Prof. Dr. Antonio Vera hat ökonomie, Kulturwissenschaft und Geschichte studiert, in Betriebswirtschaftslehre promoviert und sich habilitiert und leitet seit 2007 das Fachgebiet „Organisation und Personalmanagement in der Polizei“ an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster.
Inhalt
Inhalt:
Vorwort
1 Polizei
1.1 Der Polizeibegriff
1.1.1 Begriffsgeschichte
1.1.2 Definition und Aufgaben der Polizei
1.2 Theoretische Grundlagen
1.2.1 Polizeisoziologische Forschung
1.2.2 Zentrale theoretische Ansätze
1.3 Fazit
2 Organisation
2.1 Grundlagen
2.1.1 Organisationsbegriff
2.1.2 Kernelemente einer Organisation
2.1.3 Formelle und informelle Regeln
2.2 Organisationsgestaltung
2.2.1 Ausgangspunkt: Bürokratische Organisation
2.2.2 Motivationsorientierte Organisationsgestaltung
2.2.3 Prozessorientierte Organisationsgestaltung
2.2.4 Dezentrale Organisationsgestaltung
2.3 Organisationskultur
2.3.1 Grundlagen der Organisationskultur
2.3.2 Organisationskultur der Polizei
2.3.3 Veränderung der Organisationskultur
2.4 Mikropolitik
2.4.1 Begriff, Bedingungen und Bedeutung
2.4.2 Macht, Machtquellen und Machtspiele
2.4.3 Mikropolitische Taktiken
2.4.4 Auswirkungen von Mikropolitik
2.4.5 Veränderung von Machtspielen
2.5 Change Management und Organisationsentwicklung
2.5.1 Traditionelle Perspektive auf organisatorischen Wandel
2.5.2 Widerstand gegen Wandel
2.5.3 überwindung des Widerstands gegen Wandel
2.5.4 Change Management und Organisationsentwicklung
2.6 Literaturempfehlungen
3 Personalmanagement
3.1 Grundlagen
3.1.1 Entwicklungsstand und aktuelle Herausforderungen
3.1.2 Besonderheiten des öffentlichen Sektors
3.1.3 Integriertes Personalmanagement-Konzept
3.2 Personalgewinnung
3.2.1 Personalbeschaffung
3.2.2 Personalauswahl
3.3 Personalbeurteilung
3.3.1 Grundlagen der Personalbeurteilung
3.3.2 Formen der Personalbeurteilung
3.3.3 Problemfelder der Personalbeurteilung
3.4 Personalführung
3.4.1 Ansätze der Personalführung
3.4.2 Instrumente der Personalführung
3.4.3 Führungskultur
3.5 Personalentwicklung
3.5.1 Begriffsabgrenzung, Ziele und Akteure
3.5.2 Lerntheoretische Grundlagen
3.5.3 Analyse des Entwicklungsbedarfs
3.5.4 Konzepte der Personalentwicklung
3.6 Strategisches Personalmanagement
3.6.1 Grundlagen des strategischen Personalmanagements
3.6.2 Demografie und alternsgerechtes Personalmanagement
3.6.3 Diversity Management
3.7 Literaturempfehlungen
Literaturverzeichnis
Ziel des Buches ist die Analyse von Tatverläufen und Tatmerkmalen bei Sexualmorden. Die Studie analysiert alle Sexualmorde im Freistaat Bayern in den Jahren 1979 bis 2008, bei denen Täter ermittelt und rechtskräftig verurteilt wurden. Durch die Vollerhebung werden Selektionsfehler vermieden. Datenbasis der Studie sind polizeiliche Fallanalysen, sonstige Polizeiakten, staatsanwaltliche Akten und Gerichtsakten. Ergänzt werden diese Angaben durch die Darstellung einschlägiger wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Tatverlaufsmerkmalen.
Das vorliegende Buch ist keine Studie zur operativen Fallanalyse im engeren Sinne, sondern die Darstellung von Basisdaten zu Tötungsdelikten mit sexueller Komponente aus Ermittlersicht, speziell aus fallanalytischer Perspektive. Die Ergebnisse können helfen, ermittlungsrelevante Fragen zu beantworten, wie beispielsweise: Wie häufig sind übertötungen, das ist die Anwendung von erheblich mehr Gewalt als zur Tötung notwendig gewesen wäre, bei Tötungen mit sexueller Komponente? Wie häufig findet bei Tötungen mit sexueller Komponente eine emotionale Distanzierung statt? Kannten sich Täter und Opfer vor der Tat?
Das Buch ist damit ein wissenschaftlich fundiertes Hilfsmittel für Ermittler, aber auch ein Nachschlagewerk für interessierte Kriminalisten, Kriminologen, Rechtspsychologen sowie Richter, Staatsanwälte und Strafverteidiger.
Inhalt
Inhalt:
Vorwort
1 Einleitung
2 Fallanalyse
2.1 Zentrale Begriffe
2.2 Operative Fallanalyse
2.3 Geografische Fallanalyse
2.4 Täterprofile
2.5 Integratives Modell
3 Vergleichsuntersuchungen
3.1 Tötungsdelikte mit sexueller Komponente
3.2 Tötungsdelikte
3.3 Sexualdelikte
3.4 Serientötungen
4 Fallbeispiele
4.1 Fallbeispiel 1: überfall in Opferwohnung
4.2 Fallbeispiel 2: Serientäter
5 Methodik
5.1 Datensammlung
5.2 Operationalisierung
5.3 Datenanalyse
6 Opfer
6.1 Geschlecht
6.2 Alter
6.3 Lebenswelt
6.4 Beruf
6.5 Vorbeziehung Opfer-Täter
6.6 Opferauswahl
6.7 Letzte Opferaktivität
6.8 Substanzeinfluss
6.9 Zwischenfazit
7 Tatverläufe
7.1 Annäherung – Kontaktaufnahme
7.1.1 Tatzeiten
7.1.2 Stressfaktoren
7.1.3 Kontaktort
7.1.4 Annäherung an Opfer
7.2 Kontrolle des Opfers
7.3 Sexuelle Handlungen
7.4 Tötung
7.4.1 Tötungshandlung und Tatmittel
7.4.2 Ort der Tötung
7.4.3 Ortsbezug des Täters zum Tatort
7.5 Außergewöhnliche Handlungen
7.5.1 übertötungen
7.5.2 Sexuell destruktive Verletzungen
7.5.3 Emotionale Distanzierung
7.5.4 Tataufzeichnung
7.5.5 Restkategorie
7.6 Umgang mit der Leiche
7.6.1 Leichenfund
7.6.2 Ablageort der Leiche
7.6.3 Ortsbezug des Täters zum Ablageort
7.6.4 Ortsverlagerung
7.6.5 Abfolge: Kontaktort – Tatorte – Ablageort
7.7 Nachtatverhalten
7.7.1 Gestohlene Gegenstände aus Opferbesitz
7.7.2 Nachtatverhalten (ohne Diebstahl von Gegenständen aus Opferbesitz)
7.8 Ermittlungen und Strafverfahren
7.9 Zwischenfazit
8 Täter
8.1 Soziodemografische Variablen
8.1.1 Geschlecht
8.1.2 Alter
8.1.3 Wohnort
8.1.4 Schulbildung
8.1.5 Beruf
8.2 Soziostrukturelle Variablen
8.2.1 Vordelikte
8.2.2 Lebensweise
8.2.3 Soziale Integration
8.2.4 Substanzeinfluss
8.3 Psychische Störungen
8.4 Planungsgrad
8.5 Tötungsmotivation
8.6 Zwischenfazit
9 Serientötungen und Mehrfachtötungen
9.1 Serientötungen mit sexueller Komponente
9.2 Serientötungsdelikte
9.3 Seriensexualdelikte
9.4 Zwischenfazit
10 Veränderungen über die Zeit
11 Diskussion
12 Literatur
Polizeibeamte sind normale Menschen mit einem außergewöhnlichen Beruf. Man mag fragen, was ist an diesem Beruf so außergewöhnlich? In unserem Sinne möchten wir dies dahingehend verstanden wissen, dass Polizeibeamten das Gewaltmonopol des Staates praktisch ausüben. Allein hierdurch besteht die Gefahr, dass sie belastet oder sogar traumatisiert werden. Durch diese Arbeit sind die Polizisten aber auch immer wieder Zeugen und Ziel von Gewalt und können hierdurch Entsetzen, Hilflosigkeit oder Angst erfahren, Emotionen, die konstituierende Merkmale für posttraumatische Reaktionen darstellen.
Seit Mitte der 1990er Jahren wird Betroffenen durch Psychosoziale Fachkräfte der Polizei und weitergebildeten Polizeibeamten Unterstützung angeboten, wenn die Gefahr besteht, dass sie über die Maßen belastet worden sein könnten. Ausgehend von der Synopse von Marx aus dem Jahr 1999 haben wir den derzeitigen Stand der Krisenintervention in den deutschen Polizeien des Bundes und der Länder erfasst und stellen ihn hiermit den in diesem Themenbereich Tätigen zur Verfügung.
Inhalt
Inhalt:
Zusammenfassung
Einleitung
Stress und Trauma
Psychologische Krisenintervention
Kriseninterventionskräfte
Critical Incident Stress Management
Psychologische Krisenintervention
Voraussetzungen der Helfer
Allgemeine Aus- und Weiterbildungsinhalte
Spezifische Aus- und Weiterbildungsbildungsinhalte
Bundesvereinigung für Stressbearbeitung - SbE
Betreuungskonzepte nach besonders belastenden Ereignissen
Qualitätsstandards
Ist-Stand der Kriseninterventionin den Ländern und im Bund
Methode
Einzelergebnisse
Vergleichende Ergebnisdarstellung und Diskussion
Regelnde, verbindliche Grundlage der Krisenintervention
Anzahl der Mitarbeiter in der Krisenintervention
Aufgabenbereiche der Helfer
Auswahl potenzieller Helfer
Schwerpunkte in der Aus- und Fortbildung
Methodische Grundlagen der krisentinterventorischen Tätigkeit
Struktur der Teams
Aufarbeitung der Belastung der Helfenden / Supervision
Erreichbarkeit der Helfenden
Einsatzbereiche der Teams
öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich der Hilfsangebote
Fazit und Ausblick
Literatur
Anhang – Interviewleitfaden
Karoline Ellrich & Dirk Baier (Hrsg.)
Polizeibeamte als Opfer von Gewalt Ergebnisse einer Mixed-Method-Studie
Inhalt
Inhalt:
Dirk Baier, Karoline Ellrich
Vorstellung des Forschungsprojekts und der kriminalstatistischen Ausgangslage
Dirk Baier, Karoline Ellrich
Vertrauen in die Polizei im Spiegel verschiedener Befragungsstudien
Stefan Prasse, Hartmut Pfeiffer
Gewalt gegen Polizeibeamte in Niedersachsen. Analyse der Strafverfahren nach übergriffen auf Polizeibeamte mit schweren Folgen der Jahre 2005 – 2009
Karoline Ellrich, Dirk Baier
Gewalt gegen Polizeibeamte aus Niedersachsen. Ein Vergleich der Ergebnisse der Online-Befragung und der Strafverfahrensanalyse
Karoline Ellrich, Dirk Baier
Wer wird nach einem Gewaltübergriff dienstunfähig, wer nicht?
Eine Analyse von Einflussfaktoren auf die Dienstunfähigkeit
Karoline Ellrich, Dirk Baier
Posttraumatische Belastungsreaktionen bei Polizeibeamten nach Gewaltübergriffen. Eine Untersuchung zu polizeispezifischen Einflussfaktoren
Bettina Zietlow
Die Bewältigung schwerer Gewaltopfererfahrungen im Polizeiberuf. Befunde qualitativer Interviews
Andreas Belger, Matthias Wied, Johannes Schütze, Janine Quenstedt, Frank Wimmel, Rüdiger Fink, Andrea Hartmann
Ergebnisse der Auswertungen von Freitextangaben viktimisierter Polizeibeamter
Ordnungsstörungen
Demonstrationen
Verkehrsüberwachungen
Fußballveranstaltungen
Familienstreitigkeiten/Gewalt in engen sozialen Beziehungen
Einsätze im Rahmen von Streitigkeiten, Körperverletzungsdelikten, Schlägereien
Polizeiliche Festnahme/Ingewahrsamnahme
Karoline Ellrich, Dirk Baier, Bettina Zietlow
Zusammenfassung und zukünftige Forschungsideen
Jana Reuter
„Polizei und Gewalt“ Eine handlungstheoretische Rekonstruktion polizeilicher Konfliktarbeit
Die Polizei als Inhaberin des „Gewaltmonopols des Staates“ ist durch Gesetz zur Anwendung von unmittelbarem Zwang legitimiert. Diesem Gewalthandeln des Staates steht die kriminalisierte Gewalt von Privatpersonen gegenüber. Durch diese Dichotomie wird aus Sicht der Verfasserin der Entstehungskontext von Gewalt zwischen der Polizei und dem Bürger vernebelt. Daher wird die Eskalation und die Deeskalation von Gewalt zwischen Polizeibeamten und ihrem Klientel in der vorliegenden Studie als Interaktionszusammenhang verstanden.
Weil die Forscherin selbst auch Polizeibeamtin des operativen Einzeldienstes ist, nimmt sie eine Doppelrolle ein und forscht aus der Polizeipraxis heraus mit einem hohen Maß an Selbstreflexivität über ihre eigene Berufsrolle. In der vorliegenden explorativen Studie wird untersucht, welche Rolle die Einstellungen, die Gestik und Mimik, die Kommunikationsinhalte und das Einsatzverhalten der Polizeibeamten sowie der von ihnen nach außen getragenen Symbole bei der Entstehung von Gewalt spielen. Abgerundet wird die Arbeit mit fundierten Präventionsvorschlägen und einem Exkurs zur Erklärung der These des Anstiegs von Gewalt gegenüber Polizeibeamten.
Inhalt
Inhalt:
1. Einleitung
2. Bestimmung des Untersuchungsgegenstandes
2.1 Forschungsstand „Gewalt gegen Polizei“
2.1.1 Untersuchung von Fritz Manglkammer 1938
2.1.2 Studie von Jürgen Martin 1951
2.1.3 Untersuchung von Siegfried Borchardt 1955
2.1.4 Untersuchung von Ralf Stührmann 1965
2.1.5 Studie von Klaus Sessar 1980
2.1.6 Studien von Joachim Jäger 1987, 1988, 1994
2.1.7 Studie von Ekkehard Falk 2000
2.1.8 Studie des KFN 2003
2.1.9 Studie des KFN 2010
2.1.10 Kriminologische Untersuchung zur Gewalt gegen Polizeibeamte aus Tätersicht von Rita Steffes-enn 2012
2.1.11 Studie des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW 2011/2012
2.1.12 Projekt der Polizei in Hessen
2.1.13 Projekt des KFN „Gewalt gegen Polizeibeamte und –beamtinnen aus dem Einsatz- und Streifendienst
2.2 Forschungsstand „Gewalt von Polizei“
2.2.1 Darstellung der Zahlen von PKS und StVSt zu rechtswidrigen Gewaltdelikten durch die Polizei
2.2.2 „Polizisten vor Gericht“ Tobias Singelnstein
2.2.3 Bericht von Amnesty International „Täter unbekannt“
2.3 Folgen und Auswirkungen der bisherigen Studien
2.4 Rechtliche Grundlagen
2.5 Theoretischer Rahmen
2.5.1 Sozialbehaviorismus nach Georg Herbert Mead
2.5.2 Der Symbolische Interaktionismus nach Herbert Blumer
2.5.3 Ertrag der Theorien für die vorliegende Forschungsarbeit
2.6 Begriffsbestimmung
2.6.1 Definition des Gewaltbegriffs im Rahmen dieser Arbeit
2.6.2 Definition des Begriffs „Polizei“
2.7 Forschungsfrage
3. Forschungsdesign
3.1 Auswahl des Beobachtungszeitraumes
3.2 Auswahl und Beschreibung der Dienststelle und Streifenteams
3.3 Besonderheiten und Störfaktoren
4. Methodische Umsetzung
4.1 Forschungszugang
4.2 Durchführung der teilnehmenden Beobachtung
4.3.1 „Hier herrscht Darwinismus“
4.3.2 „Deeskalation können wir auch“
4.3.3 „Mit Gequatsche zum Erfolg“
4.3.4 „Zeigen, wer hier der Herr im Ring ist!“
4.3.5 „Einen kühlen Kopf bewahren“
4.3.6 „Jeder Mensch ist unterschiedlich und daher ist auch jede Konfliktsituation eine andere!“
4.3.7 „So´n bisschen sind wir eben auch Sozialarbeiter!“
5. Ergebnisdarstellung
5.1 überblick über die Arbeitsergebnisse
5.2 Vergleich mit den Ergebnissen bisher bekannter Studien
5.3 Reflexion der Methode
5.4 Reflexion der Beobachtertätigkeit
5.5 Analyse und Bewertung der Untersuchungsergebnisse
5.5.1 Einstellungen und Handlungen
5.5.2 Kommunikation
5.5.4 Beobachtetes Einsatzverhalten
5.6 Gewalt begünstigende und Gewalt vermeidende Faktoren
5.7 Hypothesenbildung
6. Diskussion der Untersuchungsergebnisse
6.1 Fazit
6.2 Folgen für den Präventionsbereich
6.3 Weitergehende Empfehlungen
6.4 Exkurs zur Erklärung der These des Anstiegs von Gewalt gegenüber Polizeibeamten
Literaturverzeichnis
Sandra Hahn & Klaus Kraimer
Krisenkommunikation Zur Tätereinschätzung bei Bedrohungs- und Geisellagen Eine grenzüberschreitende und interdisziplinäre fallrekonstruktive Studie zum polizeilichen Handeln
Die Krise der Bewältigung von Bedrohungs- und Geisellagen fordert den beteiligten Polizeibeamten eine Lagebeurteilung ab, die rasch und zielorientiert auf Wesentliches zu reduzieren ist. Vor allem ist eine gültige Einschätzung zum Täter zwingend erforderlich, um in der aktuellen Situation eine erste Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen zu erzeugen.
Innerhalb dieses Buches, das ein Resultat einer dreijährigen internationalen und interdisziplinären Projektarbeit darstellt, wird das polizeiliche Handeln in derartigen Krisensituationen aus sozialwissenschaftlicher, psychologischer und polizeilicher Perspektive heraus rekonstruiert. Um das Phänomen der Geisel-/Bedrohungslage zu ergründen, wurden zwei Echtlagen aus verschiedenen Ländern ausgewählt. Daran werden exemplarisch methodische Schritte im Rahmen einer hermeneutisch orientierten Fallrekonstruktion aufgezeigt.
Ein solches Vorgehen und die damit einhergehende Typenbildung kann dem Ermittlungsbeamten helfen, einen fundierten und auf wissenschaftlichen Methoden beruhenden Zugang innerhalb einer Lagebewältigung kennen zu lernen. Das Ziel ist die Erzeugung professioneller Kompetenzen durch Systematisierung und Zusammenführung interdisziplinärer Wissensbestände (z.B. aus der Sozial-, Kommunikations-, und Polizeiwissenschaft sowie der Psychologie).
Inhalt
INHALT
Grußwort der Ministerpräsidentin
Vorwort
Einführende Problemskizze – Fragestellung und Problematisierung
des Forschungsgegenstandes
Theoretischer Teil
1. Grundlagen der Kommunikation im polizeilichen Kontext
1.1 Krise und Routine – Zur stellvertretenden Krisenbewältigung im Spannungsfeld zwischen Traumatischer Krise und Entscheidungskrise
1.2 Krisenkommunikation
2. Handeln in besonderen Lagen – Eine interdisziplinäre Perspektive
2.1 Handlungs- und Kommunikationsmacht
2.2 Verhandeln als Handlung. Von der Geisellage zur Verhandlungs- gruppe der Polizei – Eine historische Betrachtung
2.3 Zum professionellen Handeln in Extremsituationen – Verhandlung als notwendiges Element der Krisenbewältigung
3. Darstellung der polizeilichen Maßnahmen bei Bedrohungs- und Geisellagen in Deutschland und Luxemburg
3.1 Polizeiliche Aufgabenbereiche
3.2 Geisellage, Bedrohungslage, Entführung – eine Abgrenzung aus polizeilicher Sichtweise
3.3 Begriff der Einsatzlage
3.4 Polizeitaktische Maßnahmen bei Geisel- und Bedrohungslagen in Deutschland und Luxemburg
3.4.1 Polizeitaktische Maßnahmen in Deutschland
3.4.2 Polizeitaktische Maßnahmen in Luxemburg
3.4.3 Grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Polizeibehörden in der Grossregion ›Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz und Wallonie‹
4. Zur Typenbildung und Täterprofilerstellung
4.1 Empirisch begründete Typenbildung
4.2 Täterprofilerstellung und Typenbildung innerhalb von Geisellagen
4.3 Täter- und Opfereinschätzung aus polizeilicher Perspektive
5. Zwischenfazit – Bilanzierung vorliegender Erkenntnisse
Empirischer Teil
6. Zur Methodologie und Methodik der qualitativen Studie
6.1 Verlauf der Untersuchung
6.2 Datenschutz
6.3 Zum Forschungsdesign – Datenerhebungs- und Auswertungs- verfahren
6.3.1 Transkription
6.3.2 Die Methode der Fallrekonstruktion – Zur Logik der Auswertung
7. Analyse des Datenmaterials
7.1 Analyse des nationalen Falls
7.1.1 Ereignisschilderung des nationalen Falles
7.1.2 Analyse der objektiven Daten
7.1.3 Analyse der Verhandlungsgespräche
7.2 Analyse des internationalen Falls
7.2.1 Ereignisschilderung des internationalen Falles
7.2.2 Analyse der objektive Daten
7.2.3 Analyse der Verhandlungsgespräche
8. Erkenntnisgewinnung aus den einzelfallanalytischen Rekonstruktionen der Bedrohungs-/Geisellagen – Zur Tätertypenbildung aus den Fällen
Bilanzierender Teil
9. Fazit und Perspektiven – Anregungen für einen Orientierungsrahmen für den Bereich der polizeilichen Analysetätigkeit
10. Die Täter-/Opfereinschätzung als wesentlicher Baustein der polizeilichen Lagebewältigung – Fazit und Perspektiven im Kontext der Projektarbeit
Literatur
Anhang
Frank Hallenberger, Dr. rer. nat., Diplompsychologe, Dozent an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Fachbereich Polizei in Rheinland-Pfalz, Polizeipsychologe, Klinischer Hypnosetherapeut, Aufbau und Leitung des Kriseninterventionsteams der Polizei Rheinland-Pfalz, zusammen mit dem Polizeiseelsorger Hartmut von Ehr Leitung der Post Shooting-Seminare.
Wohl kaum ein anderes Ereignis wird in den Medien verzerrter dargestellt als der polizeiliche Schusswaffengebrauch gegen Menschen. Zum einen hinsichtlich der Häufigkeit zum anderen bezüglich der Auswirkungen auf den Schützen. Diese beiden Aspekte stehen im diametralen Gegensatz zur Realität: Der polizeiliche Schusswaffengebrauch gegen Menschen ist einerseits eher seltenes Ereignis, hat jedoch häufig starke Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten der Schützen. Um diesem Bild entgegenzuwirken, Fachleuten zu diesem Themenbereich weitere Informationen zu vermitteln und – nicht zuletzt – um Betroffenen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind, werden in diesem Buch die internationalen wissenschaftlichen Erkenntnisse in Verbindung mit den Erfahrungen des Autors mit Polizisten, die auf Menschen geschossen haben, dargestellt. Praxisnahe Abrundungen erfahren diese Ausführungen durch Beispiele von Betroffenen.
Inhalt
Inhalt:
Vorwort
Einleitung
Bedeutung des polizeilichen Schusswaffengebrauchs
Der Beginn der „Post-shooting-Seminare“
Die „Post-shooting-Gruppe“
– Die Stichprobe
– Die Vorgehensweise (Methode)
– Die Ereignisse
– Die Beschwerden aufgrund der Ereignisse
– Folgen des Schusswaffengebrauchs
Erkenntnisse zu den Folgen des polizeilichen Schusswaffengebrauchs
Hilfen und Schädigungen nach den Ereignissen
– Aufzählung der Seminare von 1996 bis 2011
– Der Ablauf eines Seminars:
– Bewertung der Seminare
– Welche Effekte hatten die Seminare?
Erkenntnisse aus der/den „Post-shooting-Gruppe/Seminaren“
Fazit und Ausblick
Literatur
Anhang
über die Autoren:
Dr. Jens Amendt (47), Studium der Biologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, Promotion in Entomologie am Naturkundemuseum und Forschungsinstitut Senckenberg (Frankfurt am Main). Seit 1997 Forschungsarbeiten und Erstellung von Gutachten auf dem Gebiet der Forensischen Entomologie, seit 2000 Leiter des Bereichs Forensische Entomologie am Zentrum der Rechtsmedizin (Frankfurt am Main).
Dipl.-Biol. Roman Krettek (49) Studium der Biologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, neben seiner entomologischen Tätigkeit Arbeiten auf dem Gebiet der Fischökologie und Mykologie. Seit 1997 Forschung und Gutachtenerstellung auf dem Gebiet der Forensischen Entomologie. Nach Projekten am Forschungsinstitut Senckenberg und der Universität Kassel nun Sachbearbeiter in der Naturschutzbehörde des Landkreises Kassel.
Rechtsanwalt Gerd Nießen (34) Studium der Rechtswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, seit 2002 freier Mitarbeiter im Bereich Forensische Entomologie am Institut für Rechtsmedizin (Frankfurt am Main) mit Schwerpunkt Kriminalistik und Kriminologie, Straf- und Strafprozessrecht.
Dr. Richard Zehner (48) Studium der Biologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Bereichsleiter DNA-Analytik am Institut der Rechtsmedizin Frankfurt am Main. Sachverständiger für forensische Genetik (Erstellung von Spuren- und Abstammungsgutachten). Seit 2000 Mitarbeiter im Bereich Forensische Entomologie. Forschungstätigkeiten zu molekulargenetischen Methoden der Identifizierung und der Altersbestimmung von nekrophagen Insekten.
Homepage des Institutes für Rechtsmedizin
Inhalt
Inhalt:
A Zum Gebrauch dieses Handbuchs
1. Einleitung
1.1 Forensische Entomologie – Was ist das?
1.2 Es war einmal eine Made: Eine kurze Geschichte der Forensischen Entomologie
2. Insekten auf Leichen: Biologie und ökologie
2.1 Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt – die Verwesung des menschlichen Leichnams
2.2 Vom Wettlauf mit der Zeit – Insektenbesiedlung eines Leichnams
2.2.1 Insekten – Plage oder wichtiger Bestandteil unseres ökosystems?
2.2.2 Vom Ei bis zum erwachsenen Tier – der Insekten-Entwicklungszyklus
2.2.3 Insekten auf Leichen
2.2.3.1 Fliegen (Diptera)
2.2.3.2 Käfer (Coleoptera)
2.2.3.3 Andere Insekten und Gliedertiere
3. „Crime time“ – Die Fallszenarien
3.1 Fall 1 – Leichenfund in einem Wald
3.2 Fall 2 – Wohnungsleiche
4. Haltet sie! Die Asservierung insektenkundlicher Spuren
4.1 Ein Leitfaden
4.2 Fall 1 – Asservierung
4.3 Fall 2 – Asservierung
5. Die forensische Bedeutung insektenkundlicher Spuren
5.1 Leichenliegezeitberechnung
5.2 Identifizierung nekrophager Insekten
5.3 Entomotoxikologie
5.4 Isolierung und Typisierung menschlicher DNA aus Maden
5.5 Vernachlässigung pflegebedürftiger Personen
5.6 Postmortale Artefakte durch Insektenfrass
6. Die Bewertung und Interpretation insektenkundlicher Spuren
6.1 1+1 = 2 – oder doch 3? über die Aussagekraft entomologischer Befunde
6.2 Fall 1 – gutachterliche Bewertung
6.3 Fall 2 – gutachterliche Bewertung
7. Juristische Relevanz der Forensischen Entomologie
8. Forensische Entomologie – ein Ausblick
9. Fallbeispiele
B Verwendete und weiterführende Literatur
C Anhang und Bildtafeln