In den letzten Jahren hat sich im Umgang mit häuslicher Gewalt vieles
getan. Was in der Gesellschaft lange als Privatangelegenheit galt, die keine
Einmischung von außen erfordert, ist nun zum Thema für Opfereinrichtungen,
der Polizei und auch der Justiz geworden. Obgleich Betroffene zumeist nun
Ansprechpartner finden, ist bei der Frage der Prävention und des Fallmanagements
noch vieles offen. So sterben jährlich etwa 300 Frauen in Deutschland
durch die Hand ihres Expartners, – Fälle, die das Potenzial haben
durch zielgerichtete Maßnahmen geschulter Helfer verhindert zu werden.
Dieses Buch liefert zum einen Informationen über die Hintergründe
von häuslicher Gewalt und die damit einhergehenden Belastungen für
die Opfer. Die Autoren stellen aber auch Methoden vor, um Fälle und deren
Eskalationspotenzial konkret einzuschätzen und um ein individuelles Fallmanagement
zu entwickeln. Dabei finden auch besondere Aspekte Berücksichtigung wie
der Umgang mit Kindern in gewaltbelasteten Familien, Gewalt und Ehrenmorde
bei Migrantinnen sowie Stalking und häusliche Gewalt. Führende Vertreter
ihres Feldes präsentieren hier den aktuellen »State of the Art«
– verständlich und didaktisch aufbereitet für Praktiker unterschiedlicher
Disziplinen.
Inhalt
Inhalt:
Gemeinsam gegen häusliche Gewalt: Kooperation, Intervention, Begleitforschung
Barbara Kavemann
Muster von Gewaltbeziehungen
Cornelia Helfferich
Der rechtliche Umgang mit häuslicher Gewalt
Dagmar Freudenberg
Zusammenhang von häuslicher Gewalt gegen
die Mutter mit Gewalt gegen Töchter und Söhne
Barbara Kavemann
Personzentrierte Psychotherapie mit Kindern
und Jugendlichen
Else Döring
Tiermisshandlung im Kontext häuslicher
Gewalt
Heike Küken
Stalking und häusliche Gewalt
Jens Hoffmann & Isabel Wondrak
Familiäre Gewalt und Ehrenmorde bei Migrantinnen
Corinna Ter-Nedden
Prävention von Tötungsdelikten durch
Expartner
Uwe Stürmer
Verhinderung von Gewaltdelikten nach vorausgegangenen
Bedrohungen
Christian Menke & Karsten Schilling
Autorenvitae