978-3-86676-561-0
Marc Nüßer
Die Verantwortungs- bzw. Kompetenzverteilung auf der Anordnungsebene ausgewählter … Die Missachtung von Richtervorbehalten bei der Anordnung von Strafverfolgungsmaßnahmen …
416 Seiten 34,90 €

Inhalt


978-3-86676-553-5
David Beck
Die Re-Kommunalisierung polizeilicher Tätigkeitsbereiche mittels Kommunaler … Die Kommunalverwaltung als Polizei? Was zunächst befremdlich klingt, wurde in den …
105 Seiten 19,80 €

Inhalt


978-3-86676-551-1
Nils Neuwald
Die Kennzeichnungspflicht von Polizeibeamten Eine kriminologische Untersuchung für … Das Werk beleuchtet wissenschaftlich die von den Polizeigewerkschaften und Teilen der …
167 Seiten 19,90 €

Inhalt


978-3-86676-543-6
Alexandra Stupperich (Hrsg.)
Cold Cases in Wissenschaft und Praxis Mit Hilfe der neuen bzw. verfeinerten Methoden der Kriminaltechnik gelangen in den …
138 Seiten 19,90 €

Inhalt


978-3-86676-542-9
Thomas Baadte
Systemisches Führen in der Polizei Möglichkeiten und Grenzen systemischer … Systemisches Führen basiert auf dem Paradigma des Konstruktivismus bzw. auf …
122 Seiten 19,90 €

Inhalt


78-3-86676-544-3
Lars König
Arbeitgeberattraktivität der Polizei Nordrhein-Westfalen Im bundesdeutschen Vergleich ist der Polizeiberuf im bevölkerungsreichsten Bundesland am …
103 Seiten 19,90 €

Inhalt


978-3-86676-539-9
Arthur Hartmann, Trygve Ben Holland & Sarah Kunkel
Geldwäsche in Europa: Terrorismus und Organisierte Kriminalität Die Strukturen Organisierter Kriminalität und Terroristischer Gruppierungen gleichen …
242 Seiten 24,90 €

Inhalt


978-3-86676-541-2
Frank-Holger Acker
Die Dokumentation polizeilicher Ermittlungsarbeit beim Phänomen … Die Kriminalität durch ältere Menschen wurde in der Vergangenheit bisher nur wenig …
280 Seiten 29,90 €

Inhalt


Marc Nüßer

Die Verantwortungs- bzw. Kompetenzverteilung auf der Anordnungsebene ausgewählter repressiver Maßnahmen sowie im Kontext kumulativer Belastungen und ihre Bedeutung für die Polizeien des Bundes und der Länder Eine Konzeption für die Polizei zur effektiver

ISBN 978-3-86676-561-0
Die Missachtung von Richtervorbehalten bei der Anordnung von Strafverfolgungsmaßnahmen wird seit Jahrzehnten in der Rechtsprechung und Literatur heftig kritisiert. Das Bundesverfassungsgericht fordert unermüdlich, dass alle staatlichen Organe dafür zu sorgen haben, dass der verfassungsrechtliche Richtervorbehalt in der Praxis wirksam wird.

Der Autor nimmt dies zum Anlass, um sich mit der Verantwortungs- bzw. Kompetenzverteilung auf der Anordnungsebene von repressiven Maßnahmen zu befassen. Hierzu entwickelt er eine praxisorientierte Handlungskonzeption für die Polizei, mit dem Ziel einer effektiveren Wahrung des Richtervorbehalts. Dabei findet nicht nur eine Auseinandersetzung mit der Literatur und der höchstrichterlichen Rechtsprechung zum Richtervorbehalt statt, sondern es werden gleichermaßen die Sachleitungsbefugnis der Staatsanwaltschaft und die Effektivität der Strafverfolgung berücksichtigt.

Einbezogen wird auch das komplexe Thema rund um kumulative Belastungen. Hierbei geht es insbesondere um die Frage nach der Eingriffsqualität von Maßnahmenpaketen sowie um die Frage, wer diese anordnen darf. Gerade bei der Bekämpfung der schweren und Organisierten Kriminalität ist der Einsatz von parallellaufenden Überwachungsmaßnahmen von großer Bedeutung für die Strafverfolgungspraxis.

Im Kontext der kumulativen Belastungen findet zudem eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit längerfristigen technischen Observationsmaßnahmen, personalen Ermittlungen, legendierten Kontrollen und dem Zugriff auf Emails, die beim Provider zwischen- oder endgespeichert sind, statt.

Die Handlungskonzeption formuliert nicht nur Anforderungen und Vorkehrungen zur Stärkung des Richtervorbehalts durch die Polizei, sondern sie enthält auch Empfehlungen für Konkretisierungen in den Richtlinien für das Straf- und Bußgeldverfahren sowie für den Gesetzgeber.
416 Seiten
34,90 €

Inhalt

Inhalt:



Einleitung

A. Skizzierung der Problematik

B. Anlass, Ziel und Verlauf der Arbeit

C. Thematische Eingrenzung



Erster Teil: Die verantwortlichen Akteure auf der Anordnungsebene und deren grundsätzliche Kompetenzen

A. Akteure auf der Anordnungsebene

B. Richtervorbehalte im Ermittlungsverfahren

C. Die Staatsanwaltschaft

D. Die Polizei bzw. die Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft



Zweiter Teil: Kritik an der Funktionstüchtigkeit des Richtervorbehalts

A. Stand der empirischen Untersuchungen

B. Umsetzungsdefizite in der Praxis

C. Lösungsvorschläge

D. Gesamtbewertung



Dritter Teil: Vorkehrungen der Strafverfolgungsbehörden zur Wahrung des Richtervorbehalts

A. Der Begriff „Gefahr im Verzug“ auf der Anordnungsebene

B. Die Grundsatzentscheidung des BVerfG aus dem Jahr 2001

C. Konkretisierungen des BVerfG zu den Regel-Ausnahme-Anordnungskompetenzen

D. Gesamtbewertung

E. Klärungsbedürftige Aspekte im Hinblick auf die Entwicklung einer Handlungskonzeption für die Polizei

F. Fazit



Vierter Teil: Verantwortungs- bzw. Kompetenzverteilung bei der kumulativen Anordnung von Ermittlungs- und Überwachungsmaßnahmen

A. Einleitung

B. Vorgehen

C. Begriffsverständnis

D. Aus der Kumulation von Ermittlungs- und Überwachungsmaßnahmen resultierende Konsequenzen

E. Verantwortungs- bzw. Kompetenzverteilung bei der kumulativen Anordnung von Ermittlungsmaßnahmen

F. Zusammenfassung zur Kumulation von eingriffsintensiven Ermittlungs- und Überwachungsmaßnahmen

G. Betrachtung von Sonderfällen im Kontext des Schutzkonzeptes

H. Schlussbetrachtung



Fünfter Teil: Handlungskonzeption für die Polizei zur Stärkung der Richtervorbehalte im Rahmen der Strafverfolgung

A. Anforderungen und Vorkehrungen zur Wahrung der gesetzlichen Regel-Ausnahme-Verhältnisse auf der Anordnungsebene repressiver Maßnahmen

B. Verantwortungs- bzw. Kompetenzverteilung bei der kumulativen Anordnung von Ermittlungs- und Überwachungsmaßnahmen

C. Empfehlungen



Sechter Teil: Gesamtfazit



David Beck

Die Re-Kommunalisierung polizeilicher Tätigkeitsbereiche mittels Kommunaler Ordnungsdienste Eine Fallanalyse am Beispiel Baden-Württembergs

ISBN 978-3-86676-553-5
Die Kommunalverwaltung als Polizei? Was zunächst befremdlich klingt, wurde in den letzten Jahren Realität. Denn europaweit, und damit auch in Deutschland, fand und findet eine Umstrukturierung von Polizeibehörden und deren Zuständigkeitsbereichen statt, was sich auch auf die faktische Polizeiarbeit in den urbanen Räumen auswirkt. So treten dort inzwischen regelmäßig uniformierte städtische Außendienste auf, welche den Straßenverkehr regeln, Ruhestörungen unterbinden, Personalien feststellen, Anzeigen fertigen, Platzverweise erteilen, unmittelbaren Zwang anwenden, kurz: Polizeiarbeit leisten. Die vorliegende Arbeit erforscht diese Art der Re-Kommunalisierung polizeilicher Tätigkeitsbereiche nicht nur an Hand der ursächlichen sozial- und polizeiwissenschaftlichen Theorien, sondern auch mittels der Beobachtung konkreter Fallbeispiele in Baden-Württemberg: Was genau hat in den Städten Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart zur Gründung sogenannter Kommunaler Ordnungsdienste geführt? Welche Aufgaben und Befugnisse werden dort wahrgenommen? Auf welche Weise werden diese finanziell, personell und organisatorisch umgesetzt? Und wie reagiert die lokale Bevölkerung auf diesen neuen Sicherheitsakteur?

Der umfangreichen Auswertung von Fach- und Presseartikeln werden zentrale Aussagen aus eigens hierfür durchgeführten Gesprächen mit Vertretern von Verwaltung, Politik und Polizei gegenübergestellt. Nicht zuletzt soll dabei die Frage beantwortet werden, ob der deutschen Sicherheitsarchitektur langfristig eine offizielle Wiedereinführung von vollumfänglichen Stadtpolizeien bevorstehen könnte.
105 Seiten
19,80 €

Inhalt

Inhalt



1 Grenzenlose (Un-)Sicherheit und die lokale Neuausrichtung von Sicherheitsbehörden



2 Internationale Phänomene städtischer Sicherheitsarbeit


2.1 Zwischen Broken Windows, Incivilities und Zero Tolerance: Urbanes Leben im Fokus der Gesellschaft

2.2 Polizieren 2.0: Extended Policing Families, Plural Policing und Governance anstatt Government

2.2.1 Großbritanniens City Wardens und Police Community Support Officer

2.2.2 Niederländische Handhavings und Politiesurveillants

2.2.3 Kommunale Ordnungsdienste und Bürgerpolizeien in Deutschland

2.3 Ein kurzes Resümee der internationalen Gemeinsamkeiten



3 Die Re-Kommunalisierung polizeilicher Tätigkeitsbereiche in Baden-Württemberg mittels Kommunaler Ordnungsdienste

3.1 Auf die Verstadtlichung folgt die Verstaatlichung: Die baden-württembergische Polizeiorganisation ab 1945

3.2 Disorder im Ländle: Das veränderte Sicherheitsempfinden in den urbanen Räumen Baden-Württembergs

3.3 „Wir wollen eine Stadtpolizei“: Politische Debatten über die Errichtung von Kommunalen Ordnungsdiensten

3.3 „Wir wollen eine Stadtpolizei“: Politische Debatten über die Errichtung von Kommunalen Ordnungsdiensten

3.4 Die Rechtsgrundlagen für Kommunale Ordnungsdienste

3.4.1 Die Errichtung Kommunaler Ordnungsdienste

3.4.2 Die Aufgaben Kommunaler Ordnungsdienste

3.4.3 Die Befugnisse Kommunaler Ordnungsdienste

3.5 Etat, Personalstärke und Ausrüstung Kommunaler Ordnungsdienste

3.6 Einstellungs- und Ausbildungskonzepte in den Kommunen

3.7 „Dreck und Krach“: Die Tätigkeitsschwerpunkte Kommunaler Ordnungsdienste im Wandel der Zeit und Anforderungen

3.8 Die Einbindung Kommunaler Ordnungsdienste in die lokale Sicherheitsarchitektur

3.9 Das Verhältnis zwischen Kommunalem Ordnungsdienst und Bürger

3.10 Ordnungsamt oder Stadtpolizei: Quo vadis, Kommunaler Ordnungsdienst?



4 Ein (Zwischen-)Fazit



Literaturverzeichnis



Nils Neuwald

Die Kennzeichnungspflicht von Polizeibeamten Eine kriminologische Untersuchung für Deutschland und Europa

ISBN 978-3-86676-551-1
Das Werk beleuchtet wissenschaftlich die von den Polizeigewerkschaften und Teilen der Politik nach wie vor abgelehnte, jedoch von zahlreichen NGO´s und Verbänden geforderte individualisierende Kennzeichnung von Polizeibeamten.

Erstmalig werden umfassende Situationsbeschreibungen und Erfahrungswerte zur Kennzeichnungspflicht für Deutschland und zu allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie zu Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz präsentiert.

Im Zentrum der Betrachtung steht dabei die umfängliche Analyse sämtlicher Argumente der seit Jahrzehnten bestehenden Diskussion. Hierfür wurden umfänglich Literatur und diverse Quellen ausgewertet. Des Weiteren initiierte der Verfasser zahlreiche Anfragen an Behörden, Interessenvertretungen, NGO´s und politische Institutionen. Anhand dieser überwiegend durch eigene Erhebungen erlangten empirischen Daten und Erkenntnisse erfolgt eine Bewertung der jeweiligen pro- und contra-Argumente. Die Untersuchung des Themas erfolgt aus vielen Blickwinkeln, um alle Gesichtspunkte zu berücksichtigen. So werden unter anderem rechtliche, psychologische und politische Aspekte betrachtet.
167 Seiten
19,90 €

Inhalt

Inhalt



Vorwort Prof. Dr. Rafael Behr



Danksagung und Hinweise zur Buchfassung




Inhaltsverzeichnis




Abkürzungsverzeichnis




1 Relevanz der Fragestellung


1.1 Einführung

1.2 Aktualität und Bedeutung des Themas

1.3 Ziel und Aufbau der Arbeit



2 Forschungsdesign

2.1 Theoretischer, kriminologischer Kontext der Arbeit

2.2 Begriffsbestimmungen und Eingrenzung des Themas

2.3 Literatur- und Forschungsstand

2.4 Forschungsfragen, Hypothesen

2.5 Methodischer Ansatz, Forschungsdesign und Vorgehen bei der Datenerhebung



3 Historie der Kennzeichnungspflicht

3.1 Tradition der Kennzeichnungspflicht von Polizeibeamten

3.2 Überblick über die Entwicklung der Kennzeichnungspflicht in Deutschland



4 Streitdarstellung in Deutschland - Beteiligte und ihre Argumente

4.1 Menschen- und Bürgerrechtsorganisationen

4.1.1 Amnesty International (ai)

4.1.2 Deutscher Anwaltverein (DAV)

4.1.3 Deutsche Institut für Menschenrechte (DIfMR)

4.1.4 Humanistische Union (HU)

4.1.5 Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV)

4.1.6 Neue Richtervereinigung (NRV)

4.2 Polizeigewerkschaften

4.2.1 Gewerkschaft der Polizei (GdP)

4.2.2 Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG)

4.2.3 Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)

4.3 Politische Parteien

4.3.1 Christlich Demokratische Union/Christlich Soziale Union (CDU/CSU)

4.3.2 Sozialdemokratische Partei Deutschland (SPD)

4.3.3 Freie Demokratische Partei (FDP)

4.3.4 Bündnis 90/Die Grünen (Die Grünen)

4.3.5 Die Linke

4.3.6 Piratenpartei (Piraten)

4.3.7 Alternative für Deutschland (AfD)



5 Analyse der diskussionsprägenden Argumente

5.1 Beamte können aufgrund ihrer Uniformierung nicht ermittelt werden

5.2 Ausreichen der Ausweispflicht

5.3 Ausreichen der normalen taktischen Kennzeichnung

5.4 Zunahme unberechtigter Anzeigen

5.5 Gefährdung der Beamten und ihrer Angehörigen

5.6 Unzulässiger Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung

5.7 Rechtliche Verpflichtung zur Einführung einer individuellen Kennzeichnung

5.8 Negative Auswirkung auf die Motivation und Akzeptanz

5.9 Polizeibeamte werden unter Generalverdacht gestellt

5.11 Verbesserung des Verhältnisses zur Bevölkerung

5.12 Selbstreinigungskräfte der Polizei und "Die Mauer des Schweigens"

5.13 Eignung und Wirksamkeit der Kennzeichnungspflicht



6 Kennzeichnungspflicht in Deutschland im Bund und in den Ländern

6.1 Bund

6.2 Baden-Württemberg

6.3 Bayern

6.4 Berlin

6.5 Brandenburg

6.6 Bremen

6.7 Hamburg

6.8 Hessen

6.9 Mecklenburg-Vorpommern

6.10 Niedersachsen

6.11 Nordrhein-Westfalen

6.12 Rheinland-Pfalz

6.13 Saarland

6.14 Sachsen

6.15 Sachsen-Anhalt

6.16 Schleswig-Holstein

6.17 Thüringen



7 Kennzeichnungspflicht in der Europäischen Union

7.1 Belgien

7.2 Bulgarien

7.3 Dänemark

7.4 Estland

7.5 Finnland

7.6 Frankreich

7.7 Griechenland

7.8 Großbritannien

7.9 Italien

7.10 Irland

7.11 Kroatien

7.12 Lettland

7.13 Litauen

7.14 Luxemburg

7.15 Malta

7.16 Niederlande

7.17 Österreich

7.18 Polen

7.19 Portugal

7.20 Rumänien

7.21 Schweden

7.22 Slowakei

7.23 Slowenien

7.24 Spanien

7.25 Tschechien

7.26 Ungarn

7.27 Zypern



8 Kennzeichnungspflicht in Europa außerhalb der Europäischen Union

8.1 Island

8.2 Liechtenstein

8.3 Norwegen

8.4 Schweiz



9 Darstellung der wesentlichen Forschungsergebnisse

9.1 Frage 1 - Wie ist der Stand der Einführung einer individuellen Kennzeichnung für die Polizeibeamten in Deutschland und Europa?

9.2 Frage 2 - Welche Argumente werden für und gegen eine Kennzeichnungspflicht vorgebracht?

9.3 Frage 3 - Welche Effekte und Folgen der Einführung zeichnen sich ab?

9.4 Frage 4 - Wie überzeugend sind die Argumente der Beteiligten?

9.5 Frage 5 - Ist die Einführung einer Kennzeichnungspflicht notwendig?

9.6 Hypothese 1 - Der sich in Europa abzeichnende Trend einer Einführung von individuellen Identifizierungsmaßnahmen für die Polizisten setzt sich fort.

9.7 Hypothese 2 - In Deutschland nimmt die verpflichtende Kennzeichnung von Polizeibeamten zu.

9.8 Hypothese 3 - Die Kennzeichnungspflicht ermöglicht eine nachträgliche Identifizierung von Beamten, welche ohne Kennzeichnungspflicht kaum oder nur erschwert möglich wäre.

9.9 Hypothese 4 - Es kommt aufgrund der Kennzeichnungspflicht vermehrt zu (berechtigten wie unberechtigten) Anzeigen gegen Polizeibeamte.

9.10 Hypothese 5 - Die Einführung der Kennzeichnungspflicht wird durch die Polizeibeamten nicht begrüßt und wirkt sich negativ auf ihre Motivation aus.

9.11 Hypothese 6 - Es kommt durch die Kennzeichnungspflicht zu nachträglichen Übergriffen (Racheakten)



10 Fazit/Ausblick



Anhang




Literatur- und Quellenverzeichnis



Alexandra Stupperich (Hrsg.)

Cold Cases in Wissenschaft und Praxis

ISBN 978-3-86676-543-6
Mit Hilfe der neuen bzw. verfeinerten Methoden der Kriminaltechnik gelangen in den letzten Jahren spektakuläre Ermittlungserfolge bei sogenannten ‚Cold Cases‘. Doch sind es nur die Fortschritten in den Forensic Sciences, die zur Fallklärung beitragen? Welche Rolle spielt bei Cold Case Ermittlungen die Kriminalistik?

Im ersten Teil dieses Buchs soll definiert werden, was Cold Cases überhaupt sind und ein Überblick zu den besonderen kriminalistischen Herausforderungen gegeben werden. Ein Beitrag von Dr. Bernd Körber, beschäftigt sich zudem mit den Besonderheiten der Vernehmung von Zeugen in Cold Case Ermittlungen. Im zweiten Teil stellt Steven Baack vom LKA Hamburg seine Erfahrungen aus der praktischen Ermittlungsarbeit an Cold Cases dar. Am Ende des Buches wird von Dr Alexandra Stupperich eine Methode des Cold Case Review Prozesse vorgestellt. Dr. Helga Ihm schildert dazu in ihrem Beitrag zur Psychologischen Autopsie ein Verfahren zur post mortem Beurteilung der prämortalen Bedingungen, welche zu dem tödlichen Ereignis führten.
138 Seiten
19,90 €

Inhalt

Inhalt:



Vorwort



1 Einleitung




2 Cold Cases – Ein neuer Begriff für ein altes Phänomen?


2.1 Definition des Begriffs Cold Cases

2.2 Entwicklungen im In- und Ausland

Exkurs: Cold Cases – Management in Hamburg (Steven Baack)



3 Besonderheiten von Cold Cases

3.1 Aufklärungsimmanente Kriterien von Tötungsdelikten

3.2 Fallspezifischer Faktor

3.2.1 Delikttyp

3.3.2 Besondere Tatbestandsmerkmale

Exkurs: Investigative Psychologie: Gedächtnisbasierte Methoden zur Zeugenvernehmung in Cold Case Fällen (Bernd Körber)

3.3 Räumlicher und geografischer Faktor

3.3.1 Urbane und ländliche Regionen

3.3.2 Lokalisation von Tatort und Fundort

3.4 Opferfaktoren

Exkurs: Psychologische Autopsie (Helga Ihm)

3.5 Organisatorischer Faktor



4 Cold Case Reviews: Das Nienburger-Modell

4.1 Wahlpflichtfach ‚Cold Cases‘ – ein hochschuldidaktischer Überblick

4.1.1 Sachkompetenz

4.1.2 Selbstkompetenz

4.1.3 Soziale Kompetenz

4.1.4 Das Konzept des Lernens in Gruppen

4.2 Struktur des Nienburger Modells

4.2.1 Tötungsdelikte

4.2.2 Vermisstenfälle

4.2.3 Erfahrungen mit dem Nienburger Modell

4.3.4 Evaluation

4.4 Fazit



5 Abschlussbetrachtung



Thomas Baadte

Systemisches Führen in der Polizei Möglichkeiten und Grenzen systemischer Interventionen im Spannungsfeld zwischen Organisation und Führungskraft

ISBN 978-3-86676-542-9
Systemisches Führen basiert auf dem Paradigma des Konstruktivismus bzw. auf konstruktivistisch- systemischen Konzepten unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen. Das vorliegende Buch geht der Frage nach, wie das auf Kooperation angelegte Führungskonzept der Polizei mit einem systemischen Führungsansatz zeitgemäß fortentwickelt und welcher Möglichkeitsraum für Führungsinterventionen damit eröffnet werden kann. Gefragt wird aber auch nach Hindernissen, die den Grenzbereich systemischen Führens in einer stark reglementierten, hierarchischen Organisation markieren.

Quellen der literaturbasierten Arbeit sind sowohl themenbezogene wissenschaftliche Publikationen als auch Selbstbeschreibungen der Polizeiorganisationen. Ausgewählt werden einerseits theoriegeleitete Beschreibungen der Organisation als selbstreferenzielles System, andererseits praxisbezogene Publikationen zu systemischen Interventionsmethoden und
-instrumenten. Die Literatur wird entsprechend der zentralen Fragestellungen analysiert, mit bestehenden Vorschriften und Konzepten zur Führung in der Polizei verglichen und als Basis für die Fortentwicklung polizeilicher Führungskonzepte (beispielhaft Rheinland-Pfalz) verwendet.

Als Ergebnis wird festgehalten, dass der systemische Führungsansatz Grundsätzen für Führung und Zusammenarbeit in der Polizei entspricht. Er bietet deshalb vielfältige, anschlussfähige Möglichkeiten, das polizeiliche Konzept kooperativer Führung in den Dimensionen der strukturellen, interaktionellen und selbstreflexiven Führung fortzuschreiben. Vorgeschlagen werden systemische Methoden und Instrumente in den Bereichen Organisationsberatung, Strategie- entwicklung, Projektmanagement, Kommunikation und Personalentwicklung. Zugrunde liegen jeweils systemische Grundhaltungen und Einstellungen, die Führungsinterventionen in komplexen Systemen erst wirksam werden lassen.
122 Seiten
19,90 €

Inhalt

Inhalt



1. Einleitung



2. Theoretische Grundlegung


2.1. Kybernetik

2.2. Konstruktivismus

2.2.1. Radikaler Konstruktivismus

2.2.1.1. Kybernetik zweiter Ordnung

2.2.1.2. Autopoiesis

2.2.2. Sozialer Konstruktionismus

2.3. Theorie sozialer Systeme

2.4. Systemische Organisationstheorie

2.4.1. Kommunikation von Entscheidungen

2.4.2. Entscheidungsprogramme

2.4.3. Kommunikationswege

2.4.4. Personen

2.4.5. Organisationskultur

2.5. Personale Systemtheorie

2.6. Personzentrierte Systemtheorie



3. Systemisches Führen: Intervenieren im Spannungsfeld zwischen Autopoiesis und Allopoiesis

3.1. Rollenübernahme: Abschied vom Mythos planbaren Führungserfolgs

3.2. Nicht-Trivialisierung: Abschied vom Machermythos

3.3. Kontextsteuerung: Abschied vom Steuerungsmythos

3.4. Selbstreflexion: Blinde Flecken in der Kommunikation erkennen

3.5. Grundhaltungen: Voraussetzungen gelingender Intervention

3.6. Zwischenfazit



4. Die Polizeiorganisation – Ein soziales System

4.1. Polizeiliche Entscheidungsprämissen

4.2. Führung in der Polizei – Status quo

4.2.1. Führen nach Vorschrift – Das Kooperative Führungssystem (KFS)

4.2.2. Kooperative Führung – Ein Beispiel aus der Praxis

4.2.3. Ansätze zur Fortentwicklung des KFS

4.2.3.1. Transformationaler Ansatz

4.2.3.2. Soziologischer Ansatz



5. Möglichkeiten systemischen Führens in der Polizei

5.1. Interaktionelle Führungsinterventionen: Die systemische Gestaltung zwischenmenschlicher Kommunikation

5.1.1. Systemisches Fragen

5.1.2. Systemische Fragetypen

5.1.3. Anwendungsfelder

5.2. Introspektive Führungsinterventionen: Die Inanspruchnahme von Beratung zur Entscheidungsfindung und zur Selbstführung

5.2.1. Kollegiale Fallberatung für Führungskräfte

5.2.2. Coaching für Führungskräften

5.3. Strukturelle Führungsinterventionen: Die systemische Gestaltung organisationaler Rahmenbedingungen

5.3.1. Systemische Strategieentwicklung

5.3.2. Systemische Organisationsberatung

5.3.3. Systemisches Projektmanagement

5.3.4. Kompetenzorientierte Personalentwicklung



6. Grenzen systemischer Führung

6.1. Tradierte Entscheidungsprogramme

6.2. Strenge Hierarchie

6.3. Heroische Erwartungen an Führungspersonen

6.4. Gelebte Organisationskultur



7. Fazit und Ausblick



Anlagen




Literaturverzeichnis



Lars König

Arbeitgeberattraktivität der Polizei Nordrhein-Westfalen

ISBN 78-3-86676-544-3
Im bundesdeutschen Vergleich ist der Polizeiberuf im bevölkerungsreichsten Bundesland am unattraktivsten! Dieser Eindruck entsteht angesichts der relativen Mehrheit unbesetzter Ausbildungsstellen zur Polizistin bzw. zum Polizist in Nordrhein-Westfalen. Die Maßnahmen der Polizei Nordrhein-Westfalen lassen sich nur bedingt als positiv bewerten, da es zu viele Divergenzen zwischen der internen und externen Kommunikation gibt, welche sich latent negativ auf das Employer Branding und die Arbeitgeberattraktivität auswirken. Im Ergebnis ist eine bestehende Lücke zwischen Selbstbild und Fremdbild eines Arbeitgebers zu überwinden, um eine überzeugende Employer-Branding-Strategie zum Aufbau einer authentischen Arbeitgebermarke effektiv zu nutzen.

Nach seiner ersten Veröffentlichung „Bedeutung von Personalrecruiting für deutsche Sicherheitsunternehmen“ aus dem Jahr 2015, bleibt Lars König M.Sc. MBA mit seinem hier vorliegenden Buch dem Bereich Personalmanagement treu.
103 Seiten
19,90 €

Inhalt

Inhalt:



1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Eingrenzung der Forschungsfrage

1.3 Aufbau und Vorgehensweise

1.4 Zusammenfassung



2 Theoretischer Hintergrund zum aktuellen Stand der Forschung bezüglich Darstellung und Relevanz von Arbeitgeberattraktivität allgemein und speziell bei der Polizei

2.1 Begriffsdefinitionen

2.2 Zusammenhänge und Unterschiede verschiedener Begriffe

2.3 Allgemeine Darstellung und Relevanz von Arbeitgeberattraktivität aus Anbietersicht

2.4 Allgemeine Wahrnehmung und Relevanz der Arbeitgeberattraktivität aus Bewerbersicht

2.5 Einflussfaktoren auf die Arbeitgeberattraktivität

2.6 Personalwirtschaftliche Handlungsfelder zur Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität

2.7 Darstellung und Relevanz von Arbeitgeberattraktivität speziell bei der Polizei

2.8 Best-Practice Beispiele zu Arbeitgeberattraktivität der Polizei als Teil der öffentlichen Verwaltung

2.9 Zusammenfassung



3 Bestimmung der Methodentriangulation nach Denzin zur qualitativen Erforschung von Arbeitgeberattraktivität und späteren Anwendung bei der Beantwortung der Forschungsfrage

3.1 Kriterien qualitativer Forschung

3.2 Ausgangssituation zu Beginn des Forschungsvorhabens

3.3 Beschreibung und begründeter Einsatz und Ausschluss qualitativer Forschungsmethoden für die Methodentriangulation zur späteren Anwendung bei der Beantwortung der Forschungsfrage

3.4 Zusammenfassung



4 Anwendung der Methodentriangulation nach Denzin zur Beantwortung der Forschungsfrage

4.1 Festlegung und Beschreibung des zu untersuchenden Datenmaterials

4.2 Ergebnisse bei Anwendung des Untersuchungsplans Dokumentenanalyse

4.3 Ergebnisse bei Anwendung der Verfahrensweise Qualitative Inhaltsanalyse

4.4 Quantitativ vergleichende Analyse der externen Kommunikation verschiedener Polizeibehörden und zusätzliche Validierung der gewonnenen Erkenntnisse

4.5 Interpretation der Ergebnisse

4.6 Zusammenfassung



5 Fazit und Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Arbeitgeberattraktivität für die Polizei Nordrhein-Westfalen

5.1 Fazit und Bewertung der Arbeitgeberattraktivität der Polizei Nordrhein-Westfalen

5.2 Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Arbeitgeberattraktivität der Polizei Nordrhein-Westfalen

5.3 Zusammenfassung und Ausblick



Literaturverzeichnis



Arthur Hartmann, Trygve Ben Holland & Sarah Kunkel

Geldwäsche in Europa: Terrorismus und Organisierte Kriminalität

ISBN 978-3-86676-539-9
Die Strukturen Organisierter Kriminalität und Terroristischer Gruppierungen gleichen sich einander an, ebenso deren Vorgehensweisen und Methoden. Hierzu zählt auch, wie diese sich finanzieren, wie sie die Erträge ihrer Aktivitäten verwenden und zumindest teilweise in den regulären Geldkreislauf überführen mittels Geldwäsche. Der Westliche Balkan gilt als Hinterland der in der EU ansässigen und grenzüberschreitend agierenden kriminellen Vereinigungen. Vor diesem Hintergrund sind die Verbindungen der Mafia auf den Westlichen Balkan und hierbei insbesondere Albanien, Mazedonien, Montenegro und Kosovo von Bedeutung; hier treffen sie auch auf terroristische Akteure wie den IS und die ANA. Sie gehen zweckgebundene Kooperationen ein, um gemeinsam ihre jeweiligen Interessen zu verfolgen. Gegenstand vorliegenden Buches ist die Untersuchung dieser Gemengelage, um darzustellen, welche Auswirkungen dies auf die EU und ihre Mitgliedstaaten hat. In der Folge werden mögliche Lösungsansätze für die strategische und operative Ebene formuliert. Die Erkenntnisse beruhen auf einem vom Institut für Polizei- und Sicherheitsforschung (Hochschule für Öffentliche Verwaltung Bremen) durchgeführten Forschungsprojekt, finanziert aus dem ‚Innere Sicherheitsfonds’ der EU über das BKA.
242 Seiten
24,90 €

Inhalt

Inhalt



Vorbemerkung

Begründung der Themenwahl

Hergang der Untersuchung




I Darstellung der Ausgangssituation

I-1 Status Quo

I-1.1 Bevölkerung und Regionen

I-1.2 Religion

I-1.3 Wirtschaft

I-1.4 Strafverfolgung und Justiz

I-1.5 Rechtsverhältnis der Republik Albanien zur Europäischen Union und zu Deutschland

I-1.5.1 Europäische Union

I-1.5.2 Deutschland

I-1.5.3 Nachbarstaaten

I-1.6 Terrorismus und Terrorismusfinanzierung: Anwendbares Recht

I-1.7 Aufnahme der Volksmudschahedin (MEK)

I-1.8 Organisierte Kriminalität und Terrorismus

I-1.8.1 Nationalismus

I-1.8.2 Illegaler Handel

I-2 Mustersachverhalte

I-2.1 Illegaler Moschee-Bau

I-2.2 Radiosendungen

I-2.3 Rekrutierung und Ausbildung von Kämpfern für den IS

I-2.3.1 Rekrutierung

I-2.3.1 Ausbildung

I-2.4 Versuchter Anschlag auf ein internationales Fußballspiel

I-2.5 Sachverhalt Durres

I-2.6 Sachverhalt Verschleierung

I-2.7 Sachverhalt Xhema

I-2.8 Sachverhalt Lehrerin

I-2.9 Sachverhalt P.

I-2.10 Zusammenfassung und Kritik



II Finanzierung des Terrorismus und der Radikalisierung

II-1 Finanzierungswege und Geldwäsche

II-1.1 Institutionen und Struktur

II-1.2 Wirtschaftstatsächlichkeit

II-1.2.1 Informelle Wirtschaftsstruktur

II-1.2.2 Crowdfunding

II-1.2.3 Kasinos und Wettbüros

II-1.2.4 Edelmetallhandel

II-1.2.5 Akteure der Zivilgesellschaft

II-1.2.6 Strukturen Organisierter Kriminalität

II-1.2.7 Korruption

II-1.2.8 Due Diligence

II-1.2.9 Wechselstuben

II-1.2.10 Geldtransferdienstleister

II-1.2.11 Fingierte Rechnungen

II-1.2.12 Registergerichtliche Aspekte

II-1.2.13 Steuervermeidung und Offshore-Geschäfte

II-1.2.14 Parallele Bankensysteme

II-1.2.15 Verdeckte Gehaltszahlungen

II-1.2.16 Zur Rolle von Kanzleien und Beratungsbüros

II-1.2.16.1 Umtausch von Fremdwährung

II-1.2.16.2 Geldtransfer aus Monaco

II-1.2.16.3 Verbringung von Röh-Öl

II-1.2.16.4 „Geldwäsche“

II-2 Warenverkehrssicherheit

II-3 Konklusives Szenario



III Folgerungen und Handlungsempfehlungen

III-1 Stärkung staatlicher Institutionen

III-2 Ausweitung der taktischen Zusammenarbeit

III-3 Harmonisierung der Zusammenarbeit mit den USA

III-3.1 Staaten mit hohem Risiko

III-3.2 Gefährdungseinstufung von Gruppierungen

III-4 Kontrolle des Warenverkehrs

III-5 Authorisierte und nichtauthorisierte Moscheen

III-6 Profile von Tätern und Verdächtigen

III-7 Terrorismusfinanzierung und Terroristenfinanzierung

III-8 Terroristische Vereinigung der Organisierten Kriminalität

III-9 Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche

III-10 Geldtransfers in ausgewählte Jurisdiktionen

III-11 Steuervermeidung und Offshore-Geschäfte

III-12 Gemeinsame Referenznummer und Integriertes Datensystem

III-12.1 Gemeinsame Refernznummer

III-12.2 Strukturierte Prozessanalyse



Anhang I: Internationales Recht Republik Albanien

Anhang II: Nationales Recht Republik Albanien


Anhang III: Deutsches Recht


Anhang IV: EU-Sekundärrecht


Anhang V: Abbildungsverzeichnis


Quellenverzeichnis


Autorenverzeichnis



Frank-Holger Acker

Die Dokumentation polizeilicher Ermittlungsarbeit beim Phänomen Alterskriminalität: Eine kriminalistisch-sozialwissenschaftliche Aktenanalyse

ISBN 978-3-86676-541-2
Die Kriminalität durch ältere Menschen wurde in der Vergangenheit bisher nur wenig beachtet. Angesichts historisch einzigartiger demographischer Veränderungen, auf die Deutschland zusteuert, gewann das Phänomen Alterskriminalität in den letzten Jahren aber zaghafte Aufmerksamkeit in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Einzelne Hellfeld-Arbeiten, die in der Regel statistische Daten zusammenfassten, wurden durch erste Dunkelfelduntersuchungen in der älteren Bevölkerung ergänzt. Darüber hinaus wurden von Juristen Arbeiten zu alten Menschen vor Gericht und im Strafvollzug vorgelegt. Besondere Aufmerksamkeit verdient darüber hinaus die Arbeit von Isabel Keßler, die eine umfassende theoretische Aufarbeitung der Anwendbarkeit von Kriminalitätstheorien auf das Phänomen Alterskriminalität bietet. Erste gerontologische Annäherungen an das Thema folgten. Bis heute fehlte es aber an einer Arbeit, welche die polizeiliche Ermittlungsarbeit im Zusammenhang mit Alterskriminalität untersucht.

Der Autor war zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Arbeit selbst Polizeibeamter in Hannover und sammelte bis zum Abschluss des Projekts vielseitige polizeiliche Erfahrungen vom uniformierten Dienst, über geschlossene Einsätze, bis hin zum Kriminaldauerdienst sowie der kriminalpolizeilichen Arbeit.

Dieses Buch bietet einen kriminalistisch-sozialwissenschaftlichen Blick auf die polizeilichen Ermittlungen beim Phänomen Alterskriminalität im Vergleich zu anderen Altersgruppen und schließt damit eine bisher bestehende Lücke.
280 Seiten
29,90 €

Inhalt

Inhalt



1 Einleitung

1.1 Demographischer Wandel und demographisches Altern

1.2 Alterskriminalität: Begriffsklärungen

1.3 Bedeutung des Phänomens Alterskriminalität

1.4 Forschungsstand zur Alterskriminalität und Aufbau dieser Arbeit



2 Strafbemessungsgründe im Rahmen der Ermittlungsarbeit

2.1 (Polizeiliche) Ermittlungen im Strafverfahren

2.2 Strafbemessung im allgemeinen Strafrecht

2.3 Anwendung der gesetzlichen Rahmenbedingungen durch die Polizei

2.4 Bedeutung für die Erhebung: zu untersuchende Faktoren



3 Strafbemessungsgründe und Alter(n) in der Risikogesellschaft

3.1 Alter in der Risikogesellschaft

3.2 Einführung in die Alterstheorien

3.2.1 Defizitmodelle

3.2.2 Qualitative Verlaufsmodelle

3.2.3 Theorien des erfolgreichen Alterns

3.2.4 Weitere Alterstheorien und zusammenfassende Bedeutung für die Arbeit

3.3 Bourdieus Kapital-Theorie als Analyserahmen (des hohen Alters)

3.4 Kategorisierung der Strafbemessungsgründe nach Kapitalarten



4 Strafbemessungsgründe und Alterskriminalität

4.1 Altersspezifische Kriminalitätsbearbeitung: Jugendkriminalität

4.2 Positionierungen zu einem Altersstrafrecht in der Literatur

4.3 Kriminologische Ursachen der Alterskriminalität

4.3.1 Theorie der Schwäche

4.3.2 Labeling Approach

4.3.3 Mertons Anomietheorie

4.3.4 Die Allgemeine Kriminalitätstheorie

4.3.5 Der Life-Course-Ansatz

4.4 Polizeiliche Ermittlungen zur Strafbemessung bei älteren Straftätern



5 Datenauswahl: Methodik und Hypothesenbildung

5.1 Datenmaterial und Sampling: Hannoveraner Gerichtsakten

5.2 Hypothesenbildung als Grundlager einer heuristischen Analyse

5.3 Inhaltsanalyse: Kategorienbildung und Erläuterungen

5.4 Gütekriterien Analysebogen, Codierung und Pretest



6 Akten-Auswertungen

6.1 Beschreibung der Daten

6.2 Hinweise zur Codierung der Variablen

6.3 Auswertung 1: Darstellung einzelner Akten (Case Study)

6.3.1 Zur Gruppe „Allgemein ab 90 Jahre“

6.3.2 Zur Gruppe „60–79 Jahre Diebstahl“

6.3.3 Zur Gruppe „40–49 Jahre Diebstahl“

6.3.4 Zur Gruppe „15–17 Jahre Diebstahl“

6.3.5 Zur Gruppe „Allgemein 60–79 Jahre“

6.3.6 Zur Gruppe „Allgemein 40–49 Jahre“

6.3.7 Zur Gruppe „Allgemein 15–17 Jahre“

6.3.8 Zusammenfassung

6.4 Auswertung 2: Überprüfung Hypothesen

6.5 Auswertung 3: Konfigurationsfrequenzanalyse

6.5.1 Typen hinsichtlich des Ergebnisses des Strafverfahrens und der Kapitalart

6.5.2 Typen hinsichtlich des sozialen Kapitals und der Dienststelle

6.5.3 Typen hinsichtlich der Altersgruppen und Kapitale

6.5.4 Interpretation der Ergebnisse der KFA



7. Ergänzende Fallstudie in Form eines problemzentrierten Interviews

7.1 Methode des problemzentrierten Interviews und Wahl der Interviewten

7.2 Fragebogenerstellung

7.3 Auswertung 4: Ergebnisse des problemzentrierten Interviews



8. Resümee und Ausblick

8.1 Zusammenfassung der Ergebnisse der vier durchgeführten Analysen

8.1.1 Wenig Kenntnis bezüglich Strafbemessungsgründen

8.1.2 Formelle Regelungen wirken sich förderlich auf die Dokumentation aus

8.1.3 Umfang der Dokumentation abhängig vom Beamten

8.1.4 Ab 60-Jährige werden nicht als alt wahrgenommen

8.1.5 Körperliche Veränderungen und Defizitmodell

8.2 Resümee

8.3 Reflexion und weiterer Forschungsbedarf



Literaturverzeichnis