978-3-86676-629-7
Lara Spannuth
Fallanalyse - Deutschland und USA im Vergleich: Modernisiert das BKA die FBI-Methoden? In dieser Ausarbeitung wird die weit verbreitete Methodik des „Profilings“ …
58 Seiten 12,80 €

Inhalt


978-3-86676-633-4
Manfred Reuter
70 Jahre „Gewerkschaft der Polizei“ (GdP) von 1950 bis 2020 Als am 14.09.1950 in Hamburg fünf Polizei-Verbände aus der britischen Zone und aus …
181 Seiten 24,90 €

Inhalt


978-3-86676-623-5
Leonie Buschkamp
Führung zwischen Organisationsgrenzen Die Funktionen und Folgen der Besetzung … Die Funktion der Polizeipräsidenten ist i.d.R. kein Gegenstand polizeiwissenschaftlicher …
191 Seiten 29,80 €

Inhalt


978-3-86676-595-5
Wim Nettelnstroth (Hrsg.)
Tagungsband zur Tagung „Neue Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis zur … Die im Zuge des demografischen Wandels bereits begonnene Pensionierungswelle in den …
204 Seiten 29,80 €

Inhalt


978-3-86676-622-8
Christian Barthel & Dirk Heidemann (Hrsg.)
Leitbegriffe des polizeilichen Führungshandelns Empirische Beobachtungen der … Von „Führungswissenschaft“ wird allenthalben gesprochen. Oft handelt es sich dann …
321 Seiten 28,90 €

Inhalt


978-3-86676-614-3
Thorsten Floren
Schutzwürdige Interessen von Beschuldigten im Rahmen der audiovisuellen … Die audiovisuelle Vernehmung des Beschuldigten wurde zum 01.01.2020 in der Bundesrepublik …
256 Seiten 29,90 €

Inhalt


978-3-86676-612-9
Cornelia Rehs
Einstellung der Studierenden zur Vernehmung von Kindern Die Vernehmung von Kindern erlangt zunehmendes Interesse in der psychologischen …
90 Seiten 19,90 €

Inhalt


978-3-86676-605-1
Irina van Ooyen
Polizeiwissenschaft in Deutschland Die Polizeiwissenschaft ist in anderen westlichen Ländern wie z.B. den USA und …
105 Seiten 19,80 €

Inhalt


Lara Spannuth

Fallanalyse - Deutschland und USA im Vergleich: Modernisiert das BKA die FBI-Methoden?

ISBN 978-3-86676-629-7
In dieser Ausarbeitung wird die weit verbreitete Methodik des „Profilings“ wissenschaftlich dargestellt. Zu beachten ist, dass das sogenannte „Profiling“ eine kriminalistische und wissenschaftliche Form der Verbrechensaufklärung ist. Sie differenziert sich stark von dem in der Gesellschaft verankerten Bild eines Profilers, wie er heutzutage in diversen Thrillern und Filmen dargestellt wird.

Bei dem kriminalistischen „Profiling“ (Arbeitsweise des FBI), sowie bei der vergleichbaren deutschen Methode („operative Fallanalyse“), geht es daher um eine phasenstrukturierte Arbeitsweise, welche bei schwerwiegenden Gewaltverbrechen verwendet wird.

Verschiedene Instanzen, wie das FBI und das BKA, sind in der Lage, u.a. auf Grundlage der Deliktsstruktur, der Art und Weise der Tatbegehung sowie der am Tatort aufgefundenen Spuren ein Profil des gesuchten Straftäters zu erstellen. Dabei bedienen sich das FBI wie auch das BKA verschiedener Verfahrensweisen (Perseveranz/Hermeneutik und induktiver/deduktiver Tätereinschätzung), um den Täter anhand spezieller Indikatoren identifizieren und die polizeilichen Ermittlungen hinsichtlich der neu gefassten Erkenntnisse über die Täterpersönlichkeit voran bringen zu können. Die Fallanalyse hat somit einen ermittlungsunterstützenden Charakter.

Das Buch bietet einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Arbeitsweisen des FBI und des BKA. Es werden u.a. die grundlegenden Begriffe der Fallanalyse, des Täterprofils und der Datensysteme (VICAP/ViCLAS) thematisiert.
Der Kernaspekt dieser Ausarbeitung zielt auf die Fragestellung „Modernisiert das BKA die FBI-Methoden?“ ab.
58 Seiten
12,80 €

Inhalt

Inhalt:



Einleitung



Hauptteil




1. „Profiler-Mythos“




2. Tathergangsanalyse




3. Fallanalyse


3.1 Kriminalistische Fallanalyse

3.2 Operative Fallanalyse

3.3. Geografische Fallanalyse

3.4 Täterprofil

3.4.1 Induktive und Deduktive Tätereinschätzung



4. Entstehungsgeschichte

4.1. Ursprung in den USA

4.2 Verbreitung nach Deutschland



5. Arbeitsweisen, Methodik und Datensysteme in den USA

5.1 Die Studien des FBI

5.1.1. FBI-Studie über Sexual- und Serienmörder

5.1.2 FBI-Studie über Serienvergewaltiger

5.2 Vorgehensweise des Profilings bei Vergewaltigungsdelikten

5.2.1 Vergewaltiger-Typologie des FBI

5.3 Vorgehensweise des Profilings bei sexuell motivierten Tötungsdelikten

5.4 Vorgehensweise bei der Erstellung von Täterprofilen

5.5 Das Anforderungsprofil von FBI-Profilern

5.6 Die Methodik der Perseveranz

5.7 Induktive und deduktive Vorgehensweise

5.8 Datensystem „VICAP“



6. Arbeitsweisen, Methodik und Datensysteme in Deutschland

6.1 Methodische Vorgehensweise bei der Analyse

6.2 Die Qualitätsstandards

6.3 Der Teamansatz

6.4 Das Anforderungsprofil von Fallanalytikern

6.5 Die Methodik der Hermeneutik

6.6 Induktive und deduktive Vorgehensweise

6.7 Datensystem „ViCLAS“



7. FBI und BKA im Vergleich

7.1 Gemeinsamkeiten

7.2 Unterschiede



III. Schluss



Fazit



Manfred Reuter

70 Jahre „Gewerkschaft der Polizei“ (GdP) von 1950 bis 2020

ISBN 978-3-86676-633-4
Als am 14.09.1950 in Hamburg fünf Polizei-Verbände aus der britischen Zone und aus West-Berlin die „Gewerkschaft der Polizeibeamten“, die heutige „Gewerkschaft der Polizei“ (GdP), gründeten, war noch nicht abzusehen, dass sich diese in den folgenden Jahrzehnten zur größten Polizeigewerkschaft in Deutschland und weltweit entwickeln würde.

Ihr diesjähriges 70 jähriges Bestehens wird in dieser Studie zum Anlass genommen, erstmals eine umfassende sozialwissenschaftliche Analyse dieser prägenden bundesdeutschen Polizeigewerkschaft vorzulegen.

Das einleitende erste Kapitel eröffnet das zu Grunde liegende Erkenntnisinteresse der Arbeit, präsentiert den überschaubaren Forschungsstand über Polizeigewerkschaften im Allgemeinen und die GdP im Besonderen und stellt die ausgewerteten Quellen, die hinzugezogene Literatur sowie die Gliederung der Studie vor.

Im zweiten Kapitel erfolgt die detaillierte Rekonstruktion der Genese der GdP und des polizeilichen Gewerkschaftssystems seit Ende des 2. Weltkrieges bis zum April 2020. Diese wird einleitend durch eine kurze Darstellung ihrer Vorgeschichte vom Kaiserreich über die Weimarer Republik bis zum Nationalsozialismus ergänzt. Es schließt sich die Aufarbeitung der getrennt verlaufenden Entwicklungsphasen in der DDR und der Bundesrepublik bis ins Jahr 1989 an. Anschließend wird die sog. Wendezeit von 1989 bis 1993 in den Blick genommen und danach die gemeinsame Entwicklung im vereinigten Deutschland bis 2020 dargestellt.

Das dritte Kapitel befasst sich in Kurzporträts mit den bisherigen zehn Bundesvorsitzenden der GdP als maßgebende Akteure der Gewerkschaftspolitik. Sie werden fünf „Generations-Typen“ zugeordnet.

Die Schlussbetrachtungen im vierten Kapitel bieten eine chronologischen Zusammenfassung der Genese sowie das sozialwissenschaftliche Fazit, dessen Strukturierung anhand von sog. Konfliktlinien erfolgt. Einige offen gebliebene Fragen werden angerissen und ein Ausblick auf die weitere Entwicklung des Systems insgesamt und auf die GdP im Besonderen prognostiziert.

Die Untersuchung schließt mit einem Abkürzungs- und dem Quellen-/Literaturverzeichnis.
181 Seiten
24,90 €

Inhalt

Inhalt:



1 Einleitung

1.1 Zum Thema

1.2 Erkenntnisinteresse

1.3 Quellen/Literatur

1.4 Gliederung der Studie



2 Die Genese der GdP

2.1 Die Vorgeschichte: Vom Kaiserreich über die Weimarer Republik bis zum Nationalsozialismus 1882-1945

2.2 Die Entwicklung in der DDR 1945-1988

2.3 Die Entwicklung in der BRD 1945-1988

2.4 Die Vereinigungsphase: 1989 - 1993

2.5 Die Entwicklung im vereinigten Deutschland



3 Die Vorsitzenden der GdP

3.1 Fritz Schulte

3.2 Fritz Kehler

3.3 Werner Kuhlmann

3.4 Helmut Schirrmacher

3.5 Günter Schröder

3.6 Hermann Lutz

3.7 Norbert Spinrath

3.8 Konrad Freiberg

3.9 Bernhard Witthaut

3.10 Oliver Malchow



4 Schlussbetrachtungen

4.1 Chronologische Zusammenfassung

4.2 Sozialwissenschaftliches Fazit

4.3 Offene Fragen / Ausblick



5 Abkürzungsverzeichnis



6 Quellen-/Literaturverzeichnis



Leonie Buschkamp

Führung zwischen Organisationsgrenzen Die Funktionen und Folgen der Besetzung nordrhein-westfälischer Polizeipräsidentenstellen mit Politischen Beamten

ISBN 978-3-86676-623-5
Die Funktion der Polizeipräsidenten ist i.d.R. kein Gegenstand polizeiwissenschaftlicher Reflexion. Zu Unrecht: eine organisationssoziologische Analyse dieser (doppelten) Grenzstelle zwischen Politik und Polizeibehörde kann Aufschluss über polizeistrukturelle, aber auch polizeipolitische Entscheidungen geben und ist daher von besonderer Relevanz für ein Verständnis der Kopplung von operativer Polizeiarbeit und Landespolitik. In dieser Studie werden Funktionen und Folgen der Besetzung nordrhein-westfälischer Polizeipräsidentenstellen mit Politischen Beamten mit Hilfe des systemtheoretischen Konzepts der Grenzstelle untersucht.
191 Seiten
29,80 €

Inhalt

Inhalt:



1 Einleitung



2 Polizeistrukturelle Rahmung


2.1 Die deutsche Polizei zwischen Politik und operativer Polizeiarbeit

2.2 Die deutsche Bundes- und Landespolizei



3 Untersuchungsvorgehen

3.1 Forschungsstand zu Polizeipräsidenten

3.2 Begründung des empirischen Vorgehens

3.3 Begründung des Bezugsproblems und der Theoriewahl



4 Empirie und Untersuchungsgegenstand

4.1 Experteninterview und Gedächtnisprotokolle

4.1.1 Eine exemplarische Aufgabenbeschreibung eines Polizeipräsidenten in NRW

4.2 Politische Dokumente

4.2.1 Die Verbindung des Polizeipräsidenten mit der Landespolitik

4.2.2 Die Verbindung des Polizeipräsidenten mit der Kommunalpolitik im Polizeibeirat

4.3. Historische Untersuchung der Kölner Polizeipräsidenten seit 1945

3.3.1 Berufsbiographien der Kölner Polizeipräsidenten seit der Nachkriegszeit

4.3.2 Die Kölner Polizeipräsidenten im Vergleich

4.4 Der Organisationsfall Silvester 2015/16

4.4.1 Chronologie der Ereignisse um die Kölner Silvesternacht 2015/16



5 Die doppelte Grenzstelle Polizeipräsident – Eine Analyse der Funktionen und Folgen

5.1 Mitgliedschaft als Rolle

5.1.1 Motivation der Mitglieder

5.1.2 Interne Versetzung versus externe Rekrutierung

5.1.3 Universalistische versus partikularistische Auswahl

5.1.4 Zwischenfazit

5.2 Darstellung des Systems für Nichtmitglieder

5.2.1 Redundanz und Varietät

5.2.2 Zwischenfazit

5.3 Rangfragen

5.3.1 Street Cops und Management Cops

5.3.2 Zwischenfazit

5.4 Verantwortung und Verantwortlichkeit

5.4.1 Die Verschiebung von Verantwortlichkeit

5.4.2 Die Funktionalität organisationsexterner Zuschreibung von Verantwortung

5.4.3 Zwischenfazit

5.5 Führer und Vorgesetzte

5.5.1 Die Flaschenhalsposition des Vorgesetzten

5.5.2 Die Bedeutung von polizeilicher Expertise für die Amtsausübung

5.5.3 Zwischenfazit



6 Fazit und Ausblick



Quellen- und Literaturverzeichnis




Anhang



Wim Nettelnstroth (Hrsg.)

Tagungsband zur Tagung „Neue Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis zur Polizeipsychologie in Berlin“

ISBN 978-3-86676-595-5
Die im Zuge des demografischen Wandels bereits begonnene Pensionierungswelle in den Länderpolizeien und bei der Bundespolizei führt im Moment und noch für lange Zeit zu erhöhten Einstellungszahlen in den genannten Institutionen. Gleichzeitig stehen, ebenfalls als Folge des demografischen Wandels, auf dem Arbeitsmarkt weniger junge Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung, so dass hier schon von einem War for Talents gesprochen wird, womit der Kampf um qualifizierte und zur Organisation bzw. zur Stelle passende Anwärterinnen und Anwärter gemeint ist. Bei dieser Ausgangslage kommt im Rahmen der polizeilichen Nachwuchsgewinnung einzelnen Stationen der Personalauswahl eine erhöhte Bedeutung zu: Dem Anwerben und Erfassen der potenziell geeigneten Bewerberinnen und Bewerber (Rekrutierung), der Personalauswahl im engeren Sinne (Eignungsfeststellung) und dem dafür als Grundlage dienenden Anforderungsprofil (Anforderungsanalyse).

Um für die zukünftigen Aufgaben der Polizei durch einen qualifizierten Personalstamm gewappnet zu sein, werden aus polizeispezifischen empirischen Erkenntnissen heraus Empfehlungen zu folgenden Fragestellungen abgeleitet: Welche empirisch fundierten Dimensionen sollten in die Erstellung eines evidenzbasierten Anforderungsprofils für das Einstiegsamt einfließen? Welche Verfahren bzw. welche Verfahrenskombinationen prognostizieren den Ausbildungs-, Studien- und Berufserfolg am besten und welches Gewicht sollten sie im Gesamtverfahren einnehmen?
204 Seiten
29,80 €

Inhalt

Inhalt:



Vorwort des Herausgebers



I. Psychische Erkrankungen im Kontext der Polizeiarbeit


1. Messer weg!“ – Polizeilicher Umgang mit psychisch erkrankten Personen im Spannungsfeld zwischen Kommunikation und Zwangsanwendung (Jürgen Biedermann)

2. Polizeilicher Kontakt zu psychisch erkrankten Personen: Hintergrund, Forschungsprojekt und erste Ergebnisse (Linus Wittmann)

3. Wenn das Fass überl.uft… - Belastungsinteraktion und -kumulation von subtraumatischen und traumatischen Erlebnissen (Isa Julgalad)

4. Psychisch belastete Polizeivollzugsbeamte – Wie ist die Akzeptanz dazu in der Polizei? (Johanna Koeppen)

5. Posttraumatische Belastungsstörung als Folge extrem belastender Einsätze – Eine großangelegte Studie bei zwei Präsidien der Bayerischen Polizei (Silvia Oßwald-Meßner & Andrea Seitz)

6. Fragebogengestützte Erhebung zum Thema „polizeilicher Umgang mit psychisch kranken
Menschen“ (Katarina Lorey)



II. Suizid (-prophylaxe) in der Polizei

1. Suizidprävention in der (Berliner) Polizei (Christine Gerlach, Birgitta Sticher & Carolin Volz)

2. Suizide und Suizidversuche unter Polizeidienstkräften (Sandro Al Hourani)

3. Das zweite Gesicht – Warum sich stark wirkende Polizeibeamte das Leben nehmen (Isa Julgalad)



III. Personalpsychologie in der Polizei

1. Bedingungen für die Teilnahmeabsicht und Teilnahme an Angeboten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) (Annika Krick & Jörg Felfe)

2. Development Center (Landesinternes Auswahlverfahren - LiA) für Polizist*innen in Baden-Württemberg zur Entsendung in internationale Friedensmissionen (Joachim Albrecht, Olaf Kopp & Theresa Hof)

3. Polizeiliche Anforderungsprofile, Personalauswahl und Nachwuchsgewinnung: Eine Forschungskooperation zwischen der Akademie der Polizei Hamburg und der HWR Berlin (Wim Nettelnstroth, André Martens & Henriette Binder)

4. Der psychologische Vertrag – Erklärungs- und Handlungsansätze zur Wahrung von Zufriedenheit, Leistung und Vertrauen (Eleni Teichmann)



IV. Beiträge aus weiteren Themenfeldern der Polizeipsychologie

1. Gewalterfahrungen im Rettungsdienst. Häufigkeit, situative Umstände und Folgen (Clemens Lorei, Julia Hartmann, Jennifer Müller & Karoline Ellrich)

2. Das Projekt BEST - Befragungsstandards für Deutschland (Cathrin Chevalier, Holger Roll & Lisa Stegmann)

3. Akzeptanz von E-Fahrzeugen in der Hessischen Polizei (Clemens Lorei & Hermann Groß)

4. Abschied und Trauer – Möglichkeiten der Bewältigung- Eine vergleichende Betrachtung (Alexander Schwabe - zusammengefasst von Edeltraut Seeger)

5. Bodycams im Wachdienst der Polizei NRW: Ausgewählte Ergebnisse zu Wirkung, Wirkweise und Akzeptanz (Michael Reutemann, Stefan Kersting & Thomas Naplava)

6. Ego-Depletion im Polizeieinsatz. Der Einfluss von Selbstkontrolle auf Deeskalationsverhalten im Einsatz (Clemens Lorei, Julia Hartmann & Chris Englert)



Christian Barthel & Dirk Heidemann (Hrsg.)

Leitbegriffe des polizeilichen Führungshandelns Empirische Beobachtungen der Alltagspraxis

ISBN 978-3-86676-622-8
Von „Führungswissenschaft“ wird allenthalben gesprochen. Oft handelt es sich dann aber nur um eine verakademisierte Reformulierung normativer Konzepte, die immer schon vorgeben zu wissen, wie die Führungspraxis auszusehen hat. Das wird der Alltagsorganisation und der Führungswirklichkeit kaum gerecht. Diese hat es nämlich mit den strukturbedingten Para­doxien der Organisation, d.h. einem komplexen System zu tun – und bei diesem geht es nicht nur um das Führen von Mitarbeitern, sondern i.d.R. auch um die Berücksichtigung externer Akteure, vorgesetzter Funktionsebenen und ganz unterschiedlich interessensgeleitete Mit­arbeiter. Die Handhabung dieser Paradoxien ist die maßgebliche Aufgabe von Führungs-kräften im Mittelmanagement: der Polizei, der Verwaltung, von Organisationen insgesamt.

Die hier vorgelegten Texte zeigen, welche Praktiken die Führungskräfte hierbei entwickeln: Mitunter führen sie zur Verschiebung, Dethematisierung der Paradoxien (oft auf Kosten der Mitarbeiter und der jeweiligen Organisation), mitunter aber auch zur professionellen Bearbeitung der Paradoxien, die sich dann als Entwicklungsprozess der Organisation auszahlt. Wenn man denn von „Führungswissenschaft“ sprechen will, dann bedarf es einer Grundlage: Einer qualitativ-empirischen Soziologie der Führungspraxis, wie sie die hier versammelten Texte entwickeln.
321 Seiten
28,90 €

Inhalt

Inhalt:



Dirk Heidemann

1. Vorwort



Anja Mensching

2. Jenseits normativer Modelle – zur Relevanz eines praxeologisch orientierten Führungsverständnisses



Nurhan Brune

3. Die Genialität des Trios

Beteiligung im Führungsalltag - Rekonstruktion von Führungspraktiken in der Polizei



Stefan Kurth

4. Reine Vertrauenssache?

Rekonstruktion von Beteiligungspraktiken in Besonderen Aufbauorganisationen der Polizei



Roland Wengert

5. Der Umgang mit den (un-)geplanten Folgen der Beurteilung Führungspraktiken in der Polizei



Florian Koch

6. Delegation in polizeilichen Organisationen – eine missverstandene Praktik?



Christian Bomert

7. „Haben Sie mich verstanden? – Wiederholen Sie!“

zeitgemäße Kommunikationsmethoden in der modernen Polizei?



Giovanni Filpi

8. Dienst- und Fachaufsicht in der Kriminalpolizei: Zwischen Tauschobjekt und bürokratischer Kontrolle



Christian Barthel

9. Managementsoziologische Grundlagen für ein Forschungsprojekt:

Die empirische Rekonstruktion von Entscheidungspraktiken in Basis-Dienststellen der Polizei



Zu den Autoren



Thorsten Floren

Schutzwürdige Interessen von Beschuldigten im Rahmen der audiovisuellen Vernehmung Erkennen von eingeschränkten geistigen Fähigkeiten oder einer schwerwiegenden seelischen Störung bei einem Beschuldigten als Herausforderung für den Vernehmungsbeamten -

ISBN 978-3-86676-614-3
Die audiovisuelle Vernehmung des Beschuldigten wurde zum 01.01.2020 in der Bundesrepublik Deutschland durch die Änderung des § 136 StPO eingeführt. Eine Zielsetzung des Gesetzgebers war, die Verbesserung der schutzwürdigen Interessen des Beschuldigten. Die Rechtsnorm verpflichtet den Ermittler jedoch nur in engen Grenzen zur Durchführung einer Videovernehmung. Der Fokus der wissenschaftlichen Arbeit liegt auf den Rechtstermini der eingeschränkten geistigen Fähigkeiten und der schwerwiegenden seelischen Störung, die in den vierten Absatz des § 136 StPO aufgenommen wurden. Diese, vom Gesetzgeber neu entwickelten Merkmale, werden durch die juristischen, psychiatrischen/psychologischen und polizeilichen Wissenschaften analysiert und definiert. Im Rahmen einer empirischen Befragung wurden Gutachter der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) u. a. in Bezug auf die Möglichkeiten des Erkennens von eingeschränkten geistigen Fähigkeiten/schwerwiegenden seelischen Störungen befragt. Das zentrale Ergebnis der wissenschaftlichen Arbeit stellt ein Prüfungsschema für Vernehmungsbeamte zum Erkennen von eingeschränkten geistigen Fähigkeiten oder einer schwerwiegenden seelischen Störung dar, um hieraus die Notwendigkeit der Durchführung einer audiovisuellen Vernehmung beim Beschuldigten zu begründen. Thorsten Floren M. A., Diplomverwaltungswirt ist als Lehrbeauftragter an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW für den Fachbereich Kriminalistik zuständig und verfügt über weitgefächerte und langjährige Erfahrungen in der polizeilichen Ermittlungsführung, u. a. in der Ermittlungs- und Mordkommission.
256 Seiten
29,90 €

Inhalt

Inhalt:



1. Einführung

1.1. Forschungsfrage

1.2. Zielsetzung

1.3. Methodik



2. Gesetzesänderung des § 136 StPO

2.1. Expertenkommission zur Gesetzesänderung des § 136 StPO

2.2. Vor- und Nachteile der audiovisuellen Vernehmung aus Sicht des Gesetzgebers

2.3. Beschuldigtenvernehmung

2.3.1. Zielsetzung und Möglichkeiten einer Beschuldigtenvernehmung

2.3.2. Vorbereitung der Beschuldigtenvernehmung

2.3.3. Vorgaben bei der Polizei in Bezug auf das Erkennen von eingeschränkten geistigen Fähigkeiten oder schwerwiegenden seelischen Störungen

2.4. Die Entwicklung der Videovernehmung in Bild und Ton

2.5. Chancen, Hindernisse und Vorgaben zu einer audiovisuellen Vernehmung



3. Einordnung der Begrifflichkeiten: Eingeschränkte geistige Fähigkeiten und schwerwiegende seelische Störung

3.1. Häufigkeit: Verminderte Schuldfähigkeit/Schuldunfähigkeit

3.2. Definition: Eingeschränkte geistige Fähigkeiten

3.3. Definition: Schwerwiegende seelische Störung

3.4. Anwendung der Merkmale des § 20 StGB

3.5. Befunderhebung auf Grund der Merkmale des § 20 StGB durch den Gutachter im Vergleich zur Vernehmungsperson



4. Krankhafte seelische Störung

4.1. Schizophrene Psychosen

4.2. Affektive Psychosen

4.3. Hirnorganische und körperlich verursachte Störungen

4.4. Psychopathologische Störungen durch die Einwirkung von psychotropen Substanzen

4.4.1. Psychotrope Substanz: Alkohol

4.4.2. Psychotrope Substanz: Illegale Drogen und Medikamente

5. Tiefgreifende Bewusstseinsstörungen



6. Schwachsinn



7. Schwere andere seelische Abartigkeiten


7.1. Neurotische Störung

7.1.1. Affektive Störungen (Anpassungsstörungen)

7.1.2. Abnormale Gewohnheiten (Spielen, Stehlen, Feuerlegen, etc.)

7.2. Persönlichkeitsstörungen

7.3. Sexuelle Deviationen

7.4. Abhängigkeitserkrankungen

7.4.1. Alkohol

7.4.2. Illegale Drogen, Medikamente



8. Begriffsverortung: Eingeschränkte geistige Fähigkeiten und schwerwiegende seelische Störung



9. Empirische Befragung


9.1. Empirische Sozialforschung

9.2. Überblick über die gewählte Forschungsmethode

9.3. Die Methode der schriftlichen Befragung

9.3.1. Phase 1 der Befragung (Formulierung und Präzisierung der Forschungsfrage)

9.3.2. Phase 2 der Befragung (Planung und Vorbereitung der Erhebung)

9.3.3. Phase 3 der Befragung (Datenerhebung)

9.3.4. Phase 4 der Befragung (Datenauswertung)

9.3.5. Phase 5 der Befragung (Berichterstattung)



10. Prüfungsschema für Vernehmungspersonen



11. Handlungsempfehlung für Vernehmungspersonen




12. Vergleich Anforderungen an Vernehmungspersonen/Ausbildungsstand von PVB am Beispiel der Polizei NRW




13. Offene Fragen




14. Zusammenfassung




15. Literaturverzeichnis 


16. Anhang



Cornelia Rehs

Einstellung der Studierenden zur Vernehmung von Kindern

ISBN 978-3-86676-612-9
Die Vernehmung von Kindern erlangt zunehmendes Interesse in der psychologischen Forschung. Allerdings gibt es noch zahlreiche Wissenslücken über die korrekte Ver-nehmung von Kindern. Es werden viele Faktoren diskutiert, die Anhörungen beeinflussen können. Anhand dieser Faktoren erläutern Forscher Empfehlungen, wie man den Umgang mit Kindern verbessern könnte. Dabei wird die Zusammenarbeit von Polizei und Psychologie, und anderen am Strafverfahren beteiligten Institutionen betont. Weltweit sprechen Forscher an, wie die Konzepte in der polizeilichen Aus-bildung überarbeitet werden könnten und deuten Curriculumrevisionen an, um die polizeiliche Lehre zu verbessern. Dazu gibt es wenig Hinweise in Deutschland. Die vorliegende Studie hat sich dem Ziel gewidmet, die polizeiliche Ausbildung im Hinblick auf die Vernehmung von Kindern zu evaluieren und Verbesserungs-möglichkeiten in der Lehre aufzuführen. Inwiefern sich die Studierenden durch ihr Studium auf die Anhörung von Kindern vorbereitet fühlen, wird erfasst. Ferner wird nach dem Verständnis und der Interpretation nonverbalen Verhaltens gefragt, da dies ein wichtiger Faktor im Strafverfahren darstellt. Da Polizisten oft annehmen, ein Kind durch eine Vernehmung retraumatisieren zu können, wird nach der Auffassung zu Traumata gefragt. Zur Überprüfung der Hypothesen wurden Interviews mit 8 Versuchs-personen der Hessischen Hochschule für Polizei (HfPV) durchgeführt. Diese Teilnehmer gehören den Studiengängen Kriminal- und Schutzpolizei an. Eine qualitative Inhalts-analyse nach Mayring (2015) wurde durchgeführt. Die Ergebnisse legen nahe, dass es einer Überarbeitung der polizeilichen Lehre bezüglich der Vernehmung von Kindern und den Einflussfaktoren bedarf. In weiteren Studien könnten die Ergebnisse ausgeführt werden und in Zusammenarbeit mit Psychologen eine Curriculumrevision stattfinden.
90 Seiten
19,90 €

Inhalt

Inhalt:



1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Thematische Abgrenzung

1.2. Einstellung der Studierenden zur Vernehmung von Kindern

1.3. Nonverbales Verhalten

1.4. Trauma

1.5. Zielsetzung und Hypothesen



2. Methode

2.1. Versuchspersonen

2.2. Rekrutierung

2.3. Situation der Befragung

2.4. Methodisches Vorgehen

2.5. Gütekriterien der Inhaltsanalyse



3. Ergebnisse

3.1. Vorgehen bei der Auswertung

3.2. Beschreibung des Kategoriensystems



4. Diskussion

4.1. Reflexion der ersten Hypothese

4.2. Reflexion der zweiten Hypothese

4.3. Reflexion der dritten Hypothese

4.4. Limitierungen der Studie und Ausblick für die Forschung

4.5. Fazit



Literaturverzeichnis



Anhang



Irina van Ooyen

Polizeiwissenschaft in Deutschland

ISBN 978-3-86676-605-1
Die Polizeiwissenschaft ist in anderen westlichen Ländern wie z.B. den USA und Großbritannien längst etabliert. Die These der Arbeit lautet, dass die Ansätze zu einer Polizeiwissenschaft in Deutschland „verspätet“ sind. Ausgehend von der allgemeinen Auseinandersetzung um den Wissenschaftsbegriff im sog. Positivismusstreit wird zunächst dessen Bedeutung für die Polizeiwissenschaft erläutert. In historischer Perspektive wird kurz die Entwicklung von der älteren Policey-Wissenschaft über die Herausbildung des modernen Polizeibegriffes bis zu den ersten Ansätzen einer Kritischen Kriminologie skizziert. Die „Verspätung“ und unzureichende Etablierung der Polizeiwissenschaft ist auf besondere, z.T. „deutsche“ Bedingungen zurückführen, die das kritisch-sozialwissenschaftliche Hinterfragen der Institution „Polizei“ erschwert haben: die politische Kultur des „Obrigkeitsstaates“, das Juristenmonopol und die Dominanz der Rechtswissenschaften in der Verwaltung, aber auch die „Cop Culture“, die Praxisdominanz und institutionelle Abschottung der Polizei sowie der interne Streit um die wissenschaftliche Ausrichtung des Fachs. Die Bedeutung einer Polizeiwissenschaft als Wissenschaft über und nicht bloß für die Polizei ist groß, da ohne sie Fehlentwicklungen unerkannt bleiben. Dies wird anhand des Diversity Managements sowie der Racial Profiling-Problematik exemplarisch deutlich gemacht.
105 Seiten
19,80 €

Inhalt

Inhalt:



1 Einleitung



2 Wissenschaftsbegriff in den Sozialwissenschafte
n

2.1 Die Bedeutung des zweiten Positivismusstreits

2.2 „Gesellschaftliche Objektivität“: Adorno

2.3 Kritischer Rationalismus: Popper

2.4 Heutige Relevanz für das Verständnis von Wissenschaft

2.4.1 Allgemein

2.4.2 Bedeutung speziell für eine Polizeiwissenschaft



3 Die Policey-Wissenschaft und Police Science

3.1 Policey-Wissenschaft in Deutschland

3.2 Herausbildung des modernen Polizeibegriffes

3.3 Definition

3.4 Akademische Etablierung in anderen Ländern (USA und Großbritannien)



4 Polizeiwissenschaft in der Bundesrepublik

4.1 Ansätze einer Polizeiwissenschaft als Sozialwissenschaft

4.2 Paradigmenwechsel und neue Punitivität

4.3 Die „neue“ Polizeiwissenschaft: Bestandsaufnahme

4.3.1 Verspätete Hochschulausbildung für den Polizeidienst und „Roll-Back“

4.3.2 Netzwerke - Wissenschaft als sozialer Prozess im Sinne Poppers

4.3.2.1 Fachzeitschriften

4.3.2.2 Verlage

4.3.2.3 Plattformen (zur Empirischen Polizeiforschung)

4.3.3 Krise der Polizeiwissenschaft? Die Bochumer Tagung 2013

4.4 Zwischenergebnis und Bewertung



5 Ursachen der „verspäteten“ und unzureichenden Polizeiwissenschaft

5.1 Die politische Kultur des „Obrigkeitsstaates“

5.2 Juristenmonopol in der Verwaltung und Dominanz der Rechtswissenschaften

5.3 „Cop-Culture“

5.4 Dominanz der Praxis und institutionelle Abschottung

5.5 Der interne Streit um das Fach



6 Zur Bedeutung einer Polizeiwissenschaft

6.1 Diversity Management bei der Polizei

6.1.1 Frauen

6.1.2 Migranten/-innen

6.2 Fremdenfeindlichkeit



7 Zusammenfassung