagement der Polizei Kanton Solothurn
Niklaus Büttiker, Philipp Rehmann, Rolf Flückiger, Hans Rudolf von Rohr, Karoline Roshdi
Regionale Vorreiter in Deutschland – Institutionsübergreifendes Fallmanagement im Bedrohungsmanagement Mittelfranken
Alexandra Cimbal und Heike Krämer
Die Fachstelle Forensic Assessment & Risk Management (FFA)
May Beyli und Elmar Habermeyer
Gewaltprävention als gemeinsame Aufgabe – Polizei als Netzwerkpartner im lokalen Bedrohungsmanagement
Marcus Papadopulos
Workplace Violence - Prävention durch Kooperation Netzwerke des Bedrohungsmanagements
Claudia Brandkamp & Ibrahim Karakus
Bedrohungsmanagement an hessischen Schulen
Marion Müller-Staske, Dr. Sandra Gentsch, Lena Schlempp-Kasimir, Katharina Nitsche
Häusliche Gewalt und Intimizide - Facetten, Gewaltdynamiken und Aspekte der Risikoeinschätzung
Justine Glaz-Ocik
Stalking und schwere Gewalt – Auftreten, Herausforderungen, Prävention
May Beyli, Elmar Habermeyer und Wolf Ortiz-Müller
Entwicklungspsychologische Aspekte gewaltförmiger Radikalisierung von Jugendlichen: Theoriegestützte Perspektiven und Implikationen für das Bedrohungsmanagement
Sonja King, Mirko Allwinn, Ali Hedayat & Sarah Bitschnau
Die Bedeutung der Sensibilisierung von Fachkräften in der Prävention von Radikalisierungsprozessen und extremistischer Gewalt
Marc Allroggen
Psychosoziale Dynamiken und mögliche Ansätze zur Abwendung von Verschwörungsmythen bei Reichsbürger:innen
Karoline Roshdi & Naomi Anders
Helen Behn
Suicide by Cop Eine vergleichende Fallanalyse auf Grundlage der Pilotstudie vor dem Hintergrund veränderter Gesellschaftsstrukturen
ISBN 978-3-86676-965-6
Die 2. Auflage wurde redaktionell überarbeitet. Sie ist um die Darstellung des aktuellen Forschungsstandes und um ein gesondertes Kapitel einer Tatzeitanalyse ergänzt.
Inhalt
Inhalt:
1 Einleitung
2 Einordnung des Forschungsgegenstandes
3 Begriffsbestimmungen
3.1 Suicide by Cop
3.2 Täter und Opfer
3.3 Zusammenfassung
4 Forschungsstand
4.1 Allgemeines
4.2 Internationaler Forschungsstand
4.3 Nationaler Forschungsstand
4.4 Zusammenfassung
5 Forschungsleitende Hypothesen
6 Methodische Umsetzung
6.1 Forschungsdesign
6.2 Fallgenerierung
6.3 Aktenanforderung
6.4 Aktenrücklauf
6.5 Erhebungsbogen
6.6 Pretest
6.7 Fallauswertung
6.8 Determinierung der Fälle – 4-Kategorien-System
6.9 Zusammenfassung
7 Ergebnisdarstellung
7.1 Personenbezogene Faktoren
7.2 Situationsbezogene Faktoren
7.3 Justizieller Teil
7.4 Motivlagen
7.5 Zusammenfassung
8 Bewertung der Ergebnisse
8.1 Beantwortung der forschungsleitenden Hypothesen
8.2 Diskussion
8.3 Sonstiges
8.4 Ergebnisorientierte Limitationen
8.5 Zusammenfassung
9 Ausblick
9.1 Allgemeines
9.2 Tatzeitanalyse (Ausblicksthema 12)
Literaturverzeichnis
Daniela Hunold und Astrid Jacobsen(Hrsg.)
Ordnung schaffen! Konzepte, Strukturen und Praktiken des Polizierens
ISBN 978-3-86676-960-1
Inhalt
Inhalt:
Daniela Hunold & Astrid Jacobsen
Einleitung
Rafael Behr
„Polizei-Stehenbleiben“ – Strategien zur Bewerkstelligung von Herrschaft. Ethnographische Erkundungen im Alltag des Gewaltmonopols.
Matthias Weber
Mentale Respräsentationen von Autorität
Luis-Miguel Herrmann
Brennpunkte und Verpolizeilichung – weniger Polizei für ein besseres Sicherheitsgefühl?
Emanuel John
Das Polizieren einer inklusiven sozialen Ordnung: Was bei der Realisierung von Menschenrechten durch die Polizei beachtet werden sollte
Jens Bergmann und Astrid Jacobsen
Zur Ordnung polizeilicher Ungleichheitsproduktion: Empirische Erkenntnisse über die Praxis des (ordnenden) Polizierens und ihrer Risikokonstellationen für Diskriminierung
Kai Seidensticker
(Über- und Unter-)Ordnung in der Polizei. Irritation und Stabilität von Geschlechterverhältnissen in der Postmoderne
Eric Töpfer und Clemens Arzt
Risiken rassistischer Diskriminierung in der polizeilichen Datenverarbeitung