978-3-935979-78-8
Jan Stern, Bernhard Schlag,
Wirkungen und Akzeptanz polizeilicher Verkehrsüberwachung Die generelle Bedeutung der Verkehrsüberwachung für die Verkehrssicherheit wurde …
334 Seiten 24,90 €

Inhalt


978-3-935979-74-0
W. Ph. Stol, A. Ph. van Wijk, G. Vogel, B. Foederer & L. van Heel
Police Patrol Work in the Netherlands an observational study in an international perspective This book is about police patrol …
208 Seiten 20,00 €

Inhalt


978-3-935979-79-5
Norbert Pütter
Polizei und kommunale Kriminalprävention Formen und Folgen polizeilicher Präventionsarbeit in den Gemeinden Seit den 1990er …
364 Seiten 24,90 €

Inhalt


978-3-935979-82-5
Joachim Burgheim & Hermann Friese
Sexualdelinquenz und Falschbezichtigung Eine vergleichende Analyse realer und vorgetäuschter Sexualdelikte Opfer von …
117 Seiten 15,90 €

Inhalt


978-3-935979-64-1
Christian Barthel, Jochen Christe-Zeyse, Dirk Heidemann
Professionelle Führung in der Polizei Jenseits des Führungsmythos und technokratischer Managementansätze Die Führungslehre …
280 Seiten 19,80 €

Inhalt


978-3-935979-85-6
Jochen Christe-Zeyse (Hrsg.)
Die Polizei zwischen Stabilität und Veränderung Ansichten einer Organisation im Wandel Die Polizei ist eine besondere Organisation: …
334 Seiten 24,90 €

Inhalt


978-3-935979-87-0
Rebecca Bondü
Die Klassifikation von Brandstraftätern Eine Typologisierung anhand des Tatmotivs und anderer Variablen Da Branddelikte …
193 Seiten 19,80 €

Inhalt


978-3-935979-90-0
Ingo Wehner
Erhebung und Beurteilung von Tatverdächtigenaussagen Obwohl in den letzten Jahren aus der praktischen Polizeiarbeit heraus der Bedarf …
317 Seiten 22,90 €

Inhalt


Jan Stern, Bernhard Schlag,

Wirkungen und Akzeptanz polizeilicher Verkehrsüberwachung

ISBN 978-3-935979-78-8
Die generelle Bedeutung der Verkehrsüberwachung für die Verkehrssicherheit
wurde zuletzt in Frankreich eindrucksvoll belegt. Konsequente überwachung
führte hier zu einer Reduzierung der Getötetenzahlen im Straßenverkehr
um mehr als 20%. Um die Effizienz von polizeilicher überwachung vor dem
Hintergrund der Mittelverknappung öffentlicher Haushalte zu steigern,
ist es notwendig, Wirkungszusammenhänge im überwachungsprozess transparent
zu machen und zu optimieren. Wirkung und Akzeptanz polizeilicher Verkehrsüberwachung
hängen von sozialen, organisatorischen, technischen und personalen Faktoren
ab. Im vorliegenden Band wird der Prozess der Verkehrsüberwachung von
der Initiierung auf der Ebene der Bundesländer bis zur konkreten Umsetzung
auf Landkreisebene in einem Modell abgebildet. Dabei werden die Arbeitssituation
und die Arbeitszufriedenheit der Polizisten, die Wahrnehmung der Verkehrsüberwachung
durch die Bevölkerung und die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit
betrachtet. Es wurden fünf Teilstudien in jeweils vier Bundesländern
durchgeführt. Dabei wurden Daten durch Bevölkerungs- und Polizeibefragungen,
Medienanalysen und Unfallstatistiken erhoben. Die Ergebnisse zeigen u.a.,
dass Verkehrsüberwachung vor allem einen signifikanten Einfluss auf das
Geschwindigkeitsverhalten hat. Eingangsgrößen der Abschreckung
durch Verkehrsüberwachung, wie die Kontrollintensität und partiell
die Strategie der überwachung, werden von den Verkehrsteilnehmern wahrgenommen
und beeinflussen die subjektive Entdeckungswahrscheinlichkeit. Besonders starken
Einfluss auf die Regelbefolgung haben die wahrgenommene Verhaltenskontrolle
und die Wahrnehmung sozialer Normen und Erwartungen, die Regelbefolgung fordern.
Der Prädiktor Abschreckung hat bei den 16 - 34-jährigen einen stärkeren
Einfluss auf die Regelbefolgung als bei älteren. Die Ergebnisse zeigen
die Bedeutung von Verkehrsüberwachung als notwendigen Ausgangspunkt für
eine fortschreitende Norminternalisierung gerade bei jüngeren Fahrern.
Für Trunkenheitsfahrten erwies sich die wahrgenommene Verhaltenskontrolle,
nicht jedoch die Abschreckung, als zentraler Prädiktor. Arbeitszufriedenheit
und Arbeitsmotivation der Polizisten sowie die Wahrnehmung der Polizei und
ihrer Arbeit durch die Bevölkerung stellen sich deutlich positiv dar.
Durch Verkehrsüberwachungsarbeit, aber auch durch eine erhöhte örtliche
und Medienpräsenz der Polizei kann dem Wunsch der Bevölkerung nach
wahrnehmbarem Schutz auch vor Gefährdungen im Straßenverkehr verstärkt
entsprochen werden.
334 Seiten
24,90 €

Inhalt



W. Ph. Stol, A. Ph. van Wijk, G. Vogel, B. Foederer & L. van Heel

Police Patrol Work in the Netherlands

ISBN 978-3-935979-74-0
an observational study in an international perspective
This book is about police patrol work, especially emergency patrol and community
policing in The Netherlands. The authors first give an empirical based picture
of everyday policing and then examine one of the core problems of policing:
the question what determines what is involved in police patrol work.
Although the fieldwork is carried out in The Netherlands, this study also
is of importance for policing in other countries. By looking across borders,
we do not only learn about policing in a foreign country but we also learn
what are the distinctive characteristics of policing in our home country.
Furthermore, the authors explicitly place their findings in an international
context by comparing their observations with research that has been carried
out in Belgium, Sweden, Germany, Denmark, Canada and the United States. Based
on their findings the authors provide the reader with an empirical grounded
explanation model that can be used by police chiefs to better understand what
is effective in police management as well as by social scientists to design
future research.
208 Seiten
20,00 €

Inhalt

Inhalt:

Foreword
Summary

1. Introduction
1.1 The importance of what police officers do
1.2 Relevance of information about police patrol work
1.3 Positioning of present-day patrol work: a short history
1.4 The implementation of the organizational concept ‘community policing’

1.5 A parallel development: the formation of regions
1.6 Research questions and structure of this study

2. A description of the cities involved and
the methods of research
2.1 A brief sketch of the four cities
2.2 Official police strength in the four cities
2.3 Official organisation of the basic police work in the four cities
2.4 A look at police patrol work
2.5 Study method, implementation and data

3. Emergency Patrol
3.1 What is involved in police patrol work
3.2 Initiative to take action
3.3 Knowledge of the people in the neighbourhood
3.4 The outcome of incidents
3.5 Emergency patrol … more than incidents?

4. Community Policing
4.1 What is involved in community policing patrol work
4.2 Initiative to take action
4.3 Knowing the people in the neighbourhood
4.4 The outcome of incidents: community beat officers and repressive action
4.5 Community policing … a structural approach to problems?

5. Emergency patrol and community policing in
context
5.1 Intrinsic differences and similarities
5.2 Cooperation
5.3 Community beat officers and autonomy
5.4 Conclusions about emergency patrol and community policing in 2001

6. Changes since the nineties
6.1 Introduction: the available material
6.2 Changes in emergency patrol work: observations
6.3 Officers about the changes since 1991
6.4 Conclusion

7. Patrol work: main features, explanations
– management
7.1 Introduction
7.2 International patterns in patrol work
7.3 What determines what police officers do
7.4 A conceptual model for police patrol work
7.5 Discussion: implications for management and controlling the police

Bibliography

Appendix



Norbert Pütter

Polizei und kommunale Kriminalprävention

ISBN 978-3-935979-79-5
Formen und Folgen polizeilicher Präventionsarbeit in den Gemeinden
Seit den 1990er Jahren breiten sich Modelle kommunaler Kriminalprävention
in Deutschland aus. Auf örtlicher Ebene sollen durch das Zusammenwirken
unterschiedlicher Gruppen und Personen Kriminalität verhindert und Sicherheit
gestärkt werden. Ihre Attraktivität verdankt die kriminalpräventive
Bewegung nicht zuletzt dem Versagen herkömmlicher, reaktiver Kriminalpolitik.
Statt Strafen und verschärfte Repression wird in Aussicht gestellt, Gefahren
und Schädigungen bereits im Entstehen verhüten zu können.
Die vorliegende Untersuchung bietet einen überblick über die Formen
und das Ausmaß lokaler Prävention. Aufgrund einer bundesweiten
Erhebung wird ein grobes Profil der kriminalpräventiven Akteure, ihrer
Themen und Aktionen gezeichnet. Dies stellt den Rahmen für die Untersuchung
der Rolle der Polizei für die und in den kriminalpräventiven Gremien
dar. Ist diese Art der Kriminalprävention ein Schritt auf dem Weg zu
einer „bürgerorientierten Polizei“ oder handelt es sich um
die polizeiliche Indienstnahme bürgerschaftlichen Engagements? Wird in
der Kriminalprävention tatsächlich eine neue Kriminalpolitik sichtbar
oder ist sie lediglich eine fortgeschrittene Variante bürokratisch dominierter
Sicherheitspolitik?
364 Seiten
24,90 €

Inhalt

Inhalt:

1 Anlass und Gegenstand der Untersuchung
1.1 Kommunale Kriminalprävention: Hoffnungen und Probleme
1.2 Polizei – Gemeinde – Prävention

2 Methoden der Untersuchung
2.1 Fragebogenerhebung
2.2 Qualitative Erhebung

3 Lokale Präventionsräte – zum
Kontext polizeilicher Prävention
3.1 Kommunal-kriminalpräventive Gremien im überblick
3.2 Die „Projektstädte“
3.3 Präventionsbegriffe

4 Die Polizei in kriminalpräventiven Gremien
– eine übersicht
4.1 Die institutionelle Stellung der Polizei
4.2 Engagement und Akzeptanz der Polizei
4.3 Selbst- und Fremdbeschreibungen – ein harmonisches Bild

5 Prävention ohne Repression
5.1 Quantitäten: Themen und Aktivitäten mit Polizeibeteiligung
5.2 Räte als Podien
5.3 Information durch Prävention
5.4 Beschwerden-Management

6 Die Polizei als Thema
6.1 Polizeiarbeit in den Fragebögen
6.2 Forderungen vor Ort
6.3 „Polizei verstehen“

7 Prävention mit Repression
7.1 Quantitative Befunde
7.2 Zusammenarbeit als Ziel
7.3 Polizei und Gemeinde – institutionelle Arrangements
7.4 Der öffentliche Raum
7.5 Lokale Drogenszenen
7.6 Stadträumliche Brennpunkte
7.7 Jugendliche als präventivpolizeiliche Zielgruppe
7.8 Repression im präventiven Netzwerk

8 Polizeiarbeit im Kontext kriminalpräventiver Gremien
8.1 Vermittlungsprozesse
8.2 Folgen – Erfolge
8.3 Institutionelle (Nicht)Folgen

9 Glanz und Elend der (kommunalen) Kriminalprävention

Anhang
A Gremienfragebogen 333
B Projektfragebogen 341
C Geführte Interviews 343
Literaturverzeichnis 345



Joachim Burgheim & Hermann Friese

Sexualdelinquenz und Falschbezichtigung

ISBN 978-3-935979-82-5
Eine vergleichende Analyse realer und vorgetäuschter Sexualdelikte
Opfer von Vergewaltigungen haben mehr als die Opfer anderer Straftaten mit
Voreinstellungen und Vorurteilen zu kämpfen. Allzu oft wird den viktimisierten
Frauen noch unterstellt, die Tat insgeheim provoziert, gewollt oder mindestens
geduldet zu haben. Solche Vergewaltigungsmythen erhalten dann auch noch eine
Bestätigung, wenn sich herausstellt, dass eine angezeigte Vergewaltigung
tatsächlich frei erfunden war. Die Identifizierung einer Falschbezichtigung
bereitet dem polizeilichen Ermittler mitunter erhebliche Schwierigkeiten.
– Ausgehend von einem studentischen Projekt an der Fachhochschule für
öffentliche Verwaltung (FHöV) NRW waren die polizeilichen Ermittlungsakten
von 320 Vergewaltigungsdelikten (gemäß § 177 StGB) und 60
solcher Falschbezichtigungen untersucht worden. Anhand der vergleichenden
Analyse der operationalisierbaren Einzelmerkmale des Tatgeschehens werden
in diesem Band die typisierenden Besonderheiten vorgetäuschter Sexualstraftaten
herausgearbeitet und im Rahmen der Gesamtproblematik diskutiert.
117 Seiten
15,90 €

Inhalt

Inhalt:

1 Genesis, 39-41

2 Zur Problematik vorgetäuschter Sexualdelikte

2.1 Kriminologische Betrachtungen: Vergewaltigungen als „unterberichtete“
und „unkontrollierte“ Delikte
2.2 Die Möglichkeiten der Aussagepsychologie zur Identifizierung von
Falschaussagen
2.3 Falschbezichtigungen und Mythenbildung

3 Zum Ansatz der eigenen Untersuchung

4 Die Darstellung der Befunde
4.1 Die Häufigkeitsverteilungen der Einzelmerkmale in den beiden Vergleichsgruppen
4.2 Die Bestimmung des Einflusses der Prädiktoren auf die Zuordnung zu
den Vergleichsgruppen
4.3 Weitere Einzelergebnisse

5 Die Bedeutung der Ergebnisse
5.1 Wann ist ein Sexualdelikt vorgetäuscht?
5.2 Das Problem der „missing values
5.3 Die Besonderheiten vorgetäuschter Delikte
5.4 Letzte Betrachtungen

6 Literatur

7 Anhang
7.1 Die Variablen und ihre Kodierungen
7.2 Häufigkeitstabellen mit Signifikanzprüfung – Ergebnisse
der logistischen Regressionsanalyse

8 Angaben zu den Autoren



Christian Barthel, Jochen Christe-Zeyse, Dirk Heidemann

Professionelle Führung in der Polizei

ISBN 978-3-935979-64-1
Jenseits des Führungsmythos und technokratischer Managementansätze
Die Führungslehre in der Polizei ist traditionell geprägt durch
aufgabenbezogene- normative und instrumentell-methodische Erwartungen und
Anforderungen an die Führungskraft; im Vordergrund stehen damit oft Wunsch-
und Tugendkataloge samt den Instrumentarien, die als Erfolgsrezepte für
gute Führung angemahnt werden. Der Aspekt des „Sollens“ wird
damit auf Kosten des praktischen „Könnens“ überbetont.
Tatsächlich stehen Führungskräfte in der Polizei auf allen
Ebenen nicht als souveräne Führer über der Organisation bzw.
ihrem Verantwortungsbereich, sondern sie handeln innerhalb eines komplexen
Netzwerks unterschiedlicher Anspruchsgruppen und erfolgskritischen Kooperationspartner.
Dieses Netzwerk ermöglicht, aber es begrenzt auch Führungshandeln
und Führungserfolg. Für erfolgreiche Führungskräfte ist
es demnach wichtig, diese faktischen und organisationsstrukturellen Dimensionen
des „Könnens“ identifizieren, verstehen und gestalten zu
können.
Das vorliegende Buch unternimmt den Versuch, den Führungs- und Managementdiskurs
in der deutschen Polizei an den aktuellen Stand der Managementlehre anzukoppeln.
Dabei gehen die Autoren davon aus, dass eine moderne polizeiliche Führungslehre
mehr braucht als normative Appelle und einen Werkzeugkasten betriebswirtschaftlicher
Instrumente, sondern ausgehen muss von einem empirisch gesättigten, zugleich
aber auch theoretisch fundierten Verständnis der spezifischen Funktionsweise
institutioneller Organisationen, wie die Polizei eine ist.
Dabei wird das Themengebiet aus drei Perspektiven beleuchtet: aus einer sozialwissenschaftlichen
Perspektive, die Führung in einem organisations-, das heißt mikropolitischen
Handlungsfeld beschreibt, aus einer methodisch-didaktischen Perspektive, die
das Führungshandeln in komplexen Netzwerken lehr- und trainierbar macht,
sowie aus einer für die spezifisch polizeiliche Organisationskultur sensiblen
Managementlehre, die der Frage nachgeht, unter welchen Bedingungen moderne
Managementansätze in einer Organisation wie der Polizei überhaupt
eine realistische Chance haben, Wirkung zu entfalten.
Diese drei Perspektiven lassen sich auch als eine erste Vermessung des komplexen
Themas „Führen in der Polizei“ verstehen. Organisationssoziologie,
Managementlehre und eine wirksame Didaktik sind damit die Bezugspunkte, von
denen aus das Fundament und die Architektur der Führungslehre in der
Polizei entwickelt werden können.
280 Seiten
19,80 €

Inhalt

Inhalt:

1 Geleitwort

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Christian Barthel
Führungslehre in der Polizei
Eine Diskursanalyse

Christian Barthel
Dimensionen professioneller Führung
Organisationstheoretische Grundlinien für eine Führungslehre in
der Polizei

Dirk Heidemann
Professionelle Führung lernen
Kompetenzorientiertes Lernen in der Ausbildung von Führungskräften
der Polizei

Dirk Heidemann
Das Medienszenario
Ein Fallbeispiel für die Arbeit mit Lernumgebungen in der Aus- und Fortbildung
von Führungskräften der Polizei

Jochen Christe-Zeyse
Polizei und Management
Beobachtungen zu einem konfliktträchtigen Verhältnis



Jochen Christe-Zeyse (Hrsg.)

Die Polizei zwischen Stabilität und Veränderung

ISBN 978-3-935979-85-6
Ansichten einer Organisation im Wandel
Die Polizei ist eine besondere Organisation:
konservativ und modern, stabil und dynamisch, glorifiziert und kritisch beäugt,
aufregend und bürokratisch, fremdbestimmt und autonom. Die besonderen
Bedingungen polizeilicher Arbeit und der spezifische Charakter der Aufgabe
finden ihren Niederschlag in einer besonderen Form der polizeilichen Identität
– einer Identität allerdings, die sich als solche erst in der Abgrenzung
zur Umwelt ausdrückt, sich organisationsintern aber ausdifferenziert
in eine Vielzahl von Teil-Identitäten: Kriminalpolizei und Schutzpolizei,
Stab und Linie, oben und unten, drinnen und draußen, Land und Bund.


Die Erscheinungsformen dieser spezifischen Organisationskultur eingehender
zu beschreiben, die dabei zu beobachtenden Phänomene zu verstehen und
in einen Deutungsrahmen einzuordnen, ist eine lohnende Aufgabe im Kontext
einer sich entwickelnden Polizeiwissenschaft im deutschsprachigen Raum.
Das vorliegende Buch lässt Autoren zu Wort kommen, die die Polizei als
Organisation gut kennen, selbst aber keine Polizisten sind. Es sind ausnahmslos
Menschen, die über längere Zeit in der Polizei oder in einer ihr
angegliederten Institution gearbeitet oder über sie geforscht haben.

Die hier vorgelegte Sammlung von Aufsätzen soll sowohl dem Polizeiforscher
als auch dem Polizeipraktiker einen Einblick in bisher noch eher wenig erforschte
Bereiche der polizeitypischen Organisationskultur geben und damit sowohl den
wissenschaftlichen Diskurs außerhalb der Polizei als auch die Reflexion
über eigene organisationskulturelle Eigenheiten innerhalb der Polizei
anregen.
334 Seiten
24,90 €

Inhalt

Inhalt:

Vorwort

Inhaltsverzeichnis

Jochen Christe-Zeyse
Einleitung

Jo Reichertz
Polizisten als Landsknechte
Weshalb sich Polizisten so gerne gegenseitig auf den Arm nehmen

Karlhans Liebl (unter Mitarbeit von Antje Reich)
Polizei und Rituale
Vorüberlegungen zu einer Analyse

Rafael Behr
Besser als andere BF-Einheiten und der Organisationswandel der Polizei –
Ein Werkstattbericht aus der Polizeikulturforschung

Jochen Christe-Zeyse
Die Macht der Profession
Beobachtungen zum Selbstverständnis einer starken Kultur

Werner Schiewek
Weiße Schafe – Schwarze Schafe
Dichotomische Weltbilder im polizeilichen Alltag

Hans-Gerd Jaschke
Management Cops
Anmerkungen zu einer polizeilichen Funktionselite

Rainer Prätorius
Scheinprobleme der Polizeireform
US-amerikanische Lehrstücke in symbolischer Politik

Bernd Runde
Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld
Wahrnehmungen und Interpretationen zu kulturellen Eigenarten der Polizei

Jochen Christe-Zeyse
„Naiv will man ja auch nicht sein“
Der schwere Stand des Vertrauens in einer strukturell misstrauischen Organisation


Clemens Arzt
Grenzen polizeilicher Eingriffe in der Wahrnehmung von angehenden Polizeibeamten
und -beamtinnen
Zur Akzeptanz des Art. 20, Abs. 3 GG in der Polizeiausbildung

Wolfgang Schulte
„Und grau ist alle Theorie ...“
über die nicht immer ganz spannungsfreie Rezeption von (sozial-)wissenschaftlichen
Denkweisen in der Polizei

Mechthild Hauff
Scheingegensätze ziehen sich an
Polizeiliche Studiengänge und das Ringen um Praxisorientierung und Akademisierung

Autorenverzeichnis



Rebecca Bondü

Die Klassifikation von Brandstraftätern

ISBN 978-3-935979-87-0
Eine Typologisierung anhand des Tatmotivs und anderer Variablen
Da Branddelikte kriminalistische Hinweise auf den Täter häufig selbst
zerstören, gewinnen hier psychologische und kriminologische Aspekte bei
der Fahndung an Bedeutung. Das Tatmotiv kann wichtige Hinweise auf den Täter
liefern und stellt deswegen seit langer Zeit die Grundlage für Klassifikationen
von Brandstraftätern dar. Neuere Ansätze, insbesondere aus dem angloamerikanischen
Bereich, berücksichtigen neben den Tatmotiven und Merkmalen des Täters
verstärkt auch spezifische Merkmale der Tat und des Tatorts. Diese beruhen
bislang allerdings vor allem auf anekdotischen Informationen. In der vorliegenden
Studie wurden anhand einer Aktenanalyse von 98 Berliner Brandstraftätern
verschiedene Klassifikationsmöglichkeiten erprobt, die übertragbarkeit
der angloamerikanischen Ansätze auf eine deutsche Täterpopulation
geprüft sowie Zusammenhänge zwischen spezifischen Merkmalen der
Tat und Täters empirisch gesichert. Diese neuen Erkenntnisse können
auch für die polizeiliche Ermittlungsarbeit praktisch nutzbar gemacht
werden.
193 Seiten
19,80 €

Inhalt

Inhalt:

Zusammenfassung

1 Einleitung

2 Branddelikte: Definition und Häufigkeit
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Straftatbestände der Brandkriminalität
2.3 Statistik

3 Merkmale des Täters und der Tat
3.1 Geschlecht
3.2 Alter
3.3 Familienstand
3.4 Bildung / Beruf / Intelligenz
3.5 Wohnort
3.6 Soziale Isolation
3.7 Herkunftsfamilie
3.8 Konkordante Störungen
3.9 Vorstrafen und Rückfälligkeit
3.10 Alkoholisierung und Drogenintoxikation
3.11 Einzel- vs. Gruppentäter
3.12 Tatzeit
3.13 Das Tatobjekt und sein Besitzer
3.14 Tatort
3.15 Tatmittel
3.16 Spontane vs. geplante Taten
3.17 Weitere wichtige Daten
3.18 Fazit

4 Ursachen und Motive für Branddelikte
4.1 Allgemeine Motivationstheorien
4.2 Allgemeine Kriminalitätstheorien
4.3 Deliktspezifische Erklärungsansätze
4.4 Motive für Brandstraftaten
4.5 Motivtaxonomien

5 Hypothesen

6 Methoden
6.1 Stichprobe
6.2 Materialien
6.3 Auswertung

7 Ergebnisse
7.1 Auswertung der Fragebogendaten
7.2 Auswertung Motive, Kategorienkonstruktion
7.3 Inferenzstatistische Auswertung

8 Diskussion
8.1 Interpretation der frequenzanalytischen Ergebnisse
8.2 Ergebnisse bezüglich der Motivkategorien
8.3 Bewertung der Erklärungsansätze
8.4 Motivkategorien und erhobene Merkmale
8.5 Probleme der vorliegenden Studie
8.6 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Anhang



Ingo Wehner

Erhebung und Beurteilung von Tatverdächtigenaussagen

ISBN 978-3-935979-90-0
Obwohl in den letzten Jahren aus der praktischen Polizeiarbeit heraus der
Bedarf von und der Ruf nach geeigneten Erhebungs- und Beurteilungsverfahren
für Aussagen von Tatverdächtigen größer und lauter geworden
ist, hat sich im gleichen Zeitraum in der wissenschaftlichen Psychologie diesbezüglich
wenig getan.

Einzig die seit den 1960er Jahren entwickelte psychophysiologische Aussagebeurteilung
nimmt sich der Erhebung und Beurteilung von Tatverdächtigenaussagen an.
Dabei ergeben sich allerdings diverse Probleme, die den Einsatz in der alltäglichen
praktischen Polizeiarbeit zumindest erschweren, wenn nicht gar unmöglich
machen – bspw. ist es mittels dieser Verfahren nicht möglich, über
eine daran orientierte Vernehmung eine freie und komplexe Aussage zu erheben
und es ist ebenfalls kaum möglich, bei den häufig anfallenden Vernehmungen
immer eine polygraphische Beurteilung anzuschließen. Deshalb ist es
notwendig, andere Erhebungs- und Beurteilungsverfahren für Tatverdächtigenaussagen
zur Verfügung zu stellen. Dazu muss das Rad noch nicht einmal völlig
neu erfunden werden.

Denn die ebenfalls seit den 1960er Jahren entwickelte Vernehmungs- und Aussagepsychologie
stellt prinzipiell bereits solche Erhebungs- und Beurteilungsverfahren bereit.
Deren Einsatz wäre in der alltäglichen praktischen Polizeiarbeit
vergleichsweise funktional und unkompliziert – bspw. ermöglichen
die Verfahren eine Vernehmung, deren resultierende Aussage nahezu optimal
der Gedächtnisrepräsentation des fraglichen Ereignisses entspricht
und deren glaubhaftigkeitsbezogene Beurteilung außer minimalem Zeitaufwand
und ausreichenden Kenntnissen so gut wie keine Anforderungen stellt. Allerdings
sind diese Verfahren entwickelt und erprobt worden, um Zeugenaussagen zu erheben
und zu beurteilen. Daher ist es notwendig, vor der nahe liegenden Anwendung
in der Praxis zu überprüfen, ob diese einfachen und praktischen
Verfahren der Vernehmungs- und Aussagepsychologie bei der Erhebung und Beurteilung
von Tatverdächtigenaussagen ebenso objektiv, reliabel und valide sind
wie bei der Erhebung von Zeugenaussagen. Nach einer ausführlichen Darstellung
der in Frage kommenden Erhebungs- und Beurteilungsverfahren wird eben diese
überprüfung von der vorliegenden Studie geleistet.
317 Seiten
22,90 €

Inhalt

Inhalt:

1. Prolog

2. Herleitung der Fragestellung
2.1 Nomenklatur
2.2 psychophysiologische Aussagebeurteilung
2.3 Vernehmungs- und Aussagepsychologie
2.4 Spezialisierung der Disziplinen
2.5 Fragestellung

3. theoretischer Hintergrund
3.1 verbessertes kognitives Interview (=kI; vkI)
3.2 criteria-based content analysis (=CBCA)
3.3 zur Kombination der beiden Verfahren

4. Methode und Hypothesen
4.1 Design
4.2 Aussageerhebung mit dem vkI
4.3 Durchführung
4.4 Aussagebeurteilung mit der CBCA
4.5 Durchführung
4.6 Hypothesen

5. Ergebnisse
5.1 Stichprobe
5.2 Objektivität und Reliabilität
5.3 Validität

6. Diskussion

7. Epilog