978-3-86676-219-0
Rita Bley
Vernehmer und Beschuldigte in Interaktion Eine explorative Analyse von Vernehmungen in … Schriften zur Empirischen Polizeiforschung, Band 14 Vernehmungen sind „tägliches …
336 Seiten 26,90 €

Inhalt


978-3-86676-198-8
Marcel Schöne
Pierre Bourdieu und das Feld Polizei - Ein besonderer Fall des Möglichen Schriften zur … Marschel Schöne macht die Institution Polizei als soziales Feld im Sinne Pierre Bourdieus zum …
502 Seiten 34,90 €

Inhalt


978-3-86676-166-7
Hermann Groß/Peter Schmidt (Hrsg.)
Empirische Polizeiforschung XIII Polizei: Job, Beruf oder Profession? …
203 Seiten 19,80 €

Inhalt


978-3-86676-129-2
Hermann Groß/Manfred Bornewasser/Bernhard Frevel/Karlhans Liebl/Thomas …
Polizei – Polizist – Polizieren? Überlegungen zur Polizeiforschung Festschrift für Hans-Joachim Asmus …
279 Seiten 22,00 €

Inhalt


978-3-86676-118-6
Bernhard Frevel und Rüdiger Bredthauer (Hrsg.)
Empirische Polizeiforschung XII: Demografischer Wandel und Polizei Schriften zur Empirischen Polizeiforschung, Band 10Inhalt Grußwort des Polizeivizepräsidenten …
244 Seiten 16,90 €

Inhalt


978-3-86676-092-9
Rafael Behr & Thomas Ohlemacher (Hrsg.)
Offene Grenzen - Polizieren in der Sicherheitsarchitektur einer post-territorialen Welt Die zentrale Kategorie von moderner Staatlichkeit, das staatliche Territorium, verliert an …
150 Seiten 15,90 €

Inhalt


978-3-935979-45-0
Karlhans Liebl (Hrsg.)
Fehler und Lernkultur in der Polizei Empirische Polizeiforschung V Schriften zur Empirischen Polizeiforschung Wie in allen …
299 Seiten 19,90 €

Inhalt


978-3-935979-56-6
Henning van den Brink
Kommunale Kriminalprävention - Mehr Sicherheit in der Stadt? Eine qualitative Studie über kommunale Präventionsgremien Schriften zur Empirischen …
132 Seiten 15,90 €

Inhalt


Rita Bley

Vernehmer und Beschuldigte in Interaktion Eine explorative Analyse von Vernehmungen in Kindesmisshandlungsfällen

ISBN 978-3-86676-219-0
Schriften zur Empirischen Polizeiforschung, Band 14

Vernehmungen sind „tägliches Geschäft“ von Polizeibeamten. Die Praktiker führen eine Vielzahl von Vernehmungen durch und entwickeln dabei eine Routine, die es ihnen ermöglicht, das Vernehmungsgeschehen schnell und effektiv zu gestalten. Die vorliegende Dissertationsschrift nimmt die Sinnstrukturen der Vernehmer und Vernommenen in Fällen von Kindesmisshandlung in den Fokus und reflektiert tradierte Strukturen insbesondere der Vernehmung- und Dokumentationspraxis. Es will damit einen Beitrag zum Umdenken und zur Veränderung bzw. Optimierung von Vernehmungsgeschehen leisten.
336 Seiten
26,90 €

Inhalt

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Polizeiliche Vernehmung des Beschuldigten
2.1 Terminologie und Definition
2.2 Verfahrensrechtlicher Rahmen
2.3 Historische Entwicklung
2.4 Sozialwissenschaftliche Perspektiven
2.5 Ziele der Vernehmer
2.6 Handlungsmuster der Akteure
2.6.1 Handlungsmuster des Vernehmers
2.6.2 Handlungsmuster des Beschuldigten
2.6.3. Zusammenfassung
2.7 Aktenerstellung und Protokollierung
2.8 Zusammenfassung

3 Forschungsdesign
3.1 Methodologische Vorüberlegungen
3.2 Präzisierung des Forschungsgegenstandes
3.2.1 Fragestellung
3.2.2 Integration der theoretischen Vorüberlegungen
3.3 Konkretisierung des Untersuchungsmaterials
3.3.1 Prozessproduzierte Daten
3.3.2 Vernehmungsprotokolle
3.4 Datenerhebung
3.5 Datenauswertung
3.5.1 Objektive Hermeneutik
3.5.2 Vorgehensweise bei der Interpretation
3.5.3 Generierung der Fallstrukturhypothesen
3.6 Gütekriterien
3.6.1 Validität
3.6.2 Vorverständnis des Interpreten
3.7 Zusammenfassung

4 Empirische Untersuchung
4.1 Phänomenologie der Kindesmisshandlungen
4.1.1 Definition
4.1.2 Erscheinungsformen
4.1.3 Umfang der Kindesmisshandlungen
4.2 Ermittlung des Tatverdächtigen
4.3 Zusammenfassung
4.4 Sequenzanalysen der Vernehmungsprotokolle
4.4.1 Mike R.
4.4.2 Monja R.
4.4.3 Ayhan T.
4.4.4 Melanie K.
4.4.5 Silke L.
4.4.6 Andy M.
4.4.7 Nadja G.
4.4.8. Kemal C.
4.4.9 Bedriye V.
4.4.10 Thorsten K.
4.4.11 Manny K.
4.4.12 Zusammenfassung

5 Darstellung der Untersuchungsergebnisse
5.1 Sinnstrukturen der beteiligten Akteure
5.1.1 Vernehmerstrategien
5.1.2 Aussagestrategien
5.2 Taxonomie der Interaktion Vernehmer - Beschuldigter
5.2.1 Wechselseitiger Nutzen
5.2.2 Macht und Ohnmacht
5.2.3 Tatsächliche Kooperation
5.2.4 Simulierte Kooperation
5.2.5 Zwischenergebnis
5.3 Rituale und Routinen der Vernehmungs- und Dokumentationspraxis
5.3.1 Beschuldigtenbelehrung
5.3.2 Umfang der Dokumentation
5.3.3 Transformation des Sprachcodes
5.3.5 Verzerrungsfaktoren des Vernehmungsprotokolls
5.4 Zusammenfassung und Funktionen-Paradigma
5.5 Diskussion und Empfehlungen für die Praxis
5.5.1 Empfehlungen für die formal-strukturellen Rahmenbedingungen
5.5.2 Empfehlungen für die Aus- und Fortbildung von Polizeibeamten

6 Resümee und Ausblick

Literatur



Marcel Schöne

Pierre Bourdieu und das Feld Polizei - Ein besonderer Fall des Möglichen Schriften zur Empirischen Polizeiforschung, Band 13

ISBN 978-3-86676-198-8
Marschel Schöne macht die Institution Polizei als soziales Feld im Sinne Pierre Bourdieus zum Gegenstand der theoriegeleiteten Analyse und spürt ihren Akteuren, Strukturen und Funktionslogiken im Sinne einer Gesamtperspektive nach. Seine facettenreiche Arbeit, die einen Bruch mit den in gewisser Weise ganz naiven, staatlich geprägten Formen des Glaubens an die Institution Polizei darstellt, wird dabei durch ein sensibles Radar für die feinstofflichen Aspekte der Polizei geprägt, die nur wissen kann, wer das Innenleben der Polizei aus eigener Erfahrung kennt. Der ehemalige Polizeipraktiker und jetzige Wissenschaftler Schöne bereichert durch seine originelle und fundierte Betrachtung der Polizei nicht nur den wissenschaftlichen Diskurs sondern ist auch für Polizeipraktiker zu empfehlen, die sich ihrer Organisation auf ungewohnte Weise nähern und ihre eigene (Berufs)Praxis kritisch in den Fokus nehmen wollen.
502 Seiten
34,90 €

Inhalt

Inhaltsverzeichnis

1. Prolog - Das Feld Polizei. Eine Außenansicht der Innenansicht
1.1 Modus Operandi – Methodisches
1.2 Forschungsthese
1.3 Das Feld Polizei
1.4 Positionen und Positionierungen
1.5 Wegskizze

2. Das Verhältnis von Nähe und Distanz zum Forschungsfeld oder die Grenzen objektivistischer Objektivierung
2.1 (Berufs)Biographisches
2.2 Grenzgänge
2.3 Fährnisse objektivistischer Objektivierung
2.4 Dosis facit venenum - Nähe und Distanz zum Forschungsfeld
2.5 Die Umkehrung des Verhältnisses zum Forschungsobjekt
2.6 Verbindung von Theorie und Praxis

3. Gesellschaftliche Differenzierung bei Pierre Bourdieu
3.1 Theorie der Praxis
3.2 Das Habituskonzept
3.3 Dialektik von Habitus und Feld
3.4 Das Feldkonzept
3.5 Das Kapitalkonzept Bourdieus
3.6 Conclusio

4. Die relative Autonomie der Felder
4.1 Cuius regio eius religio - Die Autonomie des Feldes Polizei
4.2 Polizei und Gesetze
4.3 Polizei und Politik
4.4 Polizei und Innenministerium
4.5 Polizei und Parlament
4.6 Polizei und Staatsanwaltschaft
4.7 Polizei und Medien
4.8 Polizei und Bürgerschaft
4.9. Conclusio

5. Kapitalien im Feld Polizei
5.1 Staatliches Metakapital – Schwungmasse des Feldes
5.2 Im Namen des Volkes oder Gewaltmonopol als symbolisches Kapital
5.3 Die Symbolik der Macht oder Das Ausstattungskapital der Polizei
5.4 Hexis des Feldes – Physisches Kapital
5.5 Polizeiliche (Aus)Bildung als kulturelles Kapital
5.6 Das Lachen der Polizeipräsidenten – Zur polizeilichen ökonomie
5.7 Nur für den Dienstgebrauch! - Kollegialer Gabentausch
5.8 Kurze Dienstwege - Sozialkapital im Feld
5.9 Nomen est omen - Ehrenkodex als symbolisches und soziales Kapital
5.10 Conclusio - Inflationsgeschütztes im Feld

6. Ruhe bewahren, Sicherheit ausstrahlen! – Das Produktionsfeld Polizei
6.1 Credo, ergo sum – Der Glaube an das polizeiliche Feld
6.2 Dr. Jekyll und Mr. Hyde? - Das polizeiliche Sein
6.3 Exkurs: Moderne und Sicherheit - So viel Freiheit wie möglich und so viel Sicherheit wie nötig?
6.4 Exklusive Sicherheitsproduktion – Der Kampf ums Monopol
6.5 Exkurs: Leviathan oder Behemoth - Die Grundstruktur der modernen Gesellschaft
6.6 Mundus vult decipi, ergo decipiatur – Die Präventivwirkung des Nichtswissens

7. Das Ausbildungssystem des Feldes Polizei
7.1 Zertifiziertes kulturelles Kapital
7.2 Polizeiliche Laufbahnen und Ausbildungseinrichtungen
7.3 Generalisten vs. Spezialisten
7.4 Interne Ausbildungswelt Polizei
7.5 Formelles und informelles Betriebswissen
7.6 Polizei und Polizistenkultur
7.7 Investitionen ins Feld

8. Raum des Möglichen – Das Feld als Denk- und Diskursraum
8.1 Die Macht der Zeichen – Zum Sprachraum Polizei
8.2 Soziolekt Polizei
8.3 Kommunikation der doppelten Teilnahme: Sprache auf der Vorderund der Hinterbühne des Feldes
8.4 Interne Kommunikation
8.5 Externe Kommunikation
8.6 Conclusio

9. Sine ira et studio – Interesse im polizeilichen Feld
9.1. Formalistische Unpersönlichkeit – das Feld zwischen Zerberus und Mutter Teresa
9.2 Nomen Nominandum - Polizeiliches Handeln ohne Ansehen der Person?
9.3 „Sei nie arglos – Rechne immer mit Gefahren!“ - Misstrauen im Feld Polizei
9.4 Militem aut monachum facit desperatio? - Berufswahl Polizei
9.5 Ausgewählte feldspezifische Interessenlagen
9.6 Conclusio

10. Einer von uns – Familiensinn im Feld Polizei
10.1 Tous pour un, un pour tous! - Das Feld Polizei als familiäre Korporation
10.2 Solidarität, Loyalität, Zusammenhalt – Der polizeiliche Ehrenkodex
10.3 Feldspezifische Inauguration - Vereidigung als Setzungsritus
10.4 Goldene Weihen – Die Zwiespältigkeit der verbeamteten Staatsnähe
10.5 Kollegiale Kameradschaft
10.6 Zumutungen der Intimität
10.7 Banalität vs. Großereignis
10.8 Baukasten der Emotionen
10.9 Das Urteil der Kameraden
10.10 Polizeiliche Tugend – der Raum des ethisch und habituell Möglichen
10.11 Conclusio

11. Die Herren von der Kripo und die Männer von der Schutz – Die Logik der Klassen
11.1 Raum von Unterschieden
11.2 Theoretische und wahrscheinliche Klassen
11.3 Conclusio

12. Epilog: Das Feld Polizei – Ein besonderer Fall des Möglichen
12.1 Feldanalyse
12.2 Weiterer Forschungsbedarf

13. LITERATUR

Glossarium



Hermann Groß/Peter Schmidt (Hrsg.)

Empirische Polizeiforschung XIII

ISBN 978-3-86676-166-7
Polizei: Job, Beruf oder Profession?
203 Seiten
19,80 €

Inhalt

Inhalt

Hermann Groß/Peter Schmidt
Polizei: Job, Beruf oder Profession?

Hans-Joachim Asmus
Professionalisierung der Polizei?

Anton Sterblingv
Professionalisierungsaussichten der Polizei? Voraussetzungen, Chancen, Notwendigkeiten und Grenzen

Colin Rogers
Professionalising the Police – Educating Police Officers in South Wales

Anja Mensching
Polizeiliches Handeln – jenseits von kopflosem Handwerk und verkopfter Profession. Auf Spurensuche nach einem vermeintlichen Widerspruch

Guido Kirchhoff
Grundrechtsschutz durch gute Ausbildung. Warum eine akademische Ausbildung von Polizisten verfassungsrechtlich erforderlich ist

Peggy Szymenderski
Gefühlsarbeit als Element professioneller Polizeiarbeit?

Marion Rauchert/Henriette Bohn/Susanne Facklam
Wer übernimmt den Staffelstab? Eine empirische Untersuchung der Bewerbungssituation für den Aufstieg in den höheren Polizeidienst in Mecklenburg-Vorpommern

Lena Lehmann
Auslandsmissionen – eine berufliche Bereicherung?

Gisèle van Elsbergen
Polizierende in Krimiserien. Acht eklektizistische Thesen

Anna Schmedemann
Vernehmen als polizeiliche Praxis. Die Krimireihe Tatort als Blaupause

Autorenverzeichnis



Hermann Groß/Manfred Bornewasser/Bernhard Frevel/Karlhans Liebl/Thomas Ohlemacher/Peter Schmidt (Hrsg.)

Polizei – Polizist – Polizieren?

ISBN 978-3-86676-129-2
Überlegungen zur Polizeiforschung
Festschrift für Hans-Joachim Asmus
279 Seiten
22,00 €

Inhalt

Thomas Ohlemacher
Empirische Polizeiforschung 1999-2009: Einfach klasse, schlicht Masse oder marginal erfolgreich? zugleich eine Laudatio auf den Polizeiforscher Hans-Joachim Asmus

Anja Mensching
Qualitative Polizeiforschung als bunte Erzählung und sachadäquate Erkenntnis

Jürgen Stock
Öffentliche Sicherheit durch Forschung - Perspektiven des Bundeskriminalamtes

Bernhard Frevel
Politik Polizei als Beruf. Ein Essay mit Anleihen an Max Weber

Rafael Behr
Intimität oder Abschottung - warum Polizisten am liebsten unter sich sind. Ein Essay zu den Ambivalenzen im polizeilichen Selbstverständnis

Hermann Groß/Peter Schmidt
Wer wird Polizist in Hessen? Berufsentscheidung und Studienmotivation 2009

Ingmar Weitemeier
Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen in Europa auf die polizeiliche Aus- und Weiterbildung

Heinz-Gerd Weijers
Psychosoziale Integration ehemaliger Volkspolizisten in die Landespolizei von Sachsen-Anhalt – Längsschnittbetrachtung zum Selbstbild eines Berufsstandes

Karlhans Liebl
Verklärtes und reflexionsloses Fremdbild? – Die Volkspolizei und ihre Beurteilung zur Jahrtausendwende

Peter Löbbecke
Studieren zwischen System und Lebenswelt. Über den Status des „studierenden (Polizei-)Beamten“ und seine sozialisatorischen Folgen. Vorüberlegungen zu einem empirischen Projekt

Werner Schiewek
Ist Vorbeugen besser als Heilen? Ethisch-moralische Grenzen der Prävention in Polizei und Gesellschaft

Marcel Schöne
Sine ira et studio – Interesse im polizeilichen Feld

Jürgen Marx
Wir sind friedlich! Was seid Ihr? Eine kommunikationspsychologische Annäherung an eine Parole

Clemens Lorei
Polizei im Jagdfieber. Eine kognitive Annäherung

Claudia Wiese/Manfred Bornewasser
Betriebliche Sicherung des Arbeitsplatzes ist ein guter Schutz vor individuellen rechtsextremistischen Orientierungen

Autorenverzeichnis



Bernhard Frevel und Rüdiger Bredthauer (Hrsg.)

Empirische Polizeiforschung XII: Demografischer Wandel und Polizei

ISBN 978-3-86676-118-6
Schriften zur Empirischen Polizeiforschung, Band 10Inhalt

Grußwort des Polizeivizepräsidenten der Freien und Hansestadt Hamburg
Reinhard Fallak

Grußwort des Präsidenten der Hochschule der Polizei Hamburg: Demografischer Wandel ist Zukunft
Jörg Feldmann

Demografischer Wandel und Polizei – Eine Einleitung aus unterschiedlichen Perspektiven
Bernhard Frevel und Rüdiger Bredthauer

Zukunftsforschung im Landeskriminalamt Niedersachsen – Methodik, Prognoseergebnisse und Erfahrungen
Alexander Gluba

Demografie und Kriminalität: Hintergründe und Methodik zur Prognose der Kriminalitätsbelastung in Mecklenburg-Vorpommern
Manfred Bornewasser

Weniger Jugendliche   weniger (Jugend-)Kriminalität   weniger Polizei(bedarf)? – Erste Ansätze einer Prognose der Kriminalitätsentwicklung
Stefan Markus Giebel und Stefanie Kemme

Polizei und Generation 65plus: Berührungspunkte, Problemfelder und Empfehlungen – Ergebnisse einer ersten empirischen Annäherung
Erdmuthe Meyer zu Bexten und Hans Schneider

Viktimisierung von Senioren – empirische Daten und Schlussfolgerungen für eine alternde Gesellschaft
Thomas Görgen

Kriminalitätsfurcht im höheren Lebensalter: Widerspiegelung von Viktimisierungserfahrungen, altersspezifischer Vulnerablität oder psychosozialen Lebenslagen?
Karl-Heinz Reuband

Von der Sicherheit zu den Zukunftsbildern des Individualverkehrs ab 65
Martin Mönnighoff

Demografischer Wandel und interkulturelle öffnung der Polizei
Daniela Hunold

Ethnische Minderheiten in der Polizei – Eine Herausforderung für die Polizei in England
Oksan Karakus

Autorenverzeichnis
244 Seiten
16,90 €

Inhalt



Rafael Behr & Thomas Ohlemacher (Hrsg.)

Offene Grenzen - Polizieren in der Sicherheitsarchitektur einer post-territorialen Welt

ISBN 978-3-86676-092-9
Die zentrale Kategorie von moderner Staatlichkeit, das staatliche Territorium, verliert an Bedeutung. An seine Stelle treten bilaterale oder supranationale Institutionen, virtuelle Räume und eine Gemengelage von Repression und Prävention. 

Mit dem Begriff „post-territorial“ beziehen wir uns auf ein Gesellschaftsverständnis, in dem die statischen Raumgrenzen zunehmend porös werden und neue (z.T. virtuelle, soziale, kulturelle, ethnische) Grenzen geschaffen werden, die sich nicht an die Trennung Zivilgesellschaft – Staat oder an die Grenzen von Nationalstaaten halten. Uns interessieren dabei besonders die überwindung territorialer Hoheitssphären (Landesgrenzen) durch veränderte Zuständigkeiten.

Die Beiträge in diesem Band spiegeln die Breite des Tagungsthemas wider: Zunächst werden die Irritationen, Veränderungen, Entwicklungen aus dem Innern der Institution Sicherheit und Ordnung beschrieben, dann die transnationalen Sicherheitsaktivitäten und schließlich semantische Verschiebungen, wie sie sich am Begriff der „strategischen Früherkennung“ zeigt.
150 Seiten
15,90 €

Inhalt



Karlhans Liebl (Hrsg.)

Fehler und Lernkultur in der Polizei

ISBN 978-3-935979-45-0
Empirische Polizeiforschung V
Schriften zur Empirischen Polizeiforschung
Wie in allen Lebensbereichen werden auch von und innerhalb der Polizei Fehler
begangen. Angefangen bei fehlender Umsicht beim täglichen Dienstgeschäft
(z.B. bei der Eigensicherung), falscher Auslegung von Loyalität und „Korpsgeist“,
falschem Umgang mit dem Bürger oder internen Verfehlungen (z.B. Mobbing,
Konkurrenzkämpfe) bis hin zu schweren Verstößen in Verbindung
mit Fremden-feindlichkeit, Willkürakten, übergriffen oder Korruption.
Verschiedene Skandale in den vergangenen Jahren machten deutlich, dass es teilweise
gravierende Defizite im Umgang mit Fehlern gab: Bagatellisierung („Einzelfälle“),
unzureichende Fehlervermeidungs-strategien, unzureichende Führungs-qualitäten,
lückenhafte bzw. falsche Information der öffentlichkeit aber auch
Vernachlässigung der polizeiinternen Aufarbeitung von und Auseinander-setzung
mit individuellen und struktu-rellen Fehlern.
Ein Grund für diese scheinbar nur schwer zu bewältigende Problemsituation
könnte darin liegen, dass sich die Polizei als Vertreterin von Recht und
Ordnung, also von positiv besetzten gesellschaftlichen Gütern sieht. Daß
die Polizeiangehö-rigen das „Gute“ in der Gesellschaft verteidigen
und vertreten, war in der Vergangenheit - vermutlich - leichter darzustellen
oder wurde von der Allgemeinheit eher akzeptiert, sodass eine offene Auseinandersetzung
mit Problemen unterblieb, mit der Folge, dass der konstruktive Umgang mit Fehlern
hierunter litt.
Die Bagatellisierung, Rechtfertigung oder Negierung von Fehlern reicht jedoch
heute weder im Außen- noch im Innen-verhältnis. Insoweit muss es
als Fortschritt bewertet werden, dass sich die Polizei diesen Themen stellte
und auch externe Gutachter mit der Problemanalyse betraute.
Wie sieht es jedoch mit der Umsetzung der Erkenntnisse aus diesen Forschun-gen
aus? Wurden Konsequenzen gezogen oder dienten die Forschungen nur als Alibi,
dass die Polizei sich aufgeschlossen gegenüber von Problemen zeigt? Wie
werden diesbezügliche Erkenntnisse in eine zukunftsorientierte Ausbildung
und damit für das aufgrund der zunehmenden Globalisierung und gesellschaftlichen
Segregation mit wachsenden kulturell bedingten Konflikten behaftete Aufgabengebiet
integriert?
In dem Sammelband werden die Vorträge zu dieser Problematik, die auf der
5. Tagung der „Empirischen Polizeiforschung“ in Münster von
PolizeipraktikerInnen und WissenschaftlerInnen gehalten wurden, vorgelegt. Der
Sammelband enthält die neuesten Forschungsergebnisse und überlegungen
zu diesem Thema und setzt die Reihe der Veröffentlichungen des Arbeitskreises
„Empirische Po-lizeiforschung“ als 5. Band fort.
299 Seiten
19,90 €

Inhalt

Zur Einführung
Karlhans Liebl

Anmerkungen zur empirischen Polizeiforschung aus
der Polizei-Führungsakademie
Klaus Neidhardt

Zur Soziologie des Fehlers
Helge Peters

Mehr Fehler – mehr Sicherheit!?
Reingard Kess

Von der Schwierigkeit, ein Berufsethiker zu sein
Hans Werner Alberts

Fehler als retrospektive (Un-)Sinnzuweisung innerhalb
der Polizei oder: über die Unentscheidbarkeit dessen, was ein Fehler ist
Anja Mensching

Fehler bei der polizeilichen Ausbildung und im
polizeilichen Handeln
Uwe Füllgrabe

Fehlerkultur – Irren in Maßen ohne
Sanktion
Tanja Volkmer

Fehlverhalten und der ‚code of conduct’
in der polizeilichen Begegnung mit „ausländischen Mitbürgern“
Christian Büttner

Fehler – was ist das?
Gundolf de Riese-Meyer

Aus Fehlern lernen oder Fehlverhalten kontrollieren
und sanktionieren? – Die Erfahrungen der Hamburger Polizeikommission
Werner Lehne



Henning van den Brink

Kommunale Kriminalprävention - Mehr Sicherheit in der Stadt?

ISBN 978-3-935979-56-6
Eine qualitative Studie über kommunale Präventionsgremien
Schriften zur Empirischen Polizeiforschung
Band 3
Kommunale Präventionsgremien erfreuen sich seit Anfang der 90er Jahre in
den deutschen Städten und Gemeinden wachsender Beliebtheit. Als Schnittstelle,
wo die lokalen Präventionsaktivitäten gebündelt und abgestimmt
werden, fällt ihnen bei der Erarbeitung, Ent-wick-lung und Umsetzung von
kooperativen Präventionskonzepten eine Schlüsselrolle zu. Die ressortübergreifend
zusammengesetzten Gremien stehen dabei vor der anspruchsvollen Aufgabe, die
aus dem breiten Akteursspektrum resultierenden Meinungs- und Interessenkonflikte
zu überbrücken und in eine konstruktive Problemlösung zu überführen.
Sie sehen sich auch mit einer wachsenden Zahl kritischer Stimmen aus Praxis,
Wissenschaft und Bevölkerung konfrontiert. Von symbolischer Politik, von
selektiver Problembearbeitung, von ausbleibenden Er-folgen, von mangelnder Bürgerbeteiligung,
von fehlenden Evaluationsbemühungen und von asymmetrischen Akteursbeziehungen
ist da die Rede. Um ihre strukturellen Besonderheiten herauszuarbeiten und ihr
„Innenleben“ näher zu erforschen, hat der Autor eine qualitative
Studie in zwei kommunalen Präventionsgremien in einer nordrhein-westfälischen
Stadt durchgeführt. Im ersten Teil des Buches findet zunächst eine
kritische Auseinandersetzung mit dem Stand der Diskussion über die Stärken
und Schwächen und mit den derzeitigen Entwicklungslinien der kommunalen
Kriminalprävention statt. Die dort zusammengetragenen Argumente, Thesen
und Befunde werden im zweiten Teil um einige neue Aspekte und Gedankengänge
aus der empirischen Untersuchung ergänzt und erweitert. Der Autor kommt
zu dem Schluss, dass kommunalen Präventionsgremien trotz bestehender Defizite
ein großes Potenzial innewohnt, die aktuellen Sicherheitsprobleme erfolgreich
anzugehen. Es sind allerdings noch weitere Anstrengungen nötig, damit sie
ihr Potenzial vollständig entfalten und sich zu einem Zukunftsmodell für
kooperative Präventionsarbeit weiterentwickeln können.
132 Seiten
15,90 €

Inhalt

Inhalt:

Vorwort

1 Sicherheit in der Stadt

1.1 Problemskizze
1.2 Erkenntnisleitendes Interesse
1.3 Ziel und Aufbau der Untersuchung

2 Kommunale Kriminalprävention – Eine
Einführung
2.1 Prävention – ein Begriff, viele Konzepte
2.2 Theorieüberblick
2.3 Die Stadt als neue alte Ordnungsmacht?
2.4 Verdrängungseffekte
2.5 Rückkopplungseffekte
2.6 Evaluation von Prävention

3 Chancen und Grenzen kommunaler Präventionsgremien
3.1 Von der Koexistenz zur Kooperation
3.2 Instrument einer stillschweigenden Verwaltungsreform?
3.3 Blickfelderweiterung vs. Blickfeldverengung
3.4 Asymmetrische Kooperationsbeziehungen
3.5 Die neue Rolle der Polizei
3.6 Die ambivalente Rolle der Bürger

4 Methodisches Vorgehen
4.1 Kommunale Präventionsgremien – Ein neues Feld für die qualitative
Forschung?
4.2 Das problemzentrierte Interview
4.3 Feldzugang und Feldbeschreibung
4.4 Auswertungsverfahren

5 Kommunale Kriminalprävention im Meinungsbild
der Akteure
5.1 Präventionsgremien als Kontakt- und Informationsbörse
5.2 überflüssige Debattierrunde oder unverzichtbare Schnittstelle?
5.3 Das Spannungsfeld zwischen Polizei und Sozialarbeit
5.4 Bürgerbeteiligung – Ein zweischneidiges Schwert?
5.5 Evaluation – Zwischen Notwendigkeit und Aussichtslosigkeit

6 Mehr Sicherheit in der Stadt?
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Ausblick – Aufgaben und Empfehlungen für eine zukunftsorientierte
Kriminalprävention

Bibliographie